5.000 Apps nach Entwickler-Angaben aus App Store entfernt
Sex-Apps: Apple verschärft Regeln für erotische Inhalte im App Store
Apple hat schon immer Applikationen, die im Zusammenhang mit Sex und Erotik stehen, nicht gern gesehen - und teilweise entsprechende Programme aus dem App Store entfernt oder die Veröffentlichung schon im Vorfeld abgelehnt. Die entsprechenden Regeln wurden jetzt noch einmal verschärft.
App-Entwickler veröffentlicht angebliche Erotik-Regeln
Dieses Wochenende hat Apple über 5.000 Applikationen mit mehr oder weniger sexuell anstößigen Inhalten aus dem App-Store entfernt. Das berichtet das Online-Magazin "Business Insider". Das entspricht etwa drei Prozent des gesamten Angebots. Betroffen waren auch einige E-Books. Nun hat der App-Entwickler "ChilliFresh" auf seinem Blog eine Übersicht der Ausschluss-Regeln veröffentlicht, die ihm nach eigenen Angaben ein Apple-Mitarbeiter verraten haben soll.
So sollen alle Apps, die Bilder von Frauen im Bikini zeigen, nicht zugelassen werden. Männer im Bikini sind auch nicht gerne gesehen. "No skin" soll der Apple-Mitarbeiter gesagt haben - allerdings nicht, bis zu welchem Grad die Regel gilt. Ob ein Bild einer Frau im Minirock zu viel nackte Haut für Apples Geschmack ist oder noch im Rahmen des Erträglichen bleibt, kann daher niemand im Voraus bestimmen - nur die Konzern-Mitarbeiter kennen die eigene Regel bis ins Detail.
Auch zugelassene Apps betroffen
Sexuelle Andeutungen mit Wörtern, die auf Intimbereiche von Männern und Frauen bezogen werden könnten, sind ebenfalls nicht erwünscht. Die neuen Regeln von Apple für den App Store besagen nach Angaben des Blog-Betreibers auch, dass keine Apps mit "offensichtlich sexuellen Inhalten" mehr im App Store geduldet, geschweige denn zugelassen, werden. Trotzdem ist die Playboy-App in Apples Store noch verfügbar.
Inwiefern man dem Entwickler von "Wobble!" glauben kann, bleibt allerdings fraglich. Die Regeln stimmen jedoch immerhin mit dem Verhalten des Konzerns bei bisherigen Zulassungsverfahren überein. Diese Kriterien betreffen nicht nur Neuanmeldungen, sondern auch Apps, die bereits zugelassen wurden. Entwickler müssen jetzt unter Umständen mit einer nachträglichen Entfernung ihrer Apps rechnen, wie das Online-Blog "Teczilla" am Wochenende berichtete.
Der Säuberung zum Opfer fielen bis jetzt einige erotische Programme wie "Exotic Positions", "Sexy Women" und "Beautiful Boobs". Sie traf Apps unbekannter Entwickler und bekannte Marken-Software gleichermaßen. Das Unternehmen "On the Go Girls" verlor bereits 17 Anwendungen, rund die Hälfte des eigenen Angebots. Der Entwickler Jens Ltd. ist nur noch mit einer App für das iPhone vertreten. Eine Anzahl von Apps des Männermagazins Maxim wurde ebenfalls entfernt.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: App, Apple App Store und App Store.

Richi und NHEO, kann mich nur anschließen. Hier geht es nur um Image! Meiner Meinung ist es egal, ob man diese Apps entfernt oder nicht, wer sich Pornos o.ä. ansehen will, der findet einen Weg.
China macht es vor - Apple macht es nach!? Betrifft das dann jetzt auch Boticellis GEBURT DER VENUS? Oder reicht es wenn man da die Brüste grob verpixelt??? Dürfen Frauen die Produkte ohne Burka...
Für einen richtigen Kinderschutz müsste Apple den Browser entfernen. Mit dem kommt man nämlich ohne Probleme an die richtigen Pornos... Mir kommt kein Apple ins Haus: Geschlossene Plattformen töten jede...
Hier gehts doch bei Apple lediglich darum nach aussen eine verantwortliche und fürsorgliche Pflicht auszustrahlen und ein offiziell sauberes Image darzustellen.. Was bei den ganzen konservativen Hirnen wie CDU...
was ist denn das für eine Prüderei, es sollte ein gescheiter Kinderschutz her, auf prosieben kann man um 5 uhr nachmittags nackte frauen sehen, da kann auch jeder schauen. Ist ja noch schlimmer wie die...