Softwarekonzern kommt EU-Forderungen nach

Microsoft: Auswahlmodus für Webbrowser zum 17. März

Entsprechend der Vereinbarung zwischen dem Softwarekonzern Microsoft und der Europäischen Kommission vom Dezember 2009 können sich Windows-Nutzer in 32 europäischen Ländern in Kürze über einen neuen Auswahlmechanismus für einen Internetbrowser ihrer Wahl entscheiden.

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Auswahlmechanismus kommt per Update

In Deutschland wird die Auswahlfunktion über Windows Update nach einer Testphase am 17. März eingespielt, die Aktion soll bis Mitte Mai abgeschlossen sein. Nutzer von Windows ab der Version Windows XP, die bereits den Internet Explorer als Standard-Browser verwenden, erhalten ein Software-Update, mit dem sie alternative Webbrowser über ein Auswahlfenster als Standardbrowser definieren und einfach installieren - oder bei Bedarf beim bisherigen Browser bleiben können. Die Nutzer werden zwischen folgenden Internetbrowsern wählen können: Google Chrome, Opera Browser, Mozilla Firefox, Internet Explorer 8 und Apples Browser Safari.

Das Update wird den Internet Explorer nicht deinstallieren, sondern nur inaktiv schalten. In Windows 7 wird es den Microsoft-Browser zwar aus der Taskleiste entfernen, aber Nutzer können den Internet Explorer über das Menü "Alle Programme" per rechten Mausklick wieder an die Taskleiste anheften.

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Der Streit dauerte knapp zehn Jahre

Ein zehn Jahre langer Streit zwischen Microsoft und der Europäischen Wettbewerbskommission geht damit endgültig zu Ende. Die EU hat schon im Dezember 2009 mitgeteilt, dass sie Microsofts Kompromissangebot im Webbrowser-Streit akzeptiert. Das Wettbewerbsverfahren gegen Microsoft wurde damit eingestellt. Im Kern sieht die Einigung vor, dass Microsoft sich in Europa verpflichtet, für die nächsten fünf Jahre auch alternative Browser anzubieten.

Microsoft stand seit Jahren in der Kritik, seine marktbeherrschende Stellung missbraucht zu haben. Stein des Anstoßes: Das Unternehmen hatte sein Betriebssystem Windows nur gebündelt mit dem Browser Internet Explorer verkauft. Fasst man alle bis heute gegen Microsoft verhängten Kartellstrafen zusammen, belaufen sich die Bußgelder gegen das Unternehmen auf knapp 1,7 Milliarden Euro.

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