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Dell Mini 10 im Test: Netbook-Individualist
Sehr hohe Akkulaufzeiten und ein guter Bildschirm

von Roland Haberer Uhr veröffentlicht

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Dell überarbeitet sein Mini 10-Netbook und stattet es mit Intels Pine-Trail-Plattform aus, verzichtet jedoch auf einen HDMI-Ausgang. Auch am Design wurde gefeilt - der Bildschirm schließt nicht mit der Gehäuserückseite ab. Zu Preisen ab 300 Euro lässt sich das Dell Mini in sieben verschiedenen Farben ordern.

Dell überarbeitet sein Mini 10-Netbook und stattet es mit Intels Pine-Trail-Plattform aus, verzichtet jedoch auf einen HDMI-Ausgang. Auch am Design wurde gefeilt - der Bildschirm schließt nicht mit der Gehäuserückseite ab. Zu Preisen ab 300 Euro lässt sich das Dell Mini in sieben verschiedenen Farben ordern.

Pine Trail und guter Bildschirm

Der Bildschirm ist etwas in das Gehäuse eingerückt. Dadurch lässt sich das Netbook ausgesprochen gut in die Hand nehmen. Das spiegelnde 10,1-Zoll-Display bietet eine Auflösung von 1.024 x 600 Pixeln und verfügt über gute Helligkeitswerte und durchschnittlichen Kontrast. Störend: der extrem dicke Bildschirmrahmen.

Die zweite Version des Mini 10 stattet Dell mit der Pine Trail-Plattform aus, bestehend aus Intel Atom N450-Prozessor und dem Intel NM10-Express-Chipsatz. Als Arbeitsspeicher kommt ein Gigabyte RAM zum Einsatz. Trotz der für den Einsatz von Windows 7 Starter gelockerten Begrenzungen für die Datenkapazität der Festplatte auf 250 Gigabyte verbaut Dell nur eine 160-Gigabyte-Festplatte. Noch dazu handelt es sich um ein sehr langsames Modell, welches das Netbook bei Festplattenzugriffen erheblich ausbremst. Austauschen lässt sich die Hardware nicht ohne Weiteres - eine Demontage des Gehäuses ist notwendig.

Festplattengeschwindigkeit 250GB HDD (HD Tune)
MinimumMaximumDurchschnittZugriffszeit
27,3 MB/sek.61,5 MB/sek.46,0 MB/sek.18,5 ms

Akkulaufzeit und Lautstärke

Dell verbaut im Mini 10 einen Sechs-Zellen-Akku mit 4.400 Milliampere. Dieser überzeugt vor allem im Office-Betrieb mit einer Laufzeit von über zehn Stunden. Wird die CPU stärker gefordert, sinkt die Akkulaufzeit überdurchschnittlich. Dennoch wird der Bildschirm erst nach der Wiedergabe von rund fünfeinhalb Stunden Filmmaterial schwarz. Wie bereits bei den Vorgängermodellen verzichtet Dell auf einen Lüfter. Lediglich durch zwei kleine Lüftungsschlitze am Unterboden kann die Luft entweichen. Daraus resultiert nach längerem Betrieb ein relativ warmes Gehäuse. Dennoch sind die Temperaturen weit vom kritischen Bereich entfernt.

Akkulaufzeit
OfficeFilm
610 min.330 min.

Tastatur und Touchpad

Dell nutzt die gesamte Breite des Netbooks für die Tastatur und verzichtet auf separate Tasten und größere Zwischenräumen. Damit verweigert sich der Hersteller einem aktuellen Trend. Dennoch tippt es sich sehr gut auf der Tastatur. Die rechte "Shift"-Taste ist zudem ausgesprochen groß - und auch die darunter liegenden Pfeiltasten lassen sich sehr angenehm bedienen.

Dell Mini 10

Bild 1 von 6
Das Netbook gibt es in sieben Farben.

Etwas Besonderes hat sich Dell für das Touchpad einfallen lassen. Aufgrund der großen Tastaturfläche und des eingerückten Bildschirms bleibt nicht mehr viel Platz für die Touchpadtasten. Diese sind deshalb in das Touchpad integriert. Der Druckbereich beschränkt sich dabei auf die Ecken.

Vor allem zu Beginn erfordert das Bedienen des neu gestalteten Touchpads viel Eingewöhnung. Da es sich um ein Multi-Touchpad handelt, dürfen die Finger nicht auf einen der beiden Tasten aufliegen, während man navigiert. Das Touchpad übernimmt dann nämlich beide Eingaben, weshalb der Mauszeiger nur selten an der gewünschten Position stehen bleibt.

Schnittstellen und Aufpreisliste

Dell verzichtet auf den HDMI-Ausgang des ersten Mini 10, der Rechner hebt sich dadurch nicht mehr von anderen Netbooks ab. Dem Anwender stehen drei USB-Ports und je LAN und VGA-Anschluss zur Verfügung. An drahtlosen Modulen verbaut Dell Bluetooth und WLAN, Letzterem fehlt es jedoch am schnellen N-Standard. Ebenfalls zur Ausstattung zählt ein Kartenleser, Mikrofon und Webcam.

Wie bei Dell üblich, lassen sich die Rechner frei konfigurieren und im Fall des Mini 10 mit einigen Extras versehen. Auf der Aufpreisliste stehen unter anderem ein DVB-T TV Tuner, ein GPS-Modul sowie ein GPRS-Modul für den mobilen Internetzugang. Neben der Standardfarbe Schwarz liefert Dell den Mini 10 auf Wunsch in sechs weiteren Farben aus.

Ein bunter Displaydeckel kostet jedoch satte 50 Euro Aufpreis, weshalb unser rotes Testgerät auf einen Preis von 350 Euro kommt. Zudem ist der Displaydeckel an den Ecken etwas größer als der innere Rand des Bildschirms. Ansonsten wirkt das Netbook durch den dicken Kunststoff äußerst robust. Mit 1,37 Kilogramm bringt das Mini 10 jedoch entsprechend viel Gewicht auf die Waage.

Fazit: Gemischte Gefühle

Das Dell Mini 10 weiß in mehreren Punkten zu gefallen und hebt sich durch den eingerückten Bildschirm und das neu konstruierte Touchpad von der Konkurrenz ab. Die Akkulaufzeit von über zehn Stunden überzeugt ebenso wie die Tatsache, dass auf einen Lüfter verzichtet wurde. Weniger überzeugen konnten die Touchpadtasten und die langsame Festplatte. Für einen Preis ab 300 Euro bietet Dell ein gutes Netbook an, bleibt jedoch hinter der Konkurrenz von Asus und Samsung.

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Dell überarbeitet sein Mini 10-Netbook und stattet es mit Intels Pine-Trail-Plattform aus, verzichtet jedoch auf einen HDMI-Ausgang. Auch am Design wurde gefeilt - der Bildschirm schließt nicht mit der Gehäuserückseite ab. Zu Preisen ab 300 Euro lässt sich das Dell Mini in sieben verschiedenen Farben ordern.

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Dell Mini 10 im Test: Netbook-Individualist
Dell überarbeitet sein Mini 10 Netbook und stattet es mit Intels Pine Trail Plattform aus, verzichtet jedoch auf den HDMI-Ausgang. Auch am Design wurde gefeilt. Ab 300 Euro lässt sich das Dell Mini in sieben verschiedenen Farben ordern.
http://www.netzwelt.de/news/81966-dell-mini-10-test-netbook-individualist.html
2010-02-19 09:39:03
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Dell Mini 10 im Test: Netbook-Individualist