Mac OS X: Tipps und Tricks für Snow Leopard
Vorschau in Mail und das 2D-Dock
Das Skript kann man unter einem beliebigen Namen im Benutzerordner speichern. Dabei sollte man es unter "Library" im Ordner "Scripts" ablegen. Skripte, die dort gespeichert werden, erscheinen automatisch als Symbol nach einem Klick auf das Apple-Script-Symbol in der Menüleiste.
Damit ändert man zwar nicht die Funktionalität des Zoom-Button, kann aber über zwei Klicks sehr einfach beliebige Fenster auf eine einheitliche Bildschirmgröße bringen. Denkbar sind jetzt auch mehrere Skripte für unterschiedliche Arten von Programmen, zum Beispiel um Chat-Fenster von iChat und Skype auf eine einheitliche Größe zu bringen.
Sobald das Zoom-Problem gelöst ist, haben Umsteiger auf Mac OS X schon viel erreicht. Daneben gibt es aber einige kleinere Ärgernisse, die man in Mac OS X nicht über die Systemeinstellungen anpassen kann. So klagen viele Nutzer über die automatische Vorschau von Anhängen im Programm Mail.
Sobald man eine E-Mail öffnet, zeigt Apple beispielsweise Bilder oder die erste Seite einer PDF-Datei direkt innerhalb des Nachrichtenfensters an. Das geschieht sogar auch, wenn beim Schreiben einer neuen Nachricht ein Anhang hinzugefügt wird. Vielen Nutzern fällt diese Funktion sicher als angenehm auf - es gibt jedoch diverse Situationen, in denen die automatische Vorschau störend ist.
Beispielsweise ergibt es keinen Sinn, beim Drucken einer E-Mail direkt die Anhänge mit auszugeben. Wer sich wieder Symbole für Anhänge wünscht, kann das Verhalten recht einfach über die Kommandozeile im Programm "Terminal" dauerhaft aktivieren:
defaults write com.apple.mail DisableInlineAttachmentViewing -bool YES
Eine weitere Eigenheit von Mac OS X kann man damit recht einfach abstellen: Seit Mac OS X 10.5 ist das Dock in dreidimensionaler Optik gehalten. Wie immer ist es Geschmacksache - wer das Dock in Mac OS 10.6 an den linken oder rechten Rand positioniert, bekommt sowieso eine 2D-Anzeige. Wer auch am unteren Bildschirmrand auf dreidimensionale Optik verzichtet, kommt mit folgendem Befehl weiter:
defaults write com.apple.dock no-glass -bool YES
Die Änderungen werden aktiv, sobald nach einem Neustart das Dock neu geladen wurde. Mit dem oben genannten Befehl kommt man so zum altbekannten 2D-Dock aus MacOS 10.4 zurück.
Entwickeln mit XCode: IDE kostenlos
Eher unbekannt für durchschnittliche Anwender ist XCode, das ebenfalls mit Mac OS ausgeliefert wird. Das Betriebssystem ist nicht nur das einzige OS, das auf eine bestimmte Hardware zugeschnitten wurde. Es kommt ab Werk bereits mit den Programmiersprachen Java, Perl, Ruby und Python sowie einer integrierten Entwicklungsumgebung.

XCode ist die wohl beste kostenlose Beigabe zu Mac OS X. Zusammen mit Mac OS X 10.6 wird XCode in Version 3.2 ausgeliefert. Die IDE befindet sich auf der ersten Installations-DVD - also dem Medium, das man zur Installation von Mac OS X selbst verwendet hat - im Ordner Optional "Installs". Alternativ können Entwickler die aktuelle Ausgabe auch von Apple herunterladen, was jedoch mit mehr als zwei Gigabyte recht lange dauern könnte.
Die Installation von XCode erfolgt denkbar einfach über einen Assistenten. Danach findet man in den Programmen diverse neue Anwendungen, die alle zu XCode gehören. Am wichtigsten ist die XCode IDE, die als zentrale Umgebung für die Entwicklung in beliebigen Programmiersprachen dient. Zusätzlich gibt es mit Dashboard und verschiedenen anderen Tools Programme, mit denen man auch für iPhone und iPad Anwendungen entwickeln kann.
Besonders beeindruckend ist in XCode, dass der Hersteller für eine kostenfreie IDE zahlreiche Profi-Features eingebaut hat. Um Anwendungen genau zu untersuchen und mögliche Fehler zu finden, hat Apple auf Basis der herausragenden DTrace-Technologie von Sun Instruments ein gutes Programm geschaffen. Der Quartz Composer hilft, um direkt grafische Elemente für Apple MacOS X zu entwickeln. Auch das Syntax-Highlighting und die Projektverwaltung sind in XCode sehr ausgereift.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Mac OS X, Apple iPhone und Apple MacBook.
