Autorennen mit großem Fun-Faktor
Open Source-Spiele: vDrift und TORCS
Aus der Open-Source-Community stammen zwei sehr gute Autorennen: Mit vDrift und TORCS können Spieler stundenlang auf virtuellen Strecken Gas geben. vDrift ist mit über 460 Megabyte einer der schwersten Brocken unter den freien Spielen. Dafür ist die Grafik durchaus ansehnlich: Mit über 20 verschiedenen Strecken und zahlreichen Autos tritt man im Netzwerk gegen Freunde oder lokal gegen den Computer an.
Die Steuerung von vDrift erfolgt über die Tastatur, Maus oder ein Lenkrad beziehungsweise Joystick, sofern das vom Betriebssystem unterstützt wird. Während des Spiels sticht vDrift durch eine wirklich schöne Grafik hervor, auch wenn das Programm-Menü das zunächst nicht vermuten lässt.
Die Autos sind schön gemacht, die Szenerie der Rennstrecken enthält viele Details und gibt auch Zuschauer oder Staub sehr gut wieder. Die Engine Vamous, die hinter vDrift steht, berechnet sehr realistisch die physischen Eigenschaften der Rennautos. Sogar die Traktionskontrolle oder das Antiblockiersystem wird wie im echten Auto simuliert.
TORCS ist eines der ältesten Rennspiele, dessen Grafik nicht an die von vDrift heran reicht. Dafür geht das Spiel etwas genügsamer mit der Rechenleistung um, sodass es auch auf älteren Rechnern läuft. Oft reicht sogar ein onBoard-Grafikchip und ein Prozessor mit einem Takt von knapp einem Gigahertz.


Das Unternehmen Eidos Interactive ist einer der bekanntesten Publisher, der auch die Hitman-Serie und Age of Conan produziert hat. Das Spiel Warzone 2100 wurde zunächst 1999 als kommerzielles Spiel veröffentlicht und dann im Herbst 2004 unter einer offenen Lizenz freigegeben.
Eines der bekanntesten Spiele, die unter einer freien Lizenz stehen, ist sicher der Fantasy-Titel "Battle for Wesnoth". Die aktuelle Version 1.6.5 des Strategiespiels läuft auf jedem halbwegs aktuellen Rechner mit einem der Betriebssysteme Windows, MacOS X oder Linux. Die Download-Datei beansprucht knapp 220 Megabyte auf der Festplatte.
Das freie Spiel Poker TH ist nur knapp 25 Megabyte groß und implementiert ein klassisches Kartenspiel als Poker-Blatt mit den bekannten Regeln für alle gängigen Betriebssysteme. Der Spieler hat die Wahl, gegen den Computer oder menschliche Mitspieler um virtuelles Geld zu spielen.
Etwas weniger bekannt als das kommerzielle Vorbild MarioKart ist SuperTuxKart. Mit knapp 110 Megabyte ist die Open-Source Nachbildung des Klassikers recht groß geraten, dafür sogar für exotische Betriebssysteme wie Solaris oder FreeBSD verfügbar.
Wer keine Lust auf Orks und Elfen hat, sondern sich nach etwas mehr Realität sehnt, ist bei der Flugsimulation FlightGear gut aufgehoben. Die aktuelle Version läuft problemlos auf allen gängigen Systemen. Einzige Herausforderung ist eine halbwegs schnelle Grafikkarte: Bei vielen schwachen OnBoard-Chips ruckelt FlightGear merklich oder startet überhaupt nicht.
Einen Router auf Open-Source-Basis hat Netgear vorgestellt. Der Wireless-G Routers WGR614L ist mit einem Linux-Betriebssystem ausgestattet. Open-Source-Entwickler können das Gerät aber selbst mit eigener Firmware betreiben und neue Anwendungen programmieren
Jedes Jahr fahren die großen Publisher mit Spielen Gewinne in Milliardenhöhe ein. Doch es geht auch anders: Auch in den Open-Source-Gemeinde sind zahlreiche interessante Spiele entstanden. Waren vor einigen Jahren die frei verfügbaren Titel noch überschaubar, gibt es jetzt eine beachtliche Zahl spannender Spiele. 




