ATIs HD 5000-Serie im Überblick
Überblick: DirectX 11-Grafikkarten von AMD
Im vierten Quartal 2009 erschien Microsofts neue Grafikschnittstelle DirectX 11 zeitgleich mit Windows 7. Kurz darauf kündigte AMD seine neue ATI-Grafikkartenserie Radeon-HD 5000 an, die sich inzwischen seit einiger Zeit auf dem Markt befindet. Sämtliche Karten der Reihe gestatten den Anschluss von mindestens drei Monitoren an eine Grafikkarte und unterstützen DirectX 11.
Inhaltsverzeichnis
- 1Einsteigerklasse: HD 5450 und HD 5670 für Büro und Multimedia
- 2Die Mittelklasse: HD 5750 und 5770 für Spiele
- 3High-End: HD 5850 und HD 5870
- 4Außer Konkurrenz: HD 5970 mit Dual-GPU
Die neue DirectX-Schnittstelle sorgt zum einen dafür, dass die Grafikkarte den Prozessor bei Rechenaufgaben entlasten kann. Für Spieler wichtiger ist jedoch die neue "Tesselation"-Technik. Das Verfahren dient dem Zerteilen von groben Dreiecksmustern in feine Formen - als Ergebnis lassen sich zum Beispiel Personen und Gesichter in Spielen noch detaillierter darstellen. Daneben sollen in Zukunft auch Grafikprozessoren dank Multi-Threading - ähnlich wie aktuelle Mehrkern-Prozessoren - vom schnellen Abarbeiten mehrerer Aufgaben profitieren.
Einsteigerklasse: HD 5450 und HD 5670 für Büro und Multimedia
ATI setzt bei seiner HD 5450 klar auf Office- und Multimediabetrieb. Die PCI-e-Karte verfügt über 512 Megabyte DDR2 Speicher mit einer Taktfrequenz von 800 Megahertz. Der Grafikchip taktet mit 650 Megahertz und verfügt über 80 Streamprozessoren. Die Radeon HD 5450 ist das kleinste Modell der HD 5000-Serie und soll mit weniger als 20 Watt bei voller Auslastung auskommen. Dies liegt nicht zuletzt an der passiven Kühlung, aufgrund der geringen Lautstärke eignet sich die Karte für Arbeitsplatzrechner und leise Multimedia-PCs. Eine externe Stromversorgung wird nicht benötigt. Als Schnittstellen stehen HDMI-, DVI- und VGA-Anschluss zur Verfügung, die Karte kostet rund 50 Euro.
Mit einem Preis von rund 75 Euro ist auch die Radeon HD 5670 noch als Vertreter der Einsteigerklasse zu betrachten. Die Karte verfügt über 400 Steamprozessoren und bietet einen Speichertakt von 775 Megahertz. Als Arbeitsspeicher dienen 512 Megabyte GDDR5-Speicher beziehungsweise 1.024 Megabyte GDDR5 , der über 128-Bit-Interface angebunden ist. Der Anschluss erfolgt wie bei der HD 5450 über PCIe 2.0 x16. Aktuelle Funktionen wie OpenGL 3.2 oder die Unterstützung für den Dual-Mode CrossFireX werden ebenso unterstützt wie die Aufteilung des visuellen Arbeitsbereichs auf bis zu drei Bildschirme - die so genannte "Multi-Display-Technologie". Die Leistung der GPU genügt allerdings nicht, um aktuelle Spieletitel mit maximaler Auflösung und hohem Detailgrad flüssig zum Laufen zu bringen. Für den Stromverbrauch unter Volllast gibt ATI einen Wert von 75 Watt an, weshalb auch diese Grafikkarte keine externe Stromversorgung benötigt.

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