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E-Books: Lesestoff aus dem Netz
Die besten kostenlosen und kostenpflichtigen E-Book-Portale

von Mirko Schubert Uhr veröffentlicht

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Der neue E-Book Reader ist gekauft und ausgepackt, doch nicht jeder Hersteller liefert auf dem Gerät gleich die passenden Inhalte mit. Im Internet gibt es bereits zahlreiche Webseiten, die kostenlose oder kostenpflichtige Schmöker anbieten. Netzwelt begibt sich auf die Suche nach digitalen Büchern im Netz.

Der neue E-Book Reader ist gekauft und ausgepackt, doch nicht jeder Hersteller liefert auf dem Gerät gleich die passenden Inhalte mit. Im Internet gibt es bereits zahlreiche Webseiten, die kostenlose oder kostenpflichtige Schmöker anbieten. Netzwelt begibt sich auf die Suche nach digitalen Büchern im Netz.

Kostenlose Public Domain-Bücher

Einige Projekte stellen Bücher kostenlos zur Verfügung, sofern sie nach deutschem oder amerikanischen Recht nicht mehr dem Copyright unterstehen. Dies geschieht in Deutschland 70 Jahre nach dem Tod des Autors, sofern keine Erben für das Buch eintreten. Wer also Kafka oder Schiller lesen möchte, wird auf solchen Webseiten fündig.

Das "Projekt Gutenberg" hat sich in diesem Sektor bereits einen Namen gemacht. Über 30.000 Bücher stehen in zahlreichen Formaten wie HTML, TXT, ePub, Mobipocket oder Plucker zum Download bereit. Das Projekt richtet sich nach dem Urheberrecht der USA, viele der Bücher sind aber auch in Deutschland bereits frei verfügbar. Auch viele deutschsprachige Titel sind enthalten.

Neben zahlreichen Public Domain-Büchern in verschiedenen Sprachen bietet Feedbooks auch Autoren eine Plattform, Kurzgeschichten und Romane kostenlos zu veröffentlichen.

Ähnlich verfährt "Google Books". Der Dienst des Suchmaschinengiganten bietet seit etwa einem Jahr über eine Million Bücher zum freien Download im ePub- oder PDF-Format an. Den Rest der Bücher kann der Nutzer online lesen, sich Rezensionen ansehen oder in einem der verknüpften Online-Shops erwerben.

Auch "Feedbooks" oder die "World Public Library" bieten sehr viele Bücher als Public Domain an. Letztere enthält inzwischen über 750.000 PDF-Bücher in 100 verschiedenen Sprachen. Auf Feedbooks erhalten die Leser die Bücher neben PDF auch im ePub- und Mobipocket-Format, das auch auf dem Amazon Kindle lauffähig ist.

Netzwerke für Bücher

"Scribd" hingegen ist ein Netzwerk aus verschiedenen Nutzern, die Bücher, Textdokumente, Zeitungen und Zeitschriften online stellen. Die meisten Dokumente kann der Nutzer direkt im Browser lesen. Sofern es der Nutzer erlaubt, lassen sie sich auch im ePub-, PDF- oder TXT-Format herunterladen.

Der Youtube-ähnliche Dienst umfasst inzwischen mehrere Millionen Dokumente. Die Büchersuche zeigt auch deutschsprachige Inhalte zielsicher an. In den kommenden Monaten will sich die Plattform auch für die direkte Verbindung zum E-Book Reader öffnen. Unklar ist, welche Bücher noch urheberrechtlich geschützt sind und welche nicht.

Open Books-Projekt

Der Open-Source-Gedanke reift inzwischen auch bei Büchern heran. Das zeigen zum Beispiel die Buchverlage "Galileo Computing" und "O'Reilly", die einige aktuelle IT-Fachbücher kostenlos allen Nutzern zur Verfügung stellen. Die Bücher stehen unter einer GPL-Lizenz, sind allerdings nur im HTML-Format erhältlich. Diese müsste der Nutzer erst in andere Formate wie PDF umwandeln, um sie auch auf dem E-Book Reader abrufen zu können.

Freie Autoren

Auch viele von Verlagen unabhängige Autoren stellen inzwischen ihre Bücher kostenlos als E-Books zum Herunterladen bereit. So veröffentlichte der Düsseldorfer Autor Christian von Kamp bereits 15 Bücher im PDF-Format auf seiner eigenen Webseite, weitere seiner Werke sind im Buchhandel erhältlich.

Auf "Feedbooks" präsentieren sich ebenfalls viele Autoren, die ihre Werke direkt auf der Webseite einreichen können. So finden sich dort unter der Rubrik "Original Books" zahlreiche Kurzgeschichten und Romane freier Autoren.

Lernen auf dem E-Book Reader

Auch Studenten profitieren von den Vorteilen eines E-Book Readers. So müssen sie weniger Bücher über das Uni-Gelände tragen und können in den meisten Fällen gleich Markierungen und Notizen abspeichern. "Studentensupport" stellt ihnen kostenlos den passenden Inhalt zur Verfügung.

Nach Angabe der Universität, dem Fachbereich und einer E-Mail Adresse können die Studierenden Lernmaterial für ihren Fachbereich herunterladen. Die Fächer reichen von Mathematik, Physik, Statistik über Jura bis hin zur Mikroökonomie oder Nanotechnologie.

Bunte Unterhaltung für Kinder

Wer auch den Kleinen das bebilderte Buch ersparen und auf den E-Book Reader zurückgreifen möchte, wird im "Sternchenland" fündig. Die schön aufgearbeitete Webseite enthält Märchen von Hans-Christian Andersen, Erzählungen und Sagen von Gustav Schwab und Romane von Karl May und Daniel Defoe. Alle Bücher können entweder direkt auf der Webseite gelesen oder kostenlos als PDF-E-Book heruntergeladen werden.

Auf Sternchenland bekommen Kinder Märchenbücher, Erzählungen und Sagen als E-Book kostenlos geboten. Vorlesen müssen die Eltern aber noch selbst.

E-Books günstig einkaufen

Aktuelle Romane und umfangreiche Ratgeber gibt es in der Regel nicht kostenlos. Zahlreiche Online-Shops bieten bereits eine große Anzahl an Büchern direkt zum Download als E-Book an. Hier ist vor allen Dingen der Buchshop des Amazon Kindle zu nennen, der allerdings vorwiegend englischsprachige Bücher führt.

Auch "Libri.de" hat eine große E-Book Sektion mit aktuellen Romanen, Spiegel-Bestsellern und Sachbüchern im ePub- und mobipocket-Format. Der "Txtr Store" des gleichnamigen, kurz vor der Veröffentlichung stehenden Txtr Reader führt etwa 10.700 deutschsprachigen Bücher. Diese sind zwar DRM-geschützt, können aber über Adobe Digital Editions auch auf anderen E-Book Readern angezeigt werden.

Elektronische Bücher im Buchhandel

Auch verschiedene Buchhandel-Ketten wie "Thalia", "Mayersche Buchhandlung" oder "Hugendubel" bieten bereits eine umfangreiche Sammlung elektronischer Bücher an. Thalia und Mayersche Buchhandlung sind zusammen mit Libri.de Kooperationspartner von Sony und verkaufen sowohl im Online-Shop als auch in der Buchhandlung die Reader des japanischen Unternehmens gleich mit.

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Der neue E-Book Reader ist gekauft und ausgepackt, doch nicht jeder Hersteller liefert auf dem Gerät gleich die passenden Inhalte mit. Im Internet gibt es bereits zahlreiche Webseiten, die gute kostenlose oder kostenpflichtige Schmöker anbieten.
http://www.netzwelt.de/news/81937-e-books-lesestoff-netz.html
2010-02-17 14:30:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2010/ebooks-feedbooks-1266411970.jpg
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