Gute Menüführung, umfangreiche Arbeitshilfen
Steuersoftware im Test: Steuer-Spar-Erklärung 2010
Die Steuer-Spar-Erklärung wird von der Akademischen Arbeitsgemeinschaft entwickelt, die ihrerseits zum Verlagskonzern WoltersKluwer gehört. Das Programm eignet sich für Arbeitnehmer genauso wie für Freiberufler und Gewerbetreibende mit Kleinunternehmen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Nützliche Zusatzfunktionen
- 2Oberfläche und Bedienung
- 3Prüf-Funktion ohne Änderungszwang
- 4Überraschung bei der Rückerstattung
- 5Umfangreiche Arbeitshilfen
- 6Fazit: Gelungene Lösung
- 7Steuersoftware im Test
- 8Promotion
Das Programm lässt sich über das so genannte "Start-Center" komfortabel starten, von dem aus auch die verschiedenen Steuererklärungen und Funktionen sowie die zugehörigen Dateien aufgerufen werden können. Im Gegensatz zu Tax 2010 und WISO bleibt das Start-Center als eigenständiger Task geöffnet, sodass sich von dort auch mehrere Instanzen der Steuer-Spar-Erklärung öffnen lassen.
Nützliche Zusatzfunktionen
Bei Bedarf lässt sich die Anwendung auch auf einen USB-Stick installieren, was im Test problemlos klappte. Die Steuer-Spar-Erklärung bietet - ähnlich wie das WISO-Sparbuch - einige Einführungsvideos an, die nur online aufgerufen werden können. Während WISO in seinen Videos steuerliche Themen behandelt, informieren die Videos der Steuer-Spar-Erklärung jedoch nur über den cleveren Umgang mit dem Programm und seinen Möglichkeiten.
Oberfläche und Bedienung
Die Oberfläche ist in der Normalansicht dreigeteilt. Links findet sich die Navigation, in der Mitte Eingabe, auf der rechten Seite die zweigeteilte Hilfe mit einem feldbezogenen Hilfetext oben und weiterführenden Hinweisen unten. Nutzt man den so genannten "roten Faden", vergleichbar dem Tax- oder Quick-Lotsen oder dem Interview-Modus in den anderen Programmen, wird die Navigation ausgeblendet, und es ist nur noch links die Eingabe und rechts der rote Faden (oben), die feldbezogene Hilfe (Mitte) und die weiterführenden Themen zu sehen (unten). Der "rote Faden" lässt sich an jeder beliebigen Stelle ein- oder ausschalten.
Steuer-Spar-Erklärung: Der "rote Faden" führt durch die Steuererklärung.
Positiv heben sich einige Kleinigkeiten von der Konkurrenz ab: So zeigt das "Speichern"-Symbol in unterschiedlichen Farben an, ob es überhaupt etwas zu speichern gibt oder nicht. Außerdem springt der Cursor nicht nur über die "Tab"-Taste, sondern auch über "Enter" oder "Return" stets zum nächsten Eingabefeld, was die Arbeit beschleunigt. Auch einige gute, alte DOS-Shortcuts wie "F2" für Speichern sind noch in Gebrauch und sorgen für flotteres Arbeiten als das Herumhantieren mit der Maus.
Der Testfall
Für den Test wurde ein recht einfacher Steuerfall konstruiert: Matthias Schulze, geboren am 13. April 1970, ist ledig, evangelisch und lebt in Baden-Württemberg zusammen mit seiner Freundin Clarissa. Von der Mutter seiner Tochter Katja, geboren am 21. Juli 1995, lebt er getrennt; die Tochter lebt bei der Mutter, die auch das Kindergeld erhält. Als Angestellter hat er ein Jahresbruttoeinkommen von 38.520 Euro.
Davon hat sein Arbeitgeber im Laufe des Jahres 7.233,00 Euro Lohnsteuer, 342,84 Euro Soli und 498,72 Euro Kirchensteuer ans Finanzamt abgeführt. Die Arbeitnehmerbeiträge von Matthias zur den einzelnen Sozialversicherungen betrugen: Rentenversicherung 3.832,68 Euro, Arbeitslosenversicherung 539,28 Euro, Krankenversicherung 3.100,86 Euro und Pflegeversicherung 375,60 Euro.
Matthias ist im Jahr 2009 an 225 Tagen je 17 km zur Arbeit gefahren und hatte zudem Ausgaben von 50 Euro für Fachliteratur und 250 Euro für eine berufliche Fortbildung. Außerdem hat er 1.480 Euro in eine Riester-Rente eingezahlt, sein Einkommen 2008 betrug 37.000 Euro. Seine Kfz-Haftpflichtversicherung kostet 450 Euro im Jahr, seine Privat-Haftpflichtversicherung 100 Euro.

Was noch vor einigen Jahren durchaus in Verzweiflung und Wut enden konnte, ist mittlerweile für Millionen Steuerzahler eine komfortable Selbstverständlichkeit: die Steuererklärung am PC. Die elektronischen Helferlein sind dabei über die Jahre zu regelrechten Steuerberatungspaketen gewachsen.
Tax 2010 stammt wie die bekannte WISO-Software aus dem Hause Buhl. Die Anwendung bietet eine gute zu bedienende Oberfläche, auch der Funktionsumfang überzeugt. Hilfetexte und Erläuterungen helfen auch Laien beim Umgang mit der Steuererklärung.
Wie Tax 2010 stammt auch das bekannte WISO-Sparbuch 2010 aus dem Hause Buhl. Neben der gelungenen Steuer-Software bietet das Programmpaket Video-Einführungen für viele steuerliche Themen eine Erleichterung für Multimediafans und Lesemuffel.
Taxman ist sozusagen der "große Bruder" des Programms QuickSteuer und kommt ebenfalls aus dem Hause Lexware. Im Gegensatz zur QuickSteuer-Anwendung unterstützt Taxman den Anwender auch bei der Umsatz- und Gewerbesteuererklärung sowie der gesonderten und einheitlichen Feststellung.
Für rund zehn Euro bietet Lexware das Programm Quicksteuer SE 2010 an. Die günstige Lösung bietet eine schlichte Oberfläche mit wenigen Eingabefeldern, außerdem erwarten Musterbriefe und Nachschlagewerke den Anwender. Funktionen und Informationsangebot können aber nicht rundum überzeugen.
WISO Steuer-Sparbuch gratis: Microsoft bringt Home & Student 2010 in einer limitierten Sonderauflage. Die ersten 50.000 Käufer erhalten einen Gutschein zum Download der Steuer-Software.
Die Anwendung "Steuer App 2011" ermöglicht es dem Nutzer, seine Steuererklärung per iPhone oder iPad zu erstellen. Das Programm nutzt als Hilfe unter anderem die integrierte Digitalkamera der Geräte.





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insgesamt 3 BeiträgeZitat: Bei der Steuer-Spar-Erklärung lassen sich bei zwei und mehr Firmen die Umsatzsteuererklärung und die Anlage UR nicht zu einer einzigen Umsatzsteuererklärung zusammenführen. ...
Die Steuer-Spar-Erklärung ist nicht geeignet für Personen, die zwei oder mehrere Firmen besitzen und dafür eine einzige Umsatzsteuererklärung beim gleichen Finanzamt einreichen müssen. Bei der...
Bei der Steuer-Spar-Erklärung lassen sich bei zwei und mehr Firmen die Umsatzsteuererklärung und die Anlage UR nicht zu einer einzigen Umsatzsteuererklärung zusammenführen. Das Finanzamt verlangt jedoch bei...