Günstiges Programm mit Schwächen
Steuersoftware im Test: Quicksteuer SE 2010
Für rund zehn Euro bietet Lexware das Programm Quicksteuer SE 2010 an. Die günstige Lösung bietet eine schlichte Oberfläche mit wenigen Eingabefeldern, außerdem erwarten Musterbriefe und Nachschlagewerke den Anwender. Funktionen und Informationsangebot können aber nicht rundum überzeugen.

Quicksteuer SE 2010: Eingabedialoge ohne Schnörkel und optischen Schnickschnack.
Inhaltsverzeichnis
- 1Erste Schritte
- 2Oberfläche und Bedienung
- 3Schwaches Informationsangebot
- 4Verwirrende Eingabefelder
- 5Prüffunktion mit Mängeln
- 6Technik-Tücken
- 7Musterbriefe und andere Extras
- 8Fazit: Mehr Schatten als Licht
- 9Steuersoftware im Test
- 10Promotion
Erste Schritte
Das Programm bietet nach dem Start drei Möglichkeiten an. Der Anwender kann zwischen Einkommensteuererklärung 2009, Antrag auf Lohnsteuerermäßigung 2010 und Antrag auf Eigenheimzulage wählen. Für unseren Test wählen wir die Einkommensteuererklärung 2009. Hier kann der Nutzer zunächst in einem "Kurzinterview" ankreuzen, in welchen Bereichen Eingaben zu machen sind - und so den Weg durch alle steuerlichen Themen erheblich abkürzen. Sollte man ein Thema aus Versehen gestrichen haben, lässt es sich durch erneuten Aufruf des Kurzinterviews wieder aktivieren.
Oberfläche und Bedienung
Die Eingabeseiten selbst sind kurz gehalten, sodass man nicht zu viel Information auf einmal verarbeiten muss. Tabellen müssen jedes Mal zunächst eigens geöffnet werden und auch wieder geschlossen werden. Das hält zwar die Oberfläche "sauber", macht die Bedienung aber ein wenig umständlich. Der Anwender wird dann Schritt für Schritt vom "Quick-Lotsen" durch die einzelnen Punkte geführt, wobei nach der Eingabe der Daten der virtuelle Steuerprüfer alles auf Stimmigkeit prüft. Anschließend können die Formulare gedruckt oder per Elster-Formular als elektronische Steuererklärung online verschickt werden.
Schwaches Informationsangebot
Die Oberfläche wirkt etwas altbacken und dürfte damit alle Anwender erfreuen, die ohne optischen Schnickschnack schnell und zügig ihre Steuererklärung bearbeiten wollen. Die Eingabe der Daten verläuft reibungslos, allerdings zeigt sich die Hilfe verbesserungswürdig. Zwar können 214 Begriffe in einer Online-Wissensdatenbank abgefragt werden, doch hier finden sich nur recht oberflächliche Erklärungen ohne Rechenbeispiele. Die im Programm enthaltenen Hilfen werden auch nicht dynamisch zu jedem einzelnen Feld angezeigt, sondern immer übergreifend zu einem Thema.
Bei Spezialfragen kann es dann sein, dass der Anwender erst einmal suchen muss, obwohl er diese Hilfe ja gerade vom Programm erwartet. Wer sich zum Beispiel keinen Reim auf die "Kappung der Kirchensteuer" machen kann, findet den Begriff nicht in den Titeln der Hilfeangebote neben der Eingabe. Unter dem Stichpunkt "Weitere Fragen zur Kirchensteuer" wird der Begriff dann endlich erklärt.
Der Testfall
Für den Test wurde ein recht einfacher Steuerfall konstruiert: Matthias Schulze, geboren am 13. April 1970, ist ledig, evangelisch und lebt in Baden-Württemberg zusammen mit seiner Freundin Clarissa. Von der Mutter seiner Tochter Katja, geboren am 21. Juli 1995, lebt er getrennt; die Tochter lebt bei der Mutter, die auch das Kindergeld erhält. Als Angestellter hat er ein Jahresbruttoeinkommen von 38.520 Euro.
Davon hat sein Arbeitgeber im Laufe des Jahres 7.233,00 Euro Lohnsteuer, 342,84 Euro Soli und 498,72 Euro Kirchensteuer ans Finanzamt abgeführt. Die Arbeitnehmerbeiträge von Matthias zur den einzelnen Sozialversicherungen betrugen: Rentenversicherung 3.832,68 Euro, Arbeitslosenversicherung 539,28 Euro, Krankenversicherung 3.100,86 Euro und Pflegeversicherung 375,60 Euro.
Matthias ist im Jahr 2009 an 225 Tagen je 17 km zur Arbeit gefahren und hatte zudem Ausgaben von 50 Euro für Fachliteratur und 250 Euro für eine berufliche Fortbildung. Außerdem hat er 1.480 Euro in eine Riester-Rente eingezahlt, sein Einkommen 2008 betrug 37.000 Euro. Seine Kfz-Haftpflichtversicherung kostet 450 Euro im Jahr, seine Privat-Haftpflichtversicherung 100 Euro.
- Seite 1: Erste Schritte
- Seite 2: Verwirrende Eingabefelder
- Seite 3: Musterbriefe und andere Extras
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Kommentare: Steuersoftware im Test: Quicksteuer SE 2010 (1)
Im Forum diskutieren: News - Steuersoftware im Test: Quicksteuer SE 2010
Thema: News - Steuersoftware im Test: Quicksteuer SE 2010
18.02.10 13:31
Und um wieviel lag das Programm jetzt im Erstattungsbetrag daneben?