Auch für Umsatz- und Gewerbesteuererklärung
Steuersoftware im Test: Taxman
Taxman ist sozusagen der "große Bruder" des Programms QuickSteuer und kommt ebenfalls aus dem Hause Lexware. Im Gegensatz zur QuickSteuer-Anwendung unterstützt Taxman den Anwender auch bei der Umsatz- und Gewerbesteuererklärung sowie der gesonderten und einheitlichen Feststellung.

Taxman: Ansicht zur Auswahl der Steuererklärung.
Inhaltsverzeichnis
- 1Erster Eindruck
- 2Oberfläche und Bedienung
- 3Schwache Prüffunktion
- 4Hilfreiche Bibliothek mit Tipps und Urteilen
- 5Fazit: Umfassendes Angebot mit Schwächen
- 6Steuersoftware im Test
- 7Promotion
Erster Eindruck
Die Verwandtschaft zu QuickSteuer zeigt sich auch an einigen Elementen der Oberflächengestaltung - und an der Führung des Anwenders durch seinen Steuerfall mit den nahezu identischen Schritten "Eingabe", "Steuerprüfer", "Steuerberechnung", "Formulare" -bei QuickSteuer unter "Druck" zusammengefasst, "Elster" und "Ende". Allerdings ist Taxman wesentlich umfassender und ermöglicht auch die Umsatz- und Gewerbesteuererklärung und die gesonderte und einheitliche Feststellung.
Die Eingabeoberfläche selbst ist hochformatig mit drei Bereichen aufgebaut: links die Navigation, in der Mitte der Eingabebereich und rechts der Bereich für Hilfe und weitergehende Informationen. Der optische Eindruck ist moderner und hochwertiger als bei QuickSteuer, was sich natürlich auch im höheren Preis von Taxman widerspiegelt. Allerdings dürften unter der Oberfläche dieselben Rechen- und Prüfalgorithmen genutzt werden, wodurch sich auch bestimmte Effekte wiederholen.
Oberfläche und Bedienung
So werden auch hier einige Tipps einfach abgespult: Beispielsweise wird im Fenster "Familienstand" der Steuer-Spar-Tipp "Zusammenveranlagung nach Versöhnungversuch" automatisch geöffnet und nicht erst dann, wenn der Anwender einen entsprechenden Familienstand eingegeben hat. Für den ledigen Matthias aus dem Testfall ist dieser Tipp völlig egal.

Taxman: Zu voreilig - wenig hilfreicher Tipp für den ledigen Steuerpflichtigen
Das trifft auch auf viele andere Dialoge zu, wo der Tipp schon beim Öffnen der Seite angezeigt wird, anstatt erst einmal die Angaben auszuwerten und den Tipp nur dann zu öffnen, wenn eine entsprechende Datenkonstellation vorliegt. So besteht die Gefahr, dass man diese Tipps genervt abschaltet und dann auch die nicht zu sehen bekommt, die für die eigenen Verhältnisse zutreffen.
Der Testfall
Für den Test wurde ein recht einfacher Steuerfall konstruiert: Matthias Schulze, geboren am 13. April 1970, ist ledig, evangelisch und lebt in Baden-Württemberg zusammen mit seiner Freundin Clarissa. Von der Mutter seiner Tochter Katja, geboren am 21. Juli 1995, lebt er getrennt; die Tochter lebt bei der Mutter, die auch das Kindergeld erhält. Als Angestellter hat er ein Jahresbruttoeinkommen von 38.520 Euro.
Davon hat sein Arbeitgeber im Laufe des Jahres 7.233,00 Euro Lohnsteuer, 342,84 Euro Soli und 498,72 Euro Kirchensteuer ans Finanzamt abgeführt. Die Arbeitnehmerbeiträge von Matthias zur den einzelnen Sozialversicherungen betrugen: Rentenversicherung 3.832,68 Euro, Arbeitslosenversicherung 539,28 Euro, Krankenversicherung 3.100,86 Euro und Pflegeversicherung 375,60 Euro.
Matthias ist im Jahr 2009 an 225 Tagen je 17 km zur Arbeit gefahren und hatte zudem Ausgaben von 50 Euro für Fachliteratur und 250 Euro für eine berufliche Fortbildung. Außerdem hat er 1.480 Euro in eine Riester-Rente eingezahlt, sein Einkommen 2008 betrug 37.000 Euro. Seine Kfz-Haftpflichtversicherung kostet 450 Euro im Jahr, seine Privat-Haftpflichtversicherung 100 Euro.
- Seite 1: Erster Eindruck
- Seite 2: Schwache Prüffunktion
Das könnte Sie auch interessieren
- Steuersoftware im Test: Tax 2010
- Steuersoftware im Test: WISO Sparbuch 2010
- Steuersoftware im Test: Quicksteuer SE 2010
- Download: MAXTAX Steuersparen
- Download: Steuer-Spar-Erklärung
Links zum Thema
Jetzt sind Sie dran: Trackbacks und Re-Tweets
Trackbacks
Schreiben Sie in Ihrem Blog über diesen Artikel und Sie erscheinen mit Ihrem Blog-Eintrag hier...
Re-Tweets
... oder Sie twittern über diesen Artikel und verewigen sich mit Ihrem Profilbild, hier


Kommentare: Steuersoftware im Test: Taxman (1)
Im Forum diskutieren: News - Steuersoftware im Test: Taxman
Thema: News - Steuersoftware im Test: Taxman
21.05.10 10:29
Für Einkommenssteuer Erklärungen funktioniert Taxman recht gut.
Erhofft man sich jedoch eine Arbeitserleichterung bei anderen Erklärungsarten, z.B. einheitliche gesonderte Gewinnfeststellung wird man schwer enttäuscht: Bei der Datenübernahme wird daraus plötzlich eine Einkommenssteuererklärung (völlig nutzlos). Frustriert macht man sich dann ans neue Eintippen der Stammdaten und hofft auf die nächste verbesserte Version. Seit Jahren leider vergeblich!
Also Tester: nicht nur an der Oberfläche herumprobieren sondern alle ausgelobten Funktionen testen. Dann wären Tests auch hilfreich.