Leistungsfähiges und umfangreiches Programm

Steuersoftware im Test: Tax 2010



16.02.2010 15:02 Uhr

Tax 2010 stammt wie die bekannte WISO-Software aus dem Hause Buhl. Die nach den Updates jeweils identischen Build-Nummern lassen darauf schließen, dass sich hier – ähnlich wie bei QuickSteuer und Taxman – zwei Programme dieselbe Software-Basis teilen und die Anwender "nur" jeweils unterschiedliche Oberflächen zu sehen bekommen.

Tax 2010
Tax 2010: Vorbildliche Hilfe (rechts): Infos zum Dialog als Ganzes (oben) und zum jeweiligen Eingabefeld (darunter).

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Erste Schritte
  2. 2Oberfläche und Bedienung
  3. 3Hilfreiche Prüf-Funktion
  4. 4Umfangreiche Zusatzdienste verschämt versteckt

Erste Schritte

Über den "Steuermanager" kann man die verschiedenen Programmfunktionen von Tax 2010 starten. Durch die Steuererklärung führt auf Wunsch der "tax-Lotse", wobei sich genauere Informationen zu diesem Helfer erst aufrufen lassen, wenn der Anwender Name, Geburtstag und Familienstand eingegeben hat. Der "tax-Lotse" ist ein Interview-Modus, in dem sich der Anwender über Fragen durch das Programm führen lassen kann, um so auch wirklich alle wichtigen Themen zu bearbeiten. Das ist vor allem für Laien ein ausgesprochen komfortabler Weg zur fertigen Steuererklärung.

Oberfläche und Bedienung

Werbung

Der Eingabedialog ist viergeteilt, wobei links die Themenleiste und das gerade bearbeitete Thema als Navigation dienen, dann der eigentliche Eingabedialog folgt und rechts die Hilfe zur Verfügung steht. Die Themenleiste kann auch ausgeblendet werden, dann teilen sich nur drei Bereiche den Bildschirm.

Die Hilfe selbst ist ebenfalls viergeteilt – oben gibt es allgemeine Informationen zum jeweiligen Dialog, darunter spezielle Informationen zum gerade bearbeiteten Feld, dann kann man Gesetzestexte, Urteile, Verwaltungsanweisungen und anhängige Verfahren zum gerade bearbeiteten Thema aufrufen, die in einem eigenen Fenster geöffnet werden. Darunter finden sich noch Links auf Foren - wobei der Anwender dann in den WISO-Foren landet - und Bedienhinweise. Das Ganze ist trotz der Informationsfülle hübsch aufgeräumt, allerdings lässt sich das Hilfefenster leider nicht als eigenständiger Task in den Hintergrund verschieben.

Der Testfall

Für den Test wurde ein recht einfacher Steuerfall konstruiert: Matthias Schulze, geboren am 13. April 1970, ist ledig, evangelisch und lebt in Baden-Württemberg zusammen mit seiner Freundin Clarissa. Von der Mutter seiner Tochter Katja, geboren am 21. Juli 1995, lebt er getrennt; die Tochter lebt bei der Mutter, die auch das Kindergeld erhält. Als Angestellter hat er ein Jahresbruttoeinkommen von 38.520 Euro.

Davon hat sein Arbeitgeber im Laufe des Jahres 7.233,00 Euro Lohnsteuer, 342,84 Euro Soli und 498,72 Euro Kirchensteuer ans Finanzamt abgeführt. Die Arbeitnehmerbeiträge von Matthias zur den einzelnen Sozialversicherungen betrugen: Rentenversicherung 3.832,68 Euro, Arbeitslosenversicherung 539,28 Euro, Krankenversicherung 3.100,86 Euro und Pflegeversicherung 375,60 Euro.

Matthias ist im Jahr 2009 an 225 Tagen je 17 km zur Arbeit gefahren und hatte zudem Ausgaben von 50 Euro für Fachliteratur und 250 Euro für eine berufliche Fortbildung. Außerdem hat er 1.480 Euro in eine Riester-Rente eingezahlt, sein Einkommen 2008 betrug 37.000 Euro. Seine Kfz-Haftpflichtversicherung kostet 450 Euro im Jahr, seine Privat-Haftpflichtversicherung 100 Euro.

Hilfreiche Prüf-Funktion

Beim Verlassen der jeweiligen Dialoge werden die Eingaben auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Die Prüfung wird auch farblich unterstützt, bei Bedarf gibt es zusätzliche Informationen, warum bestimmte Angaben wichtig sind. Und hier fällt nun auch endlich auf, dass das Kind durch einen Zahlendreher älter ist als der Steuerpflichtige.

Tax 2010
Tax 2010: Hervorragend: Deutliche optische Anzeige bei fehlenden oder falschen Daten.

Und diesen Fehler kann der Anwender auch nicht ignorieren - sondern er kann den Dialog erst verlassen, nachdem er alle Daten in Ordnung gebracht habe. Auch die weiteren Daten werden dann sofort angepasst, weil das Kind nunmehr jünger als 18 Jahre ist und bestimmte Angaben nicht mehr nötig sind. Ebenso wohltuend, dass das Programm aufgrund der Angaben aus dem Testfall sofort erkennt, dass der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende nicht in Frage kommt.

Ein paar kleinere Wermutstropfen gibt es dann aber doch: So fragt der Tax-Lotse den Anwender unvermittelt nach seinem Anteil an einem selbst genutzten Objekt, auch wenn er vorab angegeben hat, dass er zum Thema "selbstgenutzte Immobilie" keine Angaben machen möchte. Und die Plausibilitätsprüfung wirft zwar den Hinweis aus, dass die Zahl der "steuerlichen" Kinder nicht mit der Zahl der Kinder bei der Riester-Rente übereinstimmt, aber der Sprung in den betreffenden Dialog ist durch einen fehlenden Link in der Anzeige nicht möglich.

Seite 1 | 2 | »

Das könnte Sie auch interessieren

Links zum Thema



Jetzt sind Sie dran: Trackbacks und Re-Tweets

blank
blank

Trackbacks

Schreiben Sie in Ihrem Blog über diesen Artikel und Sie erscheinen mit Ihrem Blog-Eintrag hier...

Re-Tweets

... oder Sie twittern über diesen Artikel und verewigen sich mit Ihrem Profilbild, hier


Kommentare: Steuersoftware im Test: Tax 2010 (1)

  1. 1News - Steuersoftware im Test: Tax 2010
  2.  

Im Forum diskutieren: News - Steuersoftware im Test: Tax 2010

Thema: News - Steuersoftware im Test: Tax 2010

Robikon
17.02.10 09:01

T@x 2010 kostet für den Privatanwender unter 15€. Der Preis von 35€ bezieht sich anscheinend auf die Professional-Version.

Ich benutzte T@x 2010 übrigens bereits seit ein paar Jahren und bin bis jetzt soweit zufrieden.


(1) Kommentare

Kommentar schreiben

Kommentieren: News - Steuersoftware im Test: Tax 2010




 

Videos

Samsung WB2000

Samsung WB2000 - Video
Sony Open Planet Ideas
Anzeige
Software Updates

Aktuelle Meldungen

Twitter Neue Re-Tweets

Twitter Top-Follower

Download-Tipps

MP3 des Tages Unser Tipp

Forum Neue Beiträge

Werbung

News-Archiv | Software-Archiv