Leistungsfähiges und umfangreiches Programm

Steuersoftware im Test: Tax 2010

Tax 2010 stammt wie die bekannte WISO-Software aus dem Hause Buhl. Die nach den Updates jeweils identischen Build-Nummern lassen darauf schließen, dass sich hier – ähnlich wie bei QuickSteuer und Taxman – zwei Programme dieselbe Software-Basis teilen und die Anwender "nur" jeweils unterschiedliche Oberflächen zu sehen bekommen.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Erste Schritte
  2. 2Oberfläche und Bedienung
  3. 3Hilfreiche Prüf-Funktion
  4. 4Umfangreiche Zusatzdienste verschämt versteckt

Erste Schritte

Über den "Steuermanager" kann man die verschiedenen Programmfunktionen von Tax 2010 starten. Durch die Steuererklärung führt auf Wunsch der "tax-Lotse", wobei sich genauere Informationen zu diesem Helfer erst aufrufen lassen, wenn der Anwender Name, Geburtstag und Familienstand eingegeben hat. Der "tax-Lotse" ist ein Interview-Modus, in dem sich der Anwender über Fragen durch das Programm führen lassen kann, um so auch wirklich alle wichtigen Themen zu bearbeiten. Das ist vor allem für Laien ein ausgesprochen komfortabler Weg zur fertigen Steuererklärung.

Oberfläche und Bedienung

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Der Eingabedialog ist viergeteilt, wobei links die Themenleiste und das gerade bearbeitete Thema als Navigation dienen, dann der eigentliche Eingabedialog folgt und rechts die Hilfe zur Verfügung steht. Die Themenleiste kann auch ausgeblendet werden, dann teilen sich nur drei Bereiche den Bildschirm.

Die Hilfe selbst ist ebenfalls viergeteilt – oben gibt es allgemeine Informationen zum jeweiligen Dialog, darunter spezielle Informationen zum gerade bearbeiteten Feld, dann kann man Gesetzestexte, Urteile, Verwaltungsanweisungen und anhängige Verfahren zum gerade bearbeiteten Thema aufrufen, die in einem eigenen Fenster geöffnet werden. Darunter finden sich noch Links auf Foren - wobei der Anwender dann in den WISO-Foren landet - und Bedienhinweise. Das Ganze ist trotz der Informationsfülle hübsch aufgeräumt, allerdings lässt sich das Hilfefenster leider nicht als eigenständiger Task in den Hintergrund verschieben.

Der Testfall

Für den Test wurde ein recht einfacher Steuerfall konstruiert: Matthias Schulze, geboren am 13. April 1970, ist ledig, evangelisch und lebt in Baden-Württemberg zusammen mit seiner Freundin Clarissa. Von der Mutter seiner Tochter Katja, geboren am 21. Juli 1995, lebt er getrennt; die Tochter lebt bei der Mutter, die auch das Kindergeld erhält. Als Angestellter hat er ein Jahresbruttoeinkommen von 38.520 Euro.

Davon hat sein Arbeitgeber im Laufe des Jahres 7.233,00 Euro Lohnsteuer, 342,84 Euro Soli und 498,72 Euro Kirchensteuer ans Finanzamt abgeführt. Die Arbeitnehmerbeiträge von Matthias zur den einzelnen Sozialversicherungen betrugen: Rentenversicherung 3.832,68 Euro, Arbeitslosenversicherung 539,28 Euro, Krankenversicherung 3.100,86 Euro und Pflegeversicherung 375,60 Euro.

Matthias ist im Jahr 2009 an 225 Tagen je 17 km zur Arbeit gefahren und hatte zudem Ausgaben von 50 Euro für Fachliteratur und 250 Euro für eine berufliche Fortbildung. Außerdem hat er 1.480 Euro in eine Riester-Rente eingezahlt, sein Einkommen 2008 betrug 37.000 Euro. Seine Kfz-Haftpflichtversicherung kostet 450 Euro im Jahr, seine Privat-Haftpflichtversicherung 100 Euro.

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