Foto-Freeware im Test: RawTherapee

Bearbeitungsprofil statt Stapelverarbeitung

Unter dem RGB-Histogramm in der rechten Seitenleiste bietet RawTherapee neben zwei vorgefertigten Profilen auch das Speichern eigener Einstellungen an. Das gestattet das Anwenden mehrerer Bearbeitungsschritte auf weitere Fotos. Die Funktion stellt zwar keinen vollwertigen Ersatz für eine Batch-Verarbeitung dar, erleichtert jedoch dennoch das Bearbeiten vieler Bilder mit den gleichen Einstellungen enorm.

Metadaten bearbeiten

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Raw Therapee erkennt in der Bilddatei abgelegte Metadaten. Die Bilddaten geben beispielsweise Auskunft über die verwendete Kamera, Brennweite oder die Aufnahmezeit des Bildes. Der Reiter "Metadata" gestattet das Bearbeiten dieser Daten. Über den Unterreiter "IPTC" erhält der Anwender außerdem Zugriff zu Schlagwort-Einträgen etwa zu Autor, Copyright oder Aufnahmeort. Besonders die IPTC-Verschlagwortung hilft bei der Verwaltung großer Bilddatenbanken, da sich die Bilder auch anhand der Einträge sortieren lassen.

RAW-Konvertierung

Bereits der Programmname weist auf eine der Stärken der Foto-Freeware hin. RAW Therapee gestattet neben dem Darstellen und Bearbeiten der Rohdateien auch deren Export in die Formate JPEG, FIFF und PNG mit einer Farbtiefe von bis zu 16 Bit. Je nachdem, wie viele Änderungen der Anwender vor dem Konvertieren vornimmt, dauert der Umwandlungsvorgang für ein Bild allerdings auf schwächeren Rechnern bis zu einer Minute.

RawTherapee JPEG
Aus einer RAW-Datei macht RawTherapee eine JPEG-, TIFF- oder PNG-Datei.

Weiterverarbeitung in anderen Programmen

Für die Weiterverarbeitung der Bilder in anderen Programm bietet Raw Therapee eine "Editor"-Schaltfläche an, die ein externes Bildbearbeitungsprogramm öffnet. Dazu richtet der Anwender zunächst das entsprechende Programm nach einem Klick auf die "Einstellungen"-Schaltfläche ein. Das neu geöffnete Fenster schlägt Photoshop und das kostenlose Bildbearbeitungsprogramm "Gimp" vor. Nach Eintrag des kompletten Dateipfads ruft RawTherapee aber auch die meisten anderen Foto-Programme als externen Editor auf. Gimp-Anwender sollten bedenken, dass die beiden Programme nur dann zusammen arbeiten, wenn das Gimp-Plug-in "Ufraw" nicht installiert ist.

RawTherapee 3 auf dem Weg

Die aktuelle stabile Ausgabe von Raw Therapee trägt die Versionsnummer 2.4.1. Die Entwickler der Software arbeiten allerdings bereits an einer neuen Ausgabe des Fotoprogramms. Die bereits verfügbare Alpha-Version von Raw Therapee 3 hat jedoch noch mit einigen Stabilitätsproblemen zu kämpfen. Zu den neuen Funktion der Aplha-Ausgabe gehören eine Batch-Verarbeitung, Multi-Tab-Darstellung und ein Korrekturwerkzeug für Pixelfehler.

Fazit: Workflow ohne Batch-Verarbeitung

Das kostenlose RawTherapee beherrscht das Darstellen, Bearbeiten und Konvertieren von RAW-Dateien. Die übersichtlich gestaltete Benutzeroberfläche bietet schnellen Zugriff auf die vielen Funktion der Freeware. Die Arbeitsgeschwindigkeit ist auch auf schwachen Systemen ausreichend, für schnelle Arbeitsabläufe sollte aber schon aktuelle Hardware auf dem System laufen.

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Einen dicken Minuspunkt erhält die Software jedoch für die fehlende Batch-Verarbeitung. Diese ist jedoch für die anstehende dritte Version von Raw Therapee angekündigt. Bis zu deren Veröffentlichung bleibt den Nutzern von Raw Therapee nur die mühsame Einzelverarbeitung.

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