RAW-Dateien verwalten, bearbeiten und konvertieren

Foto-Freeware im Test: RawTherapee

Die kostenlose Anwendung RawTherapee bearbeitet und konvertiert nicht nur RAW-Bilddateien. Für Retuscheaufgaben stehen auch für JPEG-Bilder und andere Formate viele Einstellungen und Filter zur Verfügung. Dank der übersichtlichen Benutzeroberfläche kommen auch unerfahrene Nutzer schnell zu guten Ergebnissen.

RawTherapee Oberfläche
RawTherapee: Übersichtliche Oberfläche trotz vieler Funktionen.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Installation und Programmstart
  2. 2Gute Bedienung, ausreichende Arbeitsgeschwindigkeit
  3. 3Bildbearbeitung ohne Vorschau
  4. 4Bearbeitungsprofil statt Stapelverarbeitung
  5. 5Metadaten bearbeiten
  6. 6RAW-Konvertierung
  7. 7Weiterverarbeitung in anderen Programmen
  8. 8RawTherapee 3 auf dem Weg
  9. 9Fazit: Workflow ohne Batch-Verarbeitung

Immer mehr Hobbyfotografen nutzen digitale Spiegelreflexkameras, die Bilder auf Wunsch auch im Rohdatenformat RAW ablegen. Die Freeware "RawTherapee" verwaltet und bearbeitet neben häufig verwendeten Formaten wie JPEG-, TIFF-, und PNG-Dateien auch RAW-Bilder und konvertiert die Aufnahmen auf Wunsch auch in die genannten Formate. Das Fotoprogramm arbeitet unter den 32-Bit-Versionen von Windows 2000 bis Windows 7 sowie unter Linux.

Installation und Programmstart

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Die Installationsdatei beansprucht 11,7 Megabyte Festplattenspeicher, das installierte Programm rund 55 Megabyte. Besonders Nutzer von Adobe Lightroom oder Apple Aperture finden sich beim ersten Programmstart von Raw Therapee schnell zurecht. Die linke Seitenleiste umfasst den Dateibrowser und liefert erste Bildinformationen, das Hauptfenster dient zur Anzeige der Fotos. Die rechte Seitenleiste führt Werkzeuge für die Bildbearbeitung auf. Die Benutzeroberfläche wirkt trotz des umfangreichen Funktionsangebots übersichtlich.

Die Freeware verfügt auch über eine deutsche Menüführung, die der Anwender durch Klick auf "Preferences" am unteren rechten Bildrand und dem Aufklappmenü hinter dem Eintrag "Language" aktiviert. Nach einem Programmneustart übernimmt RawTherapee die Änderung.

Gute Bedienung, ausreichende Arbeitsgeschwindigkeit

Über den Datei-Browser steuert der Anwender das gewünschte Bildverzeichnis an. Nach einem Doppelklick auf einen Ordner zeigt die Vorschauleiste unter dem Anzeigefenster dessen Inhalt als Miniaturkacheln an. Bereits hier gestattet RawTherapee das Bewerten der Bilder anhand von Sternen. Der Doppelklick auf eine Bilddatei stellt diese im großen Anzeigebereich dar und gestattet das Bearbeiten der Aufnahme.

Die Darstellung von RAW-Dateien, sowohl im Vorschaufenster als auch im Anzeigebereiche, verrichtete die Software auch auf einem Rechner mit Intel Atom-Prozessor mit ausreichender Geschwindigkeit. Beim Verwalten, Bearbeiten und Konvertieren großer Mengen von RAW-Bildern kommen besonders ältere Rechner jedoch schnell an ihre Grenzen - denn die digitalen Fotos benötigen bis zu fünf Mal mehr Speicherplatz als JPEG-Bilder in gleicher Auflösung.

Bildbearbeitung ohne Vorschau

Nach dem Auswählen eines Bildes per Doppelklick stehen dem Anwender über die rechte Seitenleiste und deren Reiter verschiedene Einstellungen und Filter zur Bildbearbeitung zur Verfügung. Dazu bietet RawTherapee unter anderem Regler zum Ändern der Helligkeit, des Kontrasts oder zum Schärfen an. Erwähnenswert ist zudem die Weitwinkel-Objektiv-Korrektur, die der Anwender unter dem Reiter "Verändern" findet. Zum Ändern eines Parameters genügt das einfache Bewegen eine Reglers mit der Maus.

Die Auswirkungen auf das Bild zeigt das Programm allerdings nur per RGB-Kurve an. Erst nach der Bestätigung der Änderungen erscheinen die vorgenommenen Korrekturen auf der Großansicht im Hauptprogrammfenster. Dafür zeigt die Freeware im Bereich "Abfolge der Änderungen" auf der linken Bildschirm-Seite alle vorgenommenen Einstellungen an und gestattet so auch das Zurücknehmen mehrerer Arbeitsschritte.

RawTherapee bearbeiten
Die Reiter der rechten Seitenleiste bietet eine Vielzahl an Einstellungen und Filtern.

Leider beherrscht RAW-Therapee keine Batch-Verarbeitung zum gleichzeitigen Bearbeiten mehrerer Bilddateien. Besonders beim Bearbeiten einer Fotoreihe bedeutet dies ein erhebliches Mehr an Zeit- und Arbeitsaufwand für den Anwender.

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