Kompaktes Smartphone mit kostenloser Navigations-Software
Handy-Star ohne Allüren: Nokia E52 im Test
Mit dem ausschließlich in der Farbe "Metal Grey Aluminium" erhältlichen Modell E52 hat Nokia ein äußerlich schlichtes Business-Handy im Programm, das durch kompakte Abmessungen und perfekte Verarbeitung punktet. Zum Preis von 269 Euro ist es ein gelungenes Handy, das auch als Fußgänger-Navi überzeugt.
Nokia E52: Das Nokia E52 ist ein Business-Handy, das durch kompakte Abmessungen und perfekte Verarbeitung punktet. Zum Video: Nokia E52
Inhaltsverzeichnis
- 1Verarbeitung
- 2Bedienung
- 3Multimedia
- 4Surfen im Netz
- 5Navigation
- 6Fazit
Es muss nicht immer der schwere Smartphone-Brocken mit Volltastatur und Touchscreen sein. Das Nokia E52 verdient auf Grund der gehobenen Ausstattung ebenfalls den Namen Smartphone, passt dank Abmessungen von 116 x 49 x 9,9 Millimetern aber garantiert in jede Jacken- und Hosentasche. Das Gewicht beträgt lediglich 98 Gramm. Dennoch bietet es schnellen Internetzugang, kostenlose GPS-Navigation und lange Akkulaufzeiten.
Verarbeitung
Der Materialmix aus Kunststoff und dünnem Metall fühlt sich in den Händen sehr solide an. Obwohl das E52 vergleichsweise leicht in der Hand liegt, ist es sehr verwindungsteif. Auch unter Belastung gibt das Gehäuse nicht nach oder verursacht Geräusche. Die Akkuabdeckung besteht aus sehr dünnem, angerauten Metall, die Front größtenteils aus Kunststoff. Beide Seiten blieben den Testzeitraum über kratzerfrei.
Das 2,4-Zoll-Display bietet eine Bildschirmdiagonale von 6,1 Zentimetern und eine Auflösung von 240 x 320 Pixeln. Die Steuerung übernimmt der Nutzer allerdings nicht mit Hilfe des Displays, sondern ganz klassisch ausschließlich über Hardwaretasten. Und davon tummeln sich unterhalb der Anzeige eine ganze Menge.
Auf der daumenbreiten Fläche unterhalb des Displays bringt Nokia stolze 13 Tasten unter, darunter auch die für die E-Serie charakteristische E-Mail-Taste und ein Fünf-Wege-Steuerkreuz. Darunter befindet sich der Nummernblock. Bis auf die E-Mail- und die Home-Taste, die beide etwas schwammig eingelassen sind, sitzen sämtliche Drücker fest im Gehäuse und bieten einen angenehm präzisen Druckpunkt.
Bedienung
Auf dem Nokia E52 ist Symbian S60 in der Version 3.2.3 installiert. Nokia-Neulinge finden sich schnell zurecht in den Tiefen des Menüs. Einträge wählt der Nutzer mit Hilfe des Steuerkreuzes aus, ein Druck in dessen Mitte bestätigt einen Menü-Eintrag. Die wichtigsten Programm-Shortcuts kann der Nutzer auf den Startbildschirm legen. Auch Informationen zu Akkustand, Netzabdeckung und anstehenden Terminen finden sich dort.
Nokia E52
Das Nokia E52 ist für ein gut ausgestattetes Smartphone sehr klein geraten.
Hauptgründe für die knappen Abmessungen sind die fehlende Volltastatur und der relativ kleine 2,6-Zoll-Bildschirm.
Auf Grund der Abmessungen passt das Gerät aber auch in jede Hosen- und Hemdtasche.
Die rückseitige Abdeckung besteht aus dünnem Metall. Die Digitalkamera löst mit maximal fünf Megapixeln auf.
Praktisch ist der so genannte Modus-Wechsler. Ein Druck auf das Symbol hat zur Folge, dass das E52 beispielsweise vom Arbeits- in den Freizeitmodus wechselt und dabei Hintergrundbilder und Systemklänge anpasst. Im Test dauerte dieser Vorgang streckenweise bis zu einer Minute. Viele weitere kostenlose und kostenpflichtige Programme stehen im Nokia Ovi Store zum Download bereit.
Installierte Software
Das Programm Quickoffice ermöglicht das Lesen, Bearbeiten und Erstellen von Dokumenten, Präsentationen und Tabellen. Der für ein Smartphone sehr kleine Bildschirm und die abgespeckte Tastatur des Nokia E52 erlauben es aber nicht, umfangreiche Änderungen oder das Verfassen längerer Texte komfortabel zu gestalten. Für das Betrachten von Textdokumenten inklusive kleinerer Änderungen durch den Nutzer reicht die Hardware aber in jedem Falle aus.
Zur guten Office-Ausstattung gehören auch die installierten Programme Adobe PDF-Reader, Wireless Presenter, Währungsrechner, Notiz- und Zip-Programm. Natürlich finden sich nicht nur Business- sondern auch Multimedia-Programme ab Werk auf dem Testgerät. Neben kleineren Spielen wie Tetris oder Solitäre sowie dem N-Gage-Portal bietet das E52 auch ein Programm für das Medien-Streaming sowie den Windows Live Messenger.
Ein gut bestücktes Smartphone in einer kompakten Hülle: Nokia E52.
Multimedia
Die Digitalkamera liefert eine Auflösung von maximal 3,2 Megapixeln, das Objektiv liegt ungeschützt auf der Geräte-Rückseite. Eine zweite Kameralinse auf der Front dient der Video-Telefonie, sie lässt sich auch für Selbstporträts zuschalten. Durch einen Druck auf die seitlich angebrachten Zusatztasten wird der Kameramodus bei deaktivierter Tastensperre gestartet.
Mit einer Auslöseverzögerung von etwa 1,5 Sekunden ist das Nokia E52 schnappschusstauglich. Die Qualität der Aufnahmen ist durchwachsen. Durch viele Bilder zieht sich ein leichter Blaustich. Die direkt neben dem Objektiv platzierte Foto-LED leuchtet Objekte, die weiter als einen Meter entfernt liegen, nur ungenügend aus. Eine Hand voll Effektprogrammen soll dem Handy-Fotografen die Einstellarbeit erleichtern. Besonders praktisch ist der Panorama-Modus, der aus mehreren Einzelbildern automatisch ein großes Gesamtbild zusammensetzt.
Auch Videos zeichnet das Nokia-Smartphone auf, deren Länge nur durch den zu Verfügung stehenden Speicherplatz begrenzt ist. Maximal landen die Clips in VGA-Qualität auf der im Lieferumfang enthaltenen microSD-Karte. Diese bietet eine Kapazität von einem Gigabyte - maximal darf die Größe des austauschbaren Speichers 16 Gigabyte betragen, um vom Nokia E52 erkannt zu werden.
Durchs Internet surft das Nokia E52 schnell - nur der kleine Bildschirm setzt dem Vergnügen enge Grenzen.
Unterhaltung liefert der installierte MP3-Player, der im Zusammenspiel mit den mitgelieferten In-Ear-Kopfhörern einen akzeptablen Klang erzeugt. Die Kopfhörer dienen dank integriertem Mikrofon gleichzeitig als Headset. Geht während der Musikwiedergabe ein Anruf ein, pausiert die Musik automatisch. Ein Radio, für dessen Nutzung die Kopfhörer zwingend angeschlossen sein müssen, sorgt für weitere Abwechslung.
Surfen im Netz
Das Quadband-Handy geht zuhause oder im Café per WLAN ins Netz. Unterwegs stehen die Funkstandards GPRS, EDGE, UMTS, HSDPA und HSUPA zu Verfügung. Die meisten Käufer des Nokia E52 werden die Funk-Optionen wahrscheinlich nur für kurze Ausflüge ins weltweite Datennetz oder zum Abrufen von E-Mails nutzen - für längere Aufenthalte im Web ist der Bildschirm des E52 einfach zu klein und die Bedienung des Nokia-eigenen Browsers zu umständlich.
Navigation
Auf dem E52 lässt sich das kostenlose Fußgänger- und Auto-Navigationsprogramm Ovi Karten von Nokia installieren. Das macht das Smartphone zwar auf Grund des kleinen Bildschirms nicht zum vollwertigen Navi-Ersatz. Dennoch ist vor allem die Fußgänger-Navigation praktisch. Sämtliche Karteninhalte liegen offline vor. Kostspielige Datenverbindungen von unterwegs kann der Nutzer so komplett umgehen. Der eingebaute Kompass richtet den Karteninhalt automatisch nach der Blickrichtung aus.
Das Testgerät nimmt schnell Satellitenkontakt auf, und die zielgeführte Navigation kann beginnen. Im KFZ-Modus kündigt eine gut verständliche Sprachausgabe Abbiegevorgänge über die internen Lautsprecher an. Der Nutzer kann zwischen unterschiedlichen Darstellungsformen, darunter eine 3D- und eine Nachtansicht, wählen. Auf Grund der geringen Abmessungen eignet sich das Nokia E52 mit entsprechendem Zubehör sogar für die Fahrrad-Navigation.

Fußgänger-Navigation nur kostenpflichtig:Ärgerlich ist,dass die Route zwar angezeigt wird, das gerät aber danach sofort kostenpflichtig online gehen will oder die Route nicht mehr anzeigt.
Diese 13(!) Kurzwahltasten sind ein Katastrophe. Am schlimmsten ist der 5-Wege-Block in der Mitte. Ein Druck auf "rechts" ohne gleich in das SMS-Menü zu kommen, ist fast unmöglich. Wird so etwas...
Wenn man sich etwas an das Symbian gewöhnt hat und z.b. Opera Mini installiert ist das Gerät echt eine Alternative.
In der Praxis leider umständlich in der Handhabung. Da mag es noch so werthaltig verarbeitet sein. Ich ärgere mich täglich über das Teil und werde mir so bald wie möglich ein anderes Handy zulegen. Nach 10 Jahren...