Konkurrenz für Facebook und Twitter
Buzz: Google startet Soziales Netzwerk
Es war nur eine Frage der Zeit, bis Google auch in das Geschäft mit den Sozialen Netzwerke einsteigt. Und der Suchmaschinenbetreiber hat sich lange Zeit gelassen. Auf seiner gestrigen Pressekonferenz stellte der Konzern dann die neue Funktion mit dem Namen "Buzz" vor.
Start in den nächsten Wochen geplant
Basieren wird der neue Dienst nach Angaben von Google auf dem E-Mail Angebot Googlemail. Der Dienst hat bereits über 140 Millionen Benutzer weltweit, die in den nächsten Wochen unter der Adresse "www.google.com/buzz" auch auf Buzz zugreifen können sollen. Der neue Dienst gestattet den Mitgliedern - ähnlich wie etwa die Portale Facebook oder StudiVZ - Bilder, Videos und kurze Textmitteilungen auszutauschen.
Google erlaubt auch Übermittlung von GPS-Daten
Besonderen Wert legen die Entwickler auch auf Mobilität: Ein Zusatz-Programm soll dafür sorgen, dass Anwender auch unterwegs per Handy den eigenen Account aktuell halten können. Dabei ist es auch möglich, seinen Aufenthaltsort per GPS-Daten zu übermitteln. Eine weitere Funktion, mit dem sich Google von der Konkurrenz abheben will, stellt das automatisierte Erstellen von Kontaktlisten dar. Auf Grundlage der Kontakte, die Kunden von Googlemail bereits haben, werden automatisch Freundeslisten erstellt. Als Folge spart sich der Buzz-Nutzer das manuelle Versenden von Einladungen.
Statusmeldungen verschicken
Google hat bei der Entwicklung von Buzz scheinbar auch Twitter über die Schulter geschaut - und bindet neben der Netzwerkkomponente weitere Zusatzdienste ein. Die neusten Statusmeldungen werden beispielsweise auf Wunsch per E-Mail gesendet. So ist es nicht nötig, parallel den Posteingang und eine zusätzliche Buzz-Seite offen zu halten, um auf dem Laufenden zu sein. Google kündigte außerdem eine Funktion an, um Statusmitteilungen nach Relevanz sortiert werden.
Gleichzeitig soll es auch möglich sein, die Kurznachrichten öffentlich zugänglich zu machen. Dann erscheinen sie auf dem eigenen Buzz-Profil und lassen sich wie gewohnt per Browser abrufen. Google plant außerdem, mit anderen Anbietern zu kooperieren. So erscheinen in Zukunft auf Wunsch Nachrichten aus Twitter auch in Buzz, ebenso wie Fotos aus dem Bilderdienst Flickr.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 4 Beiträge
Na dann bekommen ja Communities wie http://www.goolive.de kräftig Konkurrenz. Allerdings finde ich die automatische Freundesliste nicht gut. Wer will schon seine Firmenkontakte in seiner Freundesliste haben???
@Sanstorm Twitter und Co. ist ja weit mehr als nur eine Nachricht. Es ist mittlerweile zu einem wahren Newsticker mutiert und wer Lust auf Neuigkeiten aus der ganzen Welt hat, folgt einfach den, die...
Google ist schon lange bei den sozialen Netzwerken am werkeln. Leider bisher immer nur auf die "Fre..." gefallen. Lediglich in Brasilien hat man bisher Erfolge feiern können. Vielleicht schafft es ja die Netzwelt,...
Irgendwie geht dieser Trend vollkommen an mir vorbei. Kann mir mal jemand sagen, was so toll daran ist, kurze Messages zu schreiben, die anschließend von dem Rest der Welt gelesen werden können? Ist das nicht...