PrePeat RP-3100 beschreibt PET-Folien
Gadget-Globus: Tonerloser Drucker recycelt Spezialpapier
Der japanische Hersteller Sanwa Newtec hat einen Drucker präsentiert, mit dem sich Spezialpapier bis zu 1.000 Mal bedrucken lässt. Durch einen thermischen Prozess brennt das Gerät die Schrift in spezielle PET-Folien. Der Clou: Der Drucker kommt ohne Toner aus, die Folien können mehrfach beschrieben werden.

Inhaltsverzeichnis
- 1Öko-Drucker beschreibt "Plastikpapier"
- 2Schwarzweißdruck zum stolzen Preis
- 3Tinte beim Drucken sparen
Öko-Drucker beschreibt "Plastikpapier"
Der "PrePeat RP-3100" ist zwar teuer - dafür schont er die Umwelt. So lange eine Druckfolie unversehrt bleibt, kann sie bis zu eintausend Mal wieder bedruckt werden. Dazu findet im Drucker jedes Mal ein Säuberungsprozess statt, bevor das "Papier" neu genutzt werden kann. Da während des Druckvorgangs weder Toner noch Tinte verbraucht werden, ist der PrePeat RP-3100 der derzeit umweltfreundlichste Drucker - so zumindest argumentiert der japanische Hersteller. Angeblich wird beim Druck kein Kohlendioxid freigesetzt, während beim klassischen Druck pro 1.000 Blatt umgerechnet 5,7 Kilogramm CO2 in die Atmosphäre abgegeben werden.
Schwarzweißdruck zum stolzen Preis
Nachteil der Technologie: Bislang kann der Drucker nur die Farben Schwarz oder Weiß darstellen. Der PrePeat-Drucker kostet stattliche 5.600 US-Dollar, eine PET-Folie - deren Größe grob der einer DIN A4-Seite entspricht - schlägt mit immerhin 3,35 US-Dollar zu Buche. Das Gerät ist bislang ausschließlich in Japan erhältlich. Der Anbieter hat aber bereits ein Formular für Kunden aus dem Ausland ins Netz gestellt, die mehr Informationen erhalten möchten - vielleicht kommt der Öko-Drucker also eines Tages doch noch auf den europäischen Markt.
Tinte beim Drucken sparen
Wer mit seinem Drucker bereits jetzt Tinte sparen und nicht unbedingt 5.600 Dollar für den PrePeat ausgeben möchte, kann sich die Gratis-Schrift "Ecofont" herunterladen. Der Zeichensatz basiert auf der Vera Sans-Schrift und lässt sich unter allen gängigen Windows- Mac-OS- und Linux-Versionen installieren. Der Trick: Die einzelnen Zeichen bestehen aus weniger Punkten als ihre Pendants aus gängigen Zeichensätzen, da beim Druck eines Buchstabens winzige Flächen ausgespart werden. Dadurch benötigt der Druck merklich weniger Tinte - die Buchstaben bleiben aber gut lesbar.

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