Freemail-Ratgeber: Das passende Angebot finden
Auf maximale Anhanggröße achten
Wer häufig und gerne Multimedia-Dateien oder andere Dokumente versendet, achtet bei der Freemailer-Wahl auf eine Online-Festplatte im Postfach. So kann der Nutzer auch unterwegs auf wichtige Dateien zugreifen. Der Internet-Speicherplatz lässt sich direkt aus dem Postfach öffnen, die Handhabung ist in der Regel einfach. Nützlich: Freunde und Bekannte können bei vielen Diensten per E-Mail benachrichtigt werden und dann per Freigabe auf hochgeladene Dateien zugreifen. Ernüchternd allerdings, dass einige Anbieter für die Online-Festplatte keinen separaten Speicher zur Verfügung stellen. In diesen Fällen verringern beispielsweise im Dateispeicher abgelegte Fotosammlungen den Speicherplatz für E-Mails.
Auch die maximale Größe des Dateianhangs spielt eine große Rolle bei der Entscheidung für oder gegen einen Freemailer. Die Bandbreite der Angebote reicht dabei von vier bis 35 Megabyte. Wer hauptsächlich Dokumente oder einfache Text-E-Mails verschickt, sollte in der Regel mit einer maximalen Anhanggröße von zehn Megabyte auskommen. Beim Verschicken etwa von Bildersammlungen, PDF-Dokumenten und größeren Präsentationen kommen schnell zwanzig oder mehr Megabyte zusammen - dann sollte im Anhang ausreichend Platz sein.
Versandkapazität erhöhen
Anzumerken ist, dass sich die maximale Anhanggröße bei Yahoo! Mail sogar noch auf bis zu 100 Megabyte ausbauen lässt. Für einige Nutzer interessant dürfte zudem die Möglichkeit bei Windows Live Hotmail sein, die Online-Festplatte Skydrive beim Versand großer Datenmengen einzusetzen: Bis zu zehn Gigabyte können pro E-Mail hochgeladen und auf diese Weise angebunden werden. Die Skydrive-Daten verschickt der Anwender allerdings nicht physisch - beim Fotoversand erhält der Empfänger etwa eine verkleinerte Ansicht der angehängten Dateien als sogenannte Thumbnails.
Viele Anwender nutzen ihr Freemail-Konto ausschließlich per PC-Desktop-Programm. Denn die Verwaltung der Nachrichten gelingt auf diese Weise schneller und die Bedienung ist einfacher. Zudem umgeht der Nutzer beim E-Mail-Versand Werbung unterhalb der Nachrichten, die die Anbieter bei der Kommunikation per Web-Interface gerne einblenden. Zum Abruf und Versand per Computer-Software stellen alle Anbieter im Test das POP3-Protokoll gratis zur Verfügung, einige bieten auch IMAP kostenlos an.
Sicherheit: Viren- und Spamschutz sind Standard
Nahezu alle aktuellen Dienste haben Viren- und Spamschutz integriert. Auch eine verschlüsselte Anmeldung über das https-Protokoll stellen nahezu alle Freemailer entweder standardmäßig oder optional zur Verfügung. Durch die Verschlüsselung wird die Sicherheit erhöht - Benutzername und Kennwort sind geschützt. Ungenügend allerdings, dass einige Anbieter die Sitzung selbst nicht absichern. So findet die Kommunikation bei Yahoo!, AOL oder GMX auf einer ungeschützten Webseite statt - ein mögliches Einfallstor für Hacker.
Der Nutzer muss bei allen Freemailern mit Werbung im Postfach rechnen, mit der die Anbieter ihre Dienste finanzieren. Aufklappende Fenster, kleine Textanzeigen oder große Werbebanner lassen sich im Web-Interface nicht umgehen. Besonders dreist sind Zwischenseiten, auf die der Nutzer direkt nach der Anmeldung gelangt. Beinahe alle Anbieter blenden außerdem Texnachrichten unter versendeten E-Mails ein. Google Mail verzichtet zwar auf Werbung in den E-Mails, durchsucht dafür aber Nachrichten nach Schlagwörtern und schaltet dazu passende Textwerbung im Postfach - das stößt auf Kritik von Datenschützern.
Offizielle Unterstützung bei Problemen
Bei Fragen zum E-Mail-Programm bieten alle Unternehmen eine Hilfe an, über die sich in der Regel viele Probleme lösen lassen. Alternativ beschreiben Anwender ihre Schwierigkeiten im Support-Forum; die Community dürfte auf viele Fragen hilfreiche Antworten parat haben. Nur in Notfällen ist ein Anruf bei der Service-Hotline anzuraten: Die Gebühren sind nämlich in der Regel hoch, für ein zehnminütiges Gespräch können so schnell 20 Euro fällig werden.
Bei Fragen und Problemen steht kostenlos die hilfsbereite Community im Netzwelt.de-Forum bereit. Eine Übersicht wichtiger Kriterien, bei der Auswahl eines passenden Freemail-Anbieters, bietet die, nach Anbietern sortierte, "Tabelle: Kostenlose E-Mail-Angebote im Vergleich".
Links zum Thema
- Web.de
- GMX
- Yahoo! Mail
- T-Online E-Mail Basic
- Arcor PIA basic
- Windows Live Hotmail
- Freenet Mail Basic
- AOL im Test
- Google Mail
