Vom Büropaket bis hin zur Webanwendung

Kostenlose Software: Geschenke von Microsoft, Oracle & Co.

Die großen Software-Konzerne nehmen jedes Jahr Milliarden für Lizenzen ein. Neben ihren kostenpflichtigen Produkten bieten die Unternehmen aber eine ganze Reihe kostenfreier Programme an, die meist kaum jemand kennt. Das Angebot der Software-Giganten reicht vom kleinen Hilfsprogramm bis zur Datenbankanwendung.

Lotus Symphony
Lotus Symphony Documents: Die neue Oberfläche erinnert nicht mehr an das sperrige Interface älterer Versionen. (Bild: IBM)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1IBM: Lotus Symphony als Office-Suite
  2. 2Download und Installation von Symphony
  3. 3Office-Suite auf Basis von OpenOffice.org
  4. 4Microsoft: Webanwendungen mit Visual Studio
  5. 5Visual Studio Express Edition für Websites
  6. 6Eine erste Webanwendung einrichten
  7. 7Verwaltung von Projekten und Datenbank
  8. 8Rund um Windows-Tools von Microsoft
  9. 9Mashups aus Deutschland: IDS Scheer ARIS Mashzone
  10. 10Mashup: Inhalte aus mehreren Quellen finden
  11. ...aufklappen
  12. 11Mashzone: Neue Mashup-Apps in zehn Minuten
  13. 12Oracle & Sun: Virtualisierung und Datenbank
  14. 13Sun Microsystems mit MySQL Workbench
  15. 14Schmales Angebot: Kostenlose Apps von Apple
  16. 15Fazit: Gute Premium-Software

Die Software-Konzerne aus den Vereinigten Staaten teilen den weltweiten Markt für kommerzielle Programme bisher unangefochten unter sich auf: Microsoft beherrscht den Markt für Betriebssysteme und Büroanwendungen. Der Gigant IBM ist führend bei Software für Unternehmen, wird zunehmend aber von der Oracle Corporation angegriffen. Diese wiederum hat kürzlich Sun Microsystems übernommen und wächst damit zum größten Anbieter von Software- und Hardware-Infrastruktur im kommerziellen Umfeld. Im Bereich der Datenbanken sind Oracle und Sun nach der Fusion definitiv der Marktführer. Die einzigen ernstzunehmende Mitspieler aus Deutschland sind SAP und IDS Scheer.

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Dabei sind fast alle Produkte der oben genannten Anbieter kostenpflichtig - mit Lizenzen für Software und zugehöriger Wartung wird schließlich ein Großteil des Cash-Flow erwirtschaftet. Dabei geben Microsoft und die Konkurrenten auch zahlreiche Programme kostenlos ab. Meist handelt es sich dabei um kleine Hilfsprogramme oder Nischenprodukte, gelegentlich sind darunter aber auch hochwertige Programme zu finden. Die Palette der kostenlosen Programme reicht von der Office-Suite bis zur Datenbankanwendung.

IBM: Lotus Symphony als Office-Suite

Bereits seit dem Jahr 1985 gibt es unter der Marke Lotus eine freie Bürosuite, die heute aus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationsprogramm besteht. Die Firma Lotus war in den Achtziger- und Neunzigerjahren der Vorreiter bei Software für Unternehmen. Bis zur Übernahme durch IBM im Jahre 1995 war man mit der Lotus SmartSuite sehr erfolgreich. Danach konzentrierte man sich aber weniger auf die klassischen Office-Programme, als vielmehr auf Lösungen zur Kommunikation und Zusammenarbeit im Unternehmen.

Heute lässt der Weltkonzern IBM mit Lotus Symphony die traditionsreiche Marke für Office-Suites wieder aufleben: Seit Herbst des Jahres 2007 gibt es Symphony in einer neuen Version. Dabei hat die neue Ausgabe nichts mehr mit dem angestaubten Nachfolger von SmartSuite gemeinsam. Die aktuelle Symphony-Suite ist eine komplette Neuentwicklung: Basierend auf OpenOffice hat IBM zuvor eine Textverarbeitung und Tabellenkalkulation in IBM Lotus Notes 8 integriert. Diese gibt es jetzt mit IBM Lotus Symphony als eigenes Produkt.

Download und Installation von Symphony

Für alle aktuellen Betriebssysteme wie Windows, MacOS X und Linux gibt es auf der IBM-Website einen kostenlosen Download. Die letzte stabile Ausgabe ist dabei die 1.x-Serie. Im Moment arbeitet IBM aber bereits an Lotus Symphony 2, die erste Beta-Version steht schon zum Download bereit. Hat man die knapp 260 MB aus dem Netz geladen und Symphony installiert, steht einem ersten Start nichts mehr im Wege.

Lotus SymphonyLotus Symphony Spreadsheet: Auch eine Tabellenkalkulation ist mit von der Partie. (Bild: IBM)

Grundsätzlich bietet Symphony die gleiche Funktionalität wie OpenOffice. Dabei hat IBM nur die Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und das Präsentationsprogramm auf die eigene Suite portiert - die verbleibenden Anwendungen wie OpenOffice Draw oder die Base-Datenbank sind nicht in Symphony enthalten.

Office-Suite auf Basis von OpenOffice.org

IBM hat die OpenOffice-Programme aber massiv angepasst: So werden alle Dokumente in einem einzigen Fenster geöffnet, innerhalb dessen mit Tabs gearbeitet wird. Das ist besonders praktisch, wenn man ein Text- und Tabellendokument gleichzeitig betrachten möchte. Bisher ist Symphony die einzige Office Suite, die mit Tabs ähnlich einem Browser arbeiten kann.

Lotus SymphonyLotus Symphony Presentation: Alle Programmodule basieren auf dem kostenlosen OpenOffice. (Bild: IBM)

Daneben glänzt IBM Symphony durch einheitliches Aussehen. Die Menüs und Symbole unterscheiden sich massiv von denen in OpenOffice. Angenehm ist, dass Symphony eine eigene Textkorrektur enthält. Diese ist der Rechtschreibprüfung von OpenOffice weit überlegen und kennt auch exotische Begriffe. Eine weitere Stärke von Symphony liegt darin, dass sich die Suite durch Plug-ins anpassen lässt - das macht die Eclipse-Plattform im Hintergrund möglich. Auf der Symphony-Website gibt es zahlreiche Erweiterungen, die fehlende Funktionen nachrüsten - unter anderem für die Anbindung an Dokumenten-Server oder Chat-Systeme.

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