Warnung vor neuartigen Auktionshäusern

Verbraucherzentrale: Warnung vor Live-Auktionen

Verbraucherzentrale: Warnung vor Live-Auktionen Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat vor Online-Auktionsanbietern gewarnt, die aktuell massiv um Kundschaft buhlen. So genannte "Live"- und "Cent"-Auktionen sind nach Meinung der Verbraucherschützer eine Art Glücksspiel mit hohem Verlustrisiko.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Auktionshäuser bitten Bieter zur Kasse
  2. 2Neue Gebote verlängern Laufzeit
  3. 3Bis zu 250 Euro für Gebote ausgegeben

Auktionshäuser bitten Bieter zur Kasse

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Als Anbieter der neuartigen Auktionshäuser nennt die Verbraucherzentrale Swoopo, Idasworld, Hammerdeal und Vipauktion. Einzelne Auktionshäuser wie Swoopo verfügen nach Angaben der Verbrauchschützer mittlerweile über mehr als 2,5 Millionen registrierte Nutzer. Monatlich sollen auf der Internet-Seite 10.000 Produkte, überwiegend Technik-Artikel, versteigert werden.

Der entscheidende Unterschied zu üblichen Einkaufs- und Versteigerungsportalen wie etwa Ebay: Während bei den Internet-Klassikern das Bieten kostenlos ist, kassieren die Neulinge für jedes Gebot ab. Mal betragen die Gebühren zehn Cent, meistens jedoch 50 Cent. Zudem fallen die Laufzeiten für einzelne Auktionen in der Regel recht kurz aus - die Auktionen stehen meist nur für wenige Stunden online.

Neue Gebote verlängern Laufzeit

Mit jedem Gebot steigen die Preise je nach Produkt um einen bis zehn Cent. Der Meistbietende erhält den Zuschlag - und zahlt neben dem zumeist recht niedrigen Höchstpreis auch die Kosten für seine abgegebenen Gebote. Die Verbraucherzentrale hat die Online-Auftritte der vier genannten Anbieter genauer untersucht.

Bei allen zeigte sich, dass zwar das zeitliche Ende einer Auktion angekündigt wird, jedes neue Gebot den Schluss der Auktion aber um bis zu 20 Sekunden hinauszögert. Obwohl Schnäppchenjägern beispielsweise bei Swoopo kurz vor offiziellem Ablauf der Auktion die Einblendung "Ende in wenigen Sekunden" angezeigt wird, kann die Versteigerung nach Angaben der Verbraucherschützer dennoch über Stunden weiterlaufen.

Bis zu 250 Euro für Gebote ausgegeben

Die Verbraucherschützer berichten, dass die Nutzer so zur Abgabe zahlreicher kostenpflichtiger Gebote getrieben werden sollen. Einige Bieter gaben zwischen fünf und 250 Euro allein für das Mitbieten aus - und standen am Ende mit leeren Händen da. Dann allerdings erhielten einige erfolglose Bieter nach Angaben der Verbraucherzentrale E-Mail von der Webseite, die ihnen nicht ersteigerte Ware zum "Schnäppchenpreis" als Direktkauf anbot. Alle 40 von der Verbraucherzentrale untersuchten Direktkauf-Artikel kosteten bei der Online-Konkurrenz allerdings weniger als auf der Auktionsplattform.

Unstimmigkeiten entdeckten die Verbraucherschützer auch in den Listen der beendeten Auktionen. Die Tester staunten etwa bei Dealstreet darüber, dass Bieter bei bestimmten Produkten immer wieder erfolglos gegen eine "Stahlmauer" gerannt waren: Jede Dritte von zwanzig aufeinander folgenden Auktionen ging an den gleichen Nutzer. Ein anderer Bieter wiederum hatte mit einem Einsatz von insgesamt 82,80 Euro gleich neun Artikel im Wert von 2.238,70 Euro eingekauft.

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 9 Beiträge

Zitat: ... eine Art Glücksspiel mit hohem Verlustrisiko. ... @lola: Wenn man das System als solches begreift und dementsprechend nutzt ist ja auch alles in Ordnung. Nicht in...

Ich stimme mit leilagirl, manche brauchen ja Nervenkitzel. Und wenn man eine gute Strategie hat, dann kann man wirklich etwas wertvolles gewinnen. Ich benutze hotbiet nicht, aber wellbid.de ist ganz ok.

Zitat: ich finde ein bissel nervenkitzel ist ganz ok. Ich weiß ja nicht ... mir kommt die Seite komisch vor. Zunächst einmal haben die Rechtschreibfehler in ihren AGBs und...

Also ich bin bei hotbiet angemeldet und da bestimmen die user selber. ist zwar auch so das ich 50 cent pro gebot bezahle, aber ich bekomme meine gebote zurück wenn der mindestpreis nicht erreicht wird. ...

Ja ich finde auch das solche Auktionen auf Dauer ganz schön ins Geld gehen können.

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