DJ-Freeware im Test: KraMixer

Nur wenige Formate unterstützt

Zum Hinzufügen eines Songs oder des Musik-Ordners kann der Anwender die entsprechenden Dateien direkt aus dem Dateimanager in die Playliste des KraMixers per Drag-and-Drop ziehen. Alternativ dazu kann er über die Schaltflächen "Add Song" oder "Load Folder" einen Dialog aufrufen.

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Das DJ-Programm unterstützt allerdings nur WAV-, MP2-, MP3- und OGG-Dateien. Formate wie etwa AAC, WMA oder FLAC erkennt KraMixer nicht. Auch Daten aus den ID3-Tags liest die Anwendung nicht aus - stattdessen gibt das Programm lediglich die Dateinamen aus.

Großer Funktionsumfang

Nachdem eine Audiodatei in einen der beiden Player geladen und angespielt wurde, "registriert" das Programm die Geschwindigkeit in BPM und speichert sie für den nächsten Aufruf ab. Auch manuell kann der Nutzer den Song registrieren. Hier hat er zusätzlich die Möglichkeit, einen Einstiegspunkt zu wählen und einen kurzen Kommentar zum Titel zu verfassen.

Werden zwei Titel abgespielt, kann der Anwender die Geschwindigkeit der beiden Stücke angleichen. In vielen Fällen erfolgt das automatisch. Sollte der Unterschied zwischen den beiden Tempi einmal zu groß sein, muss der Nutzer vorher ein wenig nachhelfen: Durch kurzzeitiges Beschleunigen eines der Tracks beseitigt der angehende DJ sehr schnell eventuelle Verschiebungen.

Nach dem Angleichen der Songtakts ist es problemlos möglich, mit dem Crossfader von einem Titel zum nächsten überzublenden. Mit den drei Funktionen "Squash", "Wind" und "Fade" kann der Nutzer allerdings auch eines der Musikstücke mit einem dezenten Effekt ausblenden.

Für beide Kanäle stehen in der Mitte des Fensters einige Effekte wie Echo, Low-Pass, Hall, Flanger oder Chorus sowie ein kleiner Fünfband-Equalizer bereit. Um diese Funktionen unbeschränkt einsetzen zu können, muss der Nutzer aber vorher in den Einstellungen den "Full Featured Mode" einschalten. Beim Ein- oder Ausschalten von Effekten kann es vorkommen, dass ein kleines Knackgeräusch die Aufnahme stört.

Auch zum Einstellen der Effekte muss der Anwender ein entsprechendes Einstellungsmenü aufrufen. Ein schnelles Ändern während des Abspielens ist also nur sehr schwer möglich. Außerdem ist auch hier die Bedienung gewöhnungsbedürftig, da viele Parameter mit den falschen Werten versehen worden sind.

Abhören mit dem DJ-Mode

In den Einstellungen kann der Anwender auch mehrere Soundkarten für die Klangwiedergabe auswählen. Zum Vorhören kann der so genannte "DJ-Mode" eingeschaltet werden. Im rechten Kanal des Kopfhörers spielt dann das Programm automatisch den Gesamt-Mix ab. Im linken Kanal erklingt der Song im Monitor-Mix. So kann der DJ einen Titel anhören, ohne ihn sofort abzuspielen. Dafür wird der Sound bei dieser Technik nur in Mono ausgegeben.

Wer seinen Mix später weiter verwerten möchte, kann mit dem KraMixer alle Titel live mitschneiden. Nach Angabe des Dateinamens nimmt das DJ-Programm den gesamten Mix im komprimierten MP3-Format mit einer Bitrate von 160 Kilobit pro Sekunde auf.

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Fazit: Gute DJ-Anwendung mit Schönheitsfehlern

Der KraMixer zeigt seine Stärken insbesondere bei der Nutzung der Basisfunktionen wie dem Abgleichen von zwei Titeln. Auch Einsteiger sollten gut mit dem DJ-Programm arbeiten können. Die grafische Darstellung erschwert allerdings den Umgang mit der Anwendung. Hinzu kommt die fehlende Unterstützung einiger Dateiformate.

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