Gebühreneinzugszentrale arbeitet am eigenen Image
Sonntagsfrage: Vertrauen Sie der GEZ?
Seit dieser Woche präsentiert sich die Gebühreneinzugszentrale im neuen Online-Gewand. Auf einem Internet-Portal hat das Verwaltungsorgan Foren, Chats und Blogs eingerichtet. Das Ziel: Sich der Diskussion mit den Gebührenzahlern zu stellen. Trauen Sie dem Imagewechsel?
Vertrauen Sie der GEZ?
"Rege Diskussion über Sinn und Notwendigkeit von Rundfunkgebühren"
Die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) bemüht sich um ein offeneres Image. Rechtzeitig zur Überarbeitung der eigenen Webseite und des Logos bietet das Verwaltungsorgan auf der neuen Website GEZ-meine-meinung.de auch ein Forum für Kritiker und Befürworter des Gebührensystems. "Seit einiger Zeit lässt sich eine rege Diskussion in Foren über Sinn und Notwendigkeit von Rundfunkgebühren beobachten. Dieser vielfältigen Diskussion möchten wir eine neue Plattform bieten", teilt die GEZ mit.
Die Arbeitspraxis der GEZ ist oft in die Kritik geraten. Dabei wurde unter anderem der Umgang mit Kundendaten bemängelt. Landesdatenschutzbeauftragte kritisierten die so genannten "Mailing-Aktionen" der GEZ. Für die Mailing-Aktionen soll die GEZ sich von kommerziellen Adresshändlern Datenbestände gekauft oder gemietet haben, in deren Adressbeständen ein hoher Anteil von Schwarzsehern und -hörern vermutet wurde - um die Betroffenen zur Anmeldung von Rundfunkgeräten aufzufordern. In den Datenbanken befanden sich angeblich auch zahlreiche Einträge von Abonnenten von Fernsehzeitschriften oder PayTV-Angeboten. .
GEZ: Keine Online-Jagd auf Schwarzseher
Die GEZ bietet nun ein Forum an, in dem jeder Seitenbesucher montags bis freitags zwischen acht und 22 Uhr diskutieren kann. Ein Trick, um zahlungsunwillige Schwarzseher aufzuspüren, soll das Forum nach Angaben der GEZ nicht sein. "Es geht uns in keinem Fall darum, herauszufinden, ob jemand seiner Gebührenpflicht nachkommt oder nicht. Vielmehr sind wir daran interessiert, was die Nutzer über die GEZ, den Gebühreneinzug und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk denken", teilt die GEZ mit.
Große Skepsis
Diese Aussage glauben allerdings nicht alle Seitenbesucher. So äußerten schon einige Besucher des GEZ-Forums, dass sie das Portal nur per Proxy betreten, weil sie nicht möchten, dass die GEZ ihre IP-Adresse zum Eintreiben von Gebühren für so genannte "neuartige Rundfunkempfangsgeräte" erhebt. Auch das Firefox-Addon WOT, das vor unseriösen Seiten warnen soll, hält das neue GEZ-Portal für gefährlich. Die Bewertungen stammen allerdings nur von wenigen Internetnutzern.
Web of Trust: Sogar das Firefox-Plugin WOT bewertet das GEZ-Portal als gefährlich
Datenjagd im Internet oder ein ernst gemeinter Gesprächsversuch: Vertrauen Sie der GEZ? Uns interessiert Ihre Meinung. Nutzen Sie die Antwortmöglichkeiten auf der rechten Seite, um an der Umfrage teilzunehmen. Das Ergebnis können Sie sofort sehen. Ihnen fehlt eine Antwortmöglichkeiten? Kein Problem! In unserem Forum können Sie mit anderen Lesern und der Redaktion in Kontakt treten.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 14 Beiträge
GEZ will Gebühren für Kassen bei Steakhauskette Maredo Dümmer geht's nimmer KLICK
Habe die vielen Beiträge gelesen, die ausschließlich von Privatpersonen geschrieben wurden. Nebenbei bemerkt, ich als Privatperson bezahle meine Gebühren ordnungsgemäß. Im Gewerbe geht es ja noch viel...
Ich traue der GEZ nicht weiter als meine Faust reicht. Ich habe 2 Tage nach meinem Schulabschluss den Brief der GEZ im Postkasten gehabt. Sowas macht mir echt sorgen. Wenn man bedenkt, wo die Ihre...
Zitat: ... Mit der Werbung die bis 20 Uhr da ausgestrahlt wird ist das nicht zu finanzieren.... Nun, dann sollten die Öffentlichen nicht so hohe Gagen an Gottschalk...
Also ich hatte mit der GEZ bisher nicht viel Kontakt, bin auch nicht scharf drauf und nach dem was ich bisher gehört habe (über ihre Methoden) kann ich nur sagen - schon ziemlich link was da teilweise abgeht. ...