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Vergleichstest: Netbooks unter 350 Euro
Frische Pine-Trail-Rechner von Acer, Asus, MSI und Samsung

von Roland Haberer Uhr veröffentlicht

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Fünf Netbooks mit der neuen Pine Trail-Plattform haben in der Redaktion bereits die ersten Einzeltests durchlaufen. Das Resultat: Die Netbooks der neuen Generation bieten im Vergleich zu ihren Vorgängern höhere Akkulaufzeiten und etwa 20 Prozent mehr Rechenleistung.

Fünf Netbooks mit der neuen Pine Trail-Plattform haben in der Redaktion bereits die ersten Einzeltests durchlaufen. Das Resultat: Die Netbooks der neuen Generation bieten im Vergleich zu ihren Vorgängern höhere Akkulaufzeiten und etwa 20 Prozent mehr Rechenleistung.

Die Hardwareausstattung ist bei allen fünf Testgeräten gleich: 10,1-Zoll-Bildschirm, Intel Atom N450, ein Gigabyte RAM und eine 250-Gigabyte-Festplatte. Ebenfalls verfügen alle fünf Netbooks über drei USB-Ports, einen LAN- und einen VGA-Anschluss sowie WLAN. Lediglich Dell verzichtet auf den schnelleren N-Standard.

Acer Aspire One 532

Die Stärken des Acer Aspire One 532 liegen vor allem im leichten Zugang zur Hardware: Das Netbook lässt sich relativ einfach erweitern. Hardwarekomponenten wie Arbeitsspeicher oder Festplatte können schnell gegen größere oder schnellere Modelle gewechselt werden. Mit 350 Euro ist das Acer Aspire One das teuerste Gerät im Testfeld.

Der Aufpreis steht jedoch in keinem Verhältnis zum Gebotenen, denn die Hardware unterscheidet sich kaum von den Geräten von Asus und MSI. Von allen fünf Netbooks bietet der Acer Aspire One 532 zudem die schlechteste Tastatur.

Acer Aspire One 532

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Einige Tasten sind zu klein.

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Dell überzeugt mit dem Mini 10

Auch Dell möchte mit seinem von Grund auf neu gestalteten Mini 10 eine gewichtige Rolle im Netbooksegment einnehmen. Aus der Netbook-Masse sticht das Mini 10 durch seinen eingerückten Bildschirm hervor. Für das Tastenfeld bleibt noch genügend Platz, jedoch ergibt sich durch das eigenständige Design auch ein erheblicher Nachteil. Die Touchpadtasten sind direkt im Touchpad integriert. Dadurch ist die Bedienung gewöhnungsbedürftig.

Hardwareseitig wird das Netbook durch seine langsame Festplatte etwas ausgebremst und auch der Verzicht auf WLAN mit N-Standard dürfte viele Kunden ärgern. An anderer Stelle kann Dell jedoch wieder punkten, setzt sogar neue Maßstäbe. Auf einen Lüfter verzichtet der Hersteller. Dadurch werden die sehr guten Akkulaufzeiten nochmals verbessert. Dell-typisch lassen sich im Konfigurator einige Extras auswählen. Es stehen sieben verschiedene Farben zur Wahl sowie Module für GPS und GPRS. Gegen den Kauf der Erweiterungen spricht allerdings der happige Aufpreis.

Dell Mini 10

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Das Netbook gibt es in sieben Farben.

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Asus EeePC 1005PE

Unseren letzten Netbook-Vergleichstest gewann Asus souverän. Vom Testsieg ist der EeePC 1005PE jedoch weit entfernt. Zwar verbaut Asus ein mattes Display, die Anzeige wirkt jedoch selbst bei höchster Helligkeitsstufe dunkel. Für kleine Internetrecherchen eignet sich das zweite Betriebssystem des EeePC, das in nur wenigen Sekunden hochgefahren ist.

Die Tastatur ist guter Standard und nahezu identisch zum Tastenfeld des MSI Wind U135. Die direkt in die Handballenauflage integrierte Touchpad-Oberfläche zeigt sich jedoch aufgrund der genoppten Oberfläche reichlich gewöhnungsbedürftig.

Asus Eee PC 1005PE

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Der Deckel aus strukturiertem Plastik.

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MSI Wind U135

Das MSI Wind U135 besticht durch seinen sehr hellen und kontrastreichen 10,1-Zoll-Bildschirm. Allerdings schlägt sich der Stromhunger des Displays auf die Akkulaufzeit nieder. Mit über fünf Stunden fällt die Zeit, die das Wind U135 ohne Steckdose auskommt, aber immer noch beachtlich aus.

Dafür geht der Hardware-Wechsel recht umständlich von der Hand. So ist nicht einmal eine Klappe für den Tausch des Arbeitsspeicher vorhanden, stattdessen muss der gesamte Unterboden entfernt werden.

MSI Wind U135

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Netbook für 300 Euro.

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Samsung N220

Wie Asus verbaut auch Samsung ein mattes 10,1-Zoll-Display. Dieses bietet jedoch bei weitem eine bessere Helligkeit. Trotzdem hängt das N220 die Konkurrenz im Akkubetrieb ab: Samsung legt einen Sechs-Zellen-Akku mit 5.900 Milliampere bei - der stärkste im Testfeld. Das reicht für über neun Stunden ohne Steckdose. Bis auf kleine Schwächen überzeugt auch die Tastatur mit großen Tastenabständen und guten Druckpunkten.

Wie der Asus EeePC 1005PE bietet auch der Samsung N220 ein Schnellstart-Betriebssystem. Aufgrund der langen Ladezeiten von über 30 Sekunden lohnt sich der Einsatz der Alternativ-Software allerdings nicht wirklich.

Samsung N220

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Das Netbook ist in mehreren Farben erhältlich.

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Fazit

Keines der getesteten Geräte wäre ein Fehlkauf, aber schlussendlich geht doch das Samsung N220 als Sieger aus dem Testfeld hervor. Das Gerät überzeugt durch seinen guten Akku, die nahezu perfekte Tastatur und einem guten Preis von 320 Euro. Auf dem zweiten Platz landet der MSI Wind U135 aufgrund seines guten Bildschirms.

Den dritten Podiumsplatz konnte der Asus EeePC 1005PE ergattern - für eine bessere Platzierung fällt der Bildschirm zu dunkel aus. Den vierten Platz sichert sich Dell mit dem Mini 10. Eine bessere Platzierung verhindert die umständliche Bedienung sowie die schlechtere Hardwareausstattung. Der letzte Platz geht an das Acer Aspire One 532. Der hohe Preis von 350 Euro ist angesichts der günstigeren Konkurrenz nicht gerechtfertigt.

Kommentare zu diesem Artikel

Fünf Netbooks mit der neuen Pine Trail-Plattform haben in der Redaktion bereits die ersten Einzeltests durchlaufen. Das Resultat: Die Netbooks der neuen Generation bieten im Vergleich zu ihren Vorgängern höhere Akkulaufzeiten und etwa 20 Prozent mehr Rechenleistung.

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  • perezxolote schrieb Uhr
    AW: News - Vergleichstest: Netbooks unter 350 Euro

    Na da muss noch das neue Netbook von HP rein, die haben ein ganz ordentliches Gerät heraus gebracht, ich denke da würden sich die Plätze ändern.....
  • Michael Knott schrieb Uhr
    AW: News - Vergleichstest: Netbooks unter 350 Euro

    Dell Mini hinzugefügt.
  • alfons1337 schrieb Uhr
    AW: Vergleichstest: Netbooks unter 350 Euro

    ich denke schon, dass der höhere preis des acer aspire one gerechtfertigt ist, da dessen bildschirmauflösung mit 1280x720 wesentlich höher als die nahezu inakzeptabel kleine auflösung der anderen probanden (1024x600) ist (das ganze bei gleicher bildschirmgröße, das wirkt sich natürlich auf preis und auch etwas auf die akkulaufzeit aus)

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Vergleichstest: Netbooks unter 350 Euro
Vergleichstest: Netbooks unter 350 Euro
Fünf Netbooks mit der neuen Pine Trail-Plattform haben in der Redaktion bereits die ersten Einzeltests durchlaufen. Das Resultat: Die Netbooks der neuen Generation bieten gute bis sehr gute Akkulaufzeiten und merklich mehr Rechenleistung als ältere Modelle.
http://www.netzwelt.de/news/81754-vergleichstest-netbooks-350-euro.html
2010-02-24 14:40:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2010/1586/11173.jpg
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