Das Microsoft-Betriebssystem optimal nutzen

Windows Vista: Tipps und Tricks

Ein Betriebssystem ist nie vollständig. Und nur in den seltensten Fällen funktioniert alles so, wie sich das der Nutzer vorstellt. Daher hat netzwelt typische Fragen und Antworten zu häufig auftauchenden Problemen rund um Windows Vista für Sie zusammengetragen.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Welche Soundprobleme gibt es?
  2. 2Wie viel Speicher benötigt Vista?
  3. 3CPU läuft mit 100%, wie stelle ich Probleme mit dem SCVHost ab?
  4. 4Alle Windowsdienste werden in der Systemkonfiguration aufgelistet, dort können sie einzeln oder als Gruppe deaktiviert werden (Klick vergrößert).
  5. 5Wie bekomme ich die Vista-Glas-Buttons?
  6. 6Wo bekomme ich neue Tools für die Sidebar?
  7. 7Wie kann ich den Bootscreen von Windows Vista ändern?
  8. 8Wo gibt es weitere Gadgets für die Windows-Sidebar?
  9. 9Gibt es schon eine Tweak Utility für Vista?
  10. 10Gibt es ein Tool, um das Bootmenü von Windows Vista zu bearbeiten?
  11. ...aufklappen
  12. 11Wo ist das "Ausführen"-Suchfeld geblieben?
  13. 12Warum starten alle Programme mit eingeschränkten Rechten?
  14. 13Wie sind die Systemanforderungen für Vista?
  15. 14Worauf basiert Windows Vista?
  16. 15Was ist WinFS?
  17. 16Laufen Windows-XP-Programme unter Vista?
  18. 17Benötige ich neue Treiber für meine Hardware?
  19. 18Kann ich ein anderes Betriebssystem parallel zu Windows Vista betreiben?
  20. 19Gibt es neue Tools in Windows Vista?
  21. 20Was sind Gadgets?
  22. 21Was tut Microsoft gegen Raubkopien?
  23. 22Gibt es spezielle Hardware für Windows Vista?
  24. 23Welche Vorteile habe ich durch DirectX 10?
  25. 24Werden die DVD-Nachfolger Blu-ray und HD DVD unterstützt?
  26. 25Welche Vorteile bietet Windows Vista auf einem Notebook?
  27. 26Wo ist die Boot.ini abgeblieben?
  28. 27Kann ich Windows Vista als Update für Windows XP installieren?
  29. 28Welche Grafikkarten unterstützen die Oberfläche Aero?
  30. 29Wie deaktiviere ich die Benutzerkontensteuerung?
  31. 30Was ist Flip3D und wie verwende ich es?
  32. 31Wie erkenne ich in einem Geschäft, ob ein Computer Vista-fähig ist?
  33. 32Wie kann ich mich automatisch anmelden?
  34. 33Wann kommt das erste Service Pack für Vista?
  35. 34Muss ich eine neue Kopie des OS kaufen, wenn ich meinen PC aufrüste?
  36. 35Kann ich Vista das Aussehen einer älteren Windows-Version geben?
  37. 36Wird Microsoft den Support für XP nach der Veröffentlichung von Vista einstellen?
  38. 37Bei "World of Warcraft" ist der Ton der Soundblaster X-Fi-Soundkarte schlecht, was kann ich tun?
  39. 38Warum wurde das Navigieren in den Ordnern verändert?
  40. 39Wo finde ich die Einstellungen für Windows Firewall?
  41. 40Was ist und wie funktioniert der BitLocker?
  42. 41Ist der Internet Explorer 7 sicher?
  43. 42Bleibt der Firefox sicherer als der Internet Explorer?
  44. 43Was ist der Windows-Leistungsindex?
  45. 44Treiberprobleme: CD/DVD-Laufwerk funktioniert nicht mehr (Fehlercode 39)
  46. 45Die Datenausführungsverhinderung (DEP) blockiert den Windows-Installer (msiexec.exe)

Welche Soundprobleme gibt es?

Schuld an vorhandenen Tonproblemen ist die neue Audio-Architektur von Windows Vista. Betroffen sind Soundkarten von Creative mit "Environmental Audio Extensions", kurz "EAX". Unter XP sorgte "DirectSound" innerhalb von DirectX für die Hardware-Beschleunigung der Audiosignale. Unter Vista wird es "DirectSound" innerhalb von DirectX nicht mehr geben. Das führt zwar nicht gleich zu einem Ausfall des Tons, allerdings wird zu dessen Berechnung der Systemprozessor beansprucht, während die Soundkarte untätig bleibt.

Die Lösung zu diesem Problem kommt einmal mehr aus der Open Source-Szene: Creative greift für die EAX-Realisierung auf OpenAL zurück, eine Programmierschnittstelle, die ein direktes Pendant zu Microsofts "DirectSound" darstellt. So kann die Berechnung der aufwändigen EAX-Klangeffekte wieder von der Soundkarte übernommen werden und der CPU steht wieder mehr Leistung zur Verfügung.

Wie viel Speicher benötigt Vista?

Windows Vista ist hungrig nach Speicher. Egal ob HDD oder RAM - Microsofts Betriebssysteme gehen nicht sonderlich sparsam mit den teuren Ressourcen um. Immer wenn eine neue Windows-Version veröffentlicht wird, schockieren die Systemvoraussetzungen die potentiellen Kunden.

Windows Vista macht es da nicht anders. Die Standard-Installation der Ultimate-Variante von Windows verbraucht stattliche sieben Gigabyte auf der lokalen Festplatte. Wird Vista Ultimate benutzerdefiniert installiert, ist auch die Zehn-Gigabyte-Marke schnell durchbrochen. Microsoft empfiehlt in jedem Fall 15 Gigabyte freizuhalten. Die Home-Variante von Vista kann jedoch auch ein bisschen sparsamer installiert werden, doch vier Gigabyte werden immer erreicht.

Der Platz auf der Festplatte ist ja meist noch vorhanden, doch Windows geht auch mit dem teuren Arbeitsspeicher nicht sehr sparsam um. Der Windows-Explorer verbraucht im Leerlauf rund 25 Megabyte, da richtet sich Vista nach XP. Noch einmal 20 Megabyte gehen für die Sidebar drauf, die Microsoft in Vista wiederbelebt hat.

Die neuen Aero-Effekte beanspruchen dann noch einmal rund 23 Megabyte, und während Fenster geöffnet oder verschoben werden, erzeugen die dazu passenden Animationen eine erhebliche CPU-Auslastung. Insgesamt verbraucht das Testsystem in der Redaktion rund 450 Megabyte RAM, ohne dass ein Programm läuft.

CPU läuft mit 100%, wie stelle ich Probleme mit dem SCVHost ab?

Probleme mit dem SCVHost sind schon seit Windows XP bekannt. Dabei handelt es sich um einen Service, der verschiedene Windows-Dienste steuert. In einigen Fällen tritt ein Fehler in Zusammenhang mit einem bestimmten Dienst und diesem Service auf. Das hat zur Folge, dass der Dienst in einen Loop verfällt und somit ständig Volllast erzeugt. Die gesamten CPU-Ressourcen werden für den einen fehlerhaften Prozess verwendet und der Computer läuft dementsprechend langsam.

Meist ist der Dienst nicht so einfach aufzuspüren. Im Windows-Taskmanager erscheint er erst gar nicht, nur die Gesamtlast der CPU zeigt 100% an. Die Firma Sysinternals stellt allerdings den kostenlosen Prozessmonitor Process Explorer zur Verfügung, mit dessen Hilfe der Verbraucher aufgespürt und abgestellt werden kann.

Im folgenden Screenshot sehen Sie genau, welcher Service die hohe CPU-Last erzeugt. In dem kleinen gelben Fenster werden genau die Dienste aufgeführt, die unter diesem Service laufen. Meist sind es mehrere, dann müssen die möglichen Übeltäter einzeln deaktiviert werden, um den Schaden zu beheben. Im Falle des Redaktionsrechners hat der "Ready Boost" die Störung ausgelöst, seit dieser Dienst deaktiviert wurde, läuft Vista wieder einwandfrei.

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Der Process Explorer zeigt, welcher Prozess für die übermäßige CPU-Auslastung verantwortlich ist und welche Dienste darin ausgeführt werden (Klick vergrößert).

Der SCVHost-Service, der in unserem Fall das Problem darstellt, ist für vier Dienste verantwortlich. Diese müssen nun nach und nach einzeln abgestellt werden, um den Übeltäter zu entlarven. Leider muss der Rechner für jeden Dienst einzeln neu gestartet werden. Erst dann zeigt sich, ob der schädliche Dienst gefunden wurde. Deaktiviert werden die Dienste in der Systemkonfiguration: Die erreichen Sie durch Eingabe von "MSconfig" in der Ausführen-Maske im Startmenü.

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Alle Windowsdienste werden in der Systemkonfiguration aufgelistet, dort können sie einzeln oder als Gruppe deaktiviert werden (Klick vergrößert).

Unter dem Reiter "Dienste" werden alle Windows-Dienste aufgeführt, auch die, die unter dem fehlerhaften SCVHost-Service gelistet waren. Der Redaktionrechner hatte Probleme mit "Ready Boost", nachdem dieser Dienst deaktiviert wurde, traten die Probleme nicht wieder auf. Je nach System können die Probleme aber auch von einem anderen Dienst ausgehen, da hilft nur ausprobieren.