Das Microsoft-Betriebssystem optimal nutzen
Windows Vista: Tipps und Tricks
Ein Betriebssystem ist nie vollständig. Und nur in den seltensten Fällen funktioniert alles so, wie sich das der Nutzer vorstellt. Daher hat netzwelt typische Fragen und Antworten zu häufig auftauchenden Problemen rund um Windows Vista für Sie zusammengetragen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Welche Soundprobleme gibt es?
- 2Wie viel Speicher benötigt Vista?
- 3CPU läuft mit 100%, wie stelle ich Probleme mit dem SCVHost ab?
- 4Alle Windowsdienste werden in der Systemkonfiguration aufgelistet, dort können sie einzeln oder als Gruppe deaktiviert werden (Klick vergrößert).
- 5Wie bekomme ich die Vista-Glas-Buttons?
- 6Wo bekomme ich neue Tools für die Sidebar?
- 7Wie kann ich den Bootscreen von Windows Vista ändern?
- 8Wo gibt es weitere Gadgets für die Windows-Sidebar?
- 9Gibt es schon eine Tweak Utility für Vista?
- 10Gibt es ein Tool, um das Bootmenü von Windows Vista zu bearbeiten?
Welche Soundprobleme gibt es?
Schuld an vorhandenen Tonproblemen ist die neue Audio-Architektur von Windows Vista. Betroffen sind Soundkarten von Creative mit "Environmental Audio Extensions", kurz "EAX". Unter XP sorgte "DirectSound" innerhalb von DirectX für die Hardware-Beschleunigung der Audiosignale. Unter Vista wird es "DirectSound" innerhalb von DirectX nicht mehr geben. Das führt zwar nicht gleich zu einem Ausfall des Tons, allerdings wird zu dessen Berechnung der Systemprozessor beansprucht, während die Soundkarte untätig bleibt.
Die Lösung zu diesem Problem kommt einmal mehr aus der Open Source-Szene: Creative greift für die EAX-Realisierung auf OpenAL zurück, eine Programmierschnittstelle, die ein direktes Pendant zu Microsofts "DirectSound" darstellt. So kann die Berechnung der aufwändigen EAX-Klangeffekte wieder von der Soundkarte übernommen werden und der CPU steht wieder mehr Leistung zur Verfügung.
Wie viel Speicher benötigt Vista?
Windows Vista ist hungrig nach Speicher. Egal ob HDD oder RAM - Microsofts Betriebssysteme gehen nicht sonderlich sparsam mit den teuren Ressourcen um. Immer wenn eine neue Windows-Version veröffentlicht wird, schockieren die Systemvoraussetzungen die potentiellen Kunden.
Windows Vista macht es da nicht anders. Die Standard-Installation der Ultimate-Variante von Windows verbraucht stattliche sieben Gigabyte auf der lokalen Festplatte. Wird Vista Ultimate benutzerdefiniert installiert, ist auch die Zehn-Gigabyte-Marke schnell durchbrochen. Microsoft empfiehlt in jedem Fall 15 Gigabyte freizuhalten. Die Home-Variante von Vista kann jedoch auch ein bisschen sparsamer installiert werden, doch vier Gigabyte werden immer erreicht.
Der Platz auf der Festplatte ist ja meist noch vorhanden, doch Windows geht auch mit dem teuren Arbeitsspeicher nicht sehr sparsam um. Der Windows-Explorer verbraucht im Leerlauf rund 25 Megabyte, da richtet sich Vista nach XP. Noch einmal 20 Megabyte gehen für die Sidebar drauf, die Microsoft in Vista wiederbelebt hat.
Die neuen Aero-Effekte beanspruchen dann noch einmal rund 23 Megabyte, und während Fenster geöffnet oder verschoben werden, erzeugen die dazu passenden Animationen eine erhebliche CPU-Auslastung. Insgesamt verbraucht das Testsystem in der Redaktion rund 450 Megabyte RAM, ohne dass ein Programm läuft.
CPU läuft mit 100%, wie stelle ich Probleme mit dem SCVHost ab?
Probleme mit dem SCVHost sind schon seit Windows XP bekannt. Dabei handelt es sich um einen Service, der verschiedene Windows-Dienste steuert. In einigen Fällen tritt ein Fehler in Zusammenhang mit einem bestimmten Dienst und diesem Service auf. Das hat zur Folge, dass der Dienst in einen Loop verfällt und somit ständig Volllast erzeugt. Die gesamten CPU-Ressourcen werden für den einen fehlerhaften Prozess verwendet und der Computer läuft dementsprechend langsam.
Meist ist der Dienst nicht so einfach aufzuspüren. Im Windows-Taskmanager erscheint er erst gar nicht, nur die Gesamtlast der CPU zeigt 100% an. Die Firma Sysinternals stellt allerdings den kostenlosen Prozessmonitor Process Explorer zur Verfügung, mit dessen Hilfe der Verbraucher aufgespürt und abgestellt werden kann.
Im folgenden Screenshot sehen Sie genau, welcher Service die hohe CPU-Last erzeugt. In dem kleinen gelben Fenster werden genau die Dienste aufgeführt, die unter diesem Service laufen. Meist sind es mehrere, dann müssen die möglichen Übeltäter einzeln deaktiviert werden, um den Schaden zu beheben. Im Falle des Redaktionsrechners hat der "Ready Boost" die Störung ausgelöst, seit dieser Dienst deaktiviert wurde, läuft Vista wieder einwandfrei.
Der Process Explorer zeigt, welcher Prozess für die übermäßige CPU-Auslastung verantwortlich ist und welche Dienste darin ausgeführt werden (Klick vergrößert).
Der SCVHost-Service, der in unserem Fall das Problem darstellt, ist für vier Dienste verantwortlich. Diese müssen nun nach und nach einzeln abgestellt werden, um den Übeltäter zu entlarven. Leider muss der Rechner für jeden Dienst einzeln neu gestartet werden. Erst dann zeigt sich, ob der schädliche Dienst gefunden wurde. Deaktiviert werden die Dienste in der Systemkonfiguration: Die erreichen Sie durch Eingabe von "MSconfig" in der Ausführen-Maske im Startmenü.
Alle Windowsdienste werden in der Systemkonfiguration aufgelistet, dort können sie einzeln oder als Gruppe deaktiviert werden (Klick vergrößert).
Unter dem Reiter "Dienste" werden alle Windows-Dienste aufgeführt, auch die, die unter dem fehlerhaften SCVHost-Service gelistet waren. Der Redaktionrechner hatte Probleme mit "Ready Boost", nachdem dieser Dienst deaktiviert wurde, traten die Probleme nicht wieder auf. Je nach System können die Probleme aber auch von einem anderen Dienst ausgehen, da hilft nur ausprobieren.



