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Samsung N220 im Test: Klassenbester
Gelungenes Netbook bietet über neun Stunden Akkulaufzeit

von Roland Haberer Uhr veröffentlicht

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Nahezu jeder große PC-Hersteller hat zu Jahresbeginn ein neues Netbook angekündigt, inzwischen sind die meisten Geräte bereits verfügbar. Samsungs N220 macht da keine Ausnahme - und überzeugt im Test mit mattem Display, sehr guter Tastatur und hervorragenden Akkulaufzeiten.

Nahezu jeder große PC-Hersteller veröffentlicht zu Jahresbeginn ein neues Netbook - darunter auch Samsung mit dem Modell N220. Das Netbook mit 10,1-Zoll-Bildschirm überzeugt im Test mit mattem Display, sehr guter Tastatur und hervorragenden Akkulaufzeiten.

Bildschirm: Mattes Display

Samsung verbaut im N220 - wie bereits Asus bei seinem EeePC 1005PE - einen matten 10,1-Zoll-Bildschirm. Im Gegensatz zum schwächeren Asus-Pendant fallen Helligkeit und Kontrast durchweg gut aus. Die Hardware unterscheidet sich ansonsten nicht sonderlich von der Ausstattung anderer Netbooks. Samsung verbaut einen Intel Atom N450-Prozessor mit 1,66 Gigahertz, ein Gigabyte RAM sowie eine 250-Gigabyte-Festplatte. Der Arbeitsspeicher ist hinter einer leicht zugänglichen Abdeckung verborgen und lässt sich bei Bedarf gegen ein Zwei-Gigabyte-Modul austauschen.

Festplattengeschwindigkeit 250GB HDD (HD Tune)
MinimumMaximumDurchschnittZugriffszeit
35,3 MB/sek.76,3 MB/sek.56,8 MB/sek.18,3 ms

Akkulaufzeit und Lautstärke

Sowohl bei der Akkulaufzeit als auch bei der Lautstärke kann das Samsung N220 punkten - das Netbook lässt die Konkurrenz im Regen stehen. Samsung legt einen Sechs-Zellen-Akku mit 5.900 Milliampere bei. Dieser bietet etwas mehr Leistung als die Akkus der Konkurrenz mit meist nur 4.400 Milliampere. Dementsprechend hoch sind auch die Akkulaufzeiten.

Akkulaufzeit
OfficeFilm
560 min.315 min.

Mit über neun Stunden im Bürobetrieb bei einer Bildschirmhelligkeit von 75 Prozent stellt der Samsung N220 einen neuen Rekord auf. Auch Filme in Überlänge stellen dank einer Laufzeit von über fünf Stunden keinerlei Probleme dar. Zwar verbaut auch Samsung im N220 trotz der vergleichsweise niedrigen Abwärme des Prozessors einen Lüfter, jedoch ist dieser selbst unter Last dank niedriger Drehzahl und hoher Laufruhe nur bedingt wahrnehmbar.

Lautstärke (30cm)
idleLast
33,3 db33,8 db

Bedienung: So soll es sein

Die Tastatur nimmt etwas mehr Platz ein, als für das Tastenfeld eines Netbooks mit 10,1-Zoll-Display üblich. Das Samsung-Gerät ist deshalb etwas breiter als gewohnt und mit 1,33 Kilogramm geringfügig schwerer als andere Netbooks. Das Tastaturlayout entspricht bis auf zwei Ausnahmen dem Desktop-Standard. Samsung positioniert die rechte Shift-Taste ganz rechts – darunter leider die Erreichbarkeit. Ungewöhnlich: Die sehr große "Alt"-Taste in Kombination mit der vergleichsweise kleinen Leertaste. Beim Schreiben stört das jedoch nicht. Die Tastatur des Samsung N220 zählt zu den besten seiner Klasse. Vor allem die großen Abstände zwischen den einzelnen Tasten und der sehr gute Druckpunkt überzeugen.

Die Fläche des Multitouchpads ist ansprechend groß und erleichtert die Bedienung. Als Touchpadtaste kommt eine Wippe mit einer Kerbe in der Mitte zum Einsatz. Der Hub der Wippe ist vor allem an den beiden Seiten etwas lang, und der Tastenrand liegtetwa zwei Millimeter tiefer als die Handballenauflage. Durch den weicheren Druckpunkt am Tastenende lässt sich die Taste zur Mitte hin besser bedienen. Zwei getrennte Touchpadtasten sind dennoch nach wie vor die bessere Wahl.

Samsung N220

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Das Netbook ist in mehreren Farben erhältlich.

Schnittstellen und zweites Betriebssystem

Auch Samsung verändert nichts am Netbook-Einerlei bei den Schnittstellen: Drei USB-Ports und je ein LAN- und VGA-Anschluss sind bei beinahe jedem Netbook zu finden. Darüber hinaus bietet das Samsung N220 noch Bluetooth und WLAN mit N-Standard. Die Ausstattung vervollständigen ein Kartenleser und eine Webcam. Der Einschaltknopf befindet sich beim Samsung N220 an der Front.

Samsung bietet neben der Windows 7 Starter-Edition ein zweites Betriebssystem namens "Hyperspace" an. Das Prinzip ähnelt dem Basisbetriebssystem "Express Gate" von Asus, jedoch funktioniert Hyperspace in der Praxis längst nicht so gut wie das Asus-Pendant. Die Bootzeit ist mit rund 30 Sekunden viel zu lang. Dies ist auch dem großen Umfang des Basisbetriebssystems geschuldet - ein schlichter Browser hätte für die meisten Nutzer vermutlich vollkommen ausgereicht. Alles in allem lohnt sich der Griff zu Asus' alternativem Betriebssystem nicht.

Fazit: Klassenprimus

Samsung erfüllt mit der Ausstattung des N220 die Wünsche vieler Netbook-Käufer. Entsprechend überzeugend schlägt sich das Gerät im Test: Die sehr gute Tastatur kann sich genauso sehen lassen wie die langen Akkulaufzeiten und das matten Display. Auch der niedrige Preis von derzeit rund 320 Euro spricht für das Samsung N220. Raum für Verbesserungen ist dennoch vorhanden - das Tastaturlayout ist nicht perfekt, und die gekerbte Touchpad-Wippe schlägt sich im täglichen Einsatz nicht so gut wie zwei getrennte Touchpad-Tasten.

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Nahezu jeder große PC-Hersteller hat zu Jahresbeginn ein neues Netbook angekündigt, inzwischen sind die meisten Geräte bereits verfügbar. Samsungs N220 macht da keine Ausnahme - und überzeugt im Test mit mattem Display, sehr guter Tastatur und hervorragenden Akkulaufzeiten.

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Samsung N220 im Test: Klassenbester
Nahezu jeder große PC-Hersteller veröffentlicht zu Jahresbeginn ein neues Netbook - darunter auch Samsung mit dem Modell N220. Das Gerät überzeugt im Test mit mattem Display, sehr guter Tastatur und hervorragenden Akkulaufzeiten.
http://www.netzwelt.de/news/81743-samsung-n220-test-klassenbester.html
2010-02-04 18:38:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2010/m-disc473.jpg
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