Das erfolgreichste Spiel aller Zeiten feiert Jubiläum

Geburtstag: Die Sims werden zehn Jahre alt

Vor genau zehn Jahren kam ein Computerspiel auf den Markt, das mit seinen inzwischen drei Ausgaben unangefochten die Verkaufscharts für PC-Spiele anführt: "Die Sims". Einer der Gründe für den Erfolg: Die Soap-Opera zum Mitspielen ist das erste große PC-Spiel, das überwiegend weibliche Spieler anspricht.

Geburtstag: Die Sims werden zehn Jahre alt
Die Sims: Der virtuelle Charakter kann viele Berufe und Hobbies ausüben (Quelle: Electronic Arts)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1125 Millionen verkaufte Exemplare
  2. 2Der Sim wird zu dem, was sein Schöpfer aus ihm macht
  3. 3Frauenanteil von mehr als 50 Prozent

125 Millionen verkaufte Exemplare

Die Grundidee zum Spiel, das inklusive seiner zwei Fortsetzungen und den 40 Erweiterungen zum erfolgreichsten PC-Spiel aller Zeiten wurde, hatte Schöpfer Will Wright – und mit der Vermarktung seines Konzepts zuerst einmal einen schweren Stand. So hatte der Publisher Electronic Arts (EA) dem Titel "Die Sims" zum Start der Serie gerade einmal ein Potenzial von 160.000 verkauften Exemplaren zugetraut.

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Was vor zehn Jahren noch recht einfach begann, ist zu einem Kulturphänomen und einer Marke mit Millionenumsatz gewachsen. Dass einmal 125 Millionen des Titels über die Ladentheke gehen würden, hätte wohl auch der Sims-Macher Wright nicht erwartet. Wright hat sich allerdings im April des vergangenen Jahres von EA verabschiedet, um sich an einer Ideenschmiede mit dem Namen "Stupid Fun Club" zu beteiligen. Sein ehemaliger Arbeitgeber hat ihm seine größte Cashcow zu verdanken – und die Spiele-Welt einen der meistgespielten Titel.

Der Sim wird zu dem, was sein Schöpfer aus ihm macht

In der Lebens-Simulation "Die Sims" kümmern sich die Spieler um das Dasein von virtuellen Charakteren, den namensgebenden Sims. Die Faszination des Spiels liegt darin, Verhalten und Lebensweg der Sims zu lenken. Wer möchte, entwickelt etwa eine Spielfigur mit angenehmem Charakter, die sich rührend um Eigenheim und Familie kümmert. Aber auch das Erstellen einer rücksichtslosen Femme Fatale, die von den anderen Sims gemieden oder gefürchtet wird, ist möglich.

Frauenanteil von mehr als 50 Prozent

Das Spiel verändert nicht nur die Spiel-Kultur am PC, sondern zeigt, dass Computerspiele auch ohne Gewalt und Action sehr erfolgreich sein können. Zudem verbindet "Die Sims" eine Fan-Gemeinde in mehr als 66 Ländern auf der ganzen Welt. Die Sims sprechen nach Herstellerangaben im Gegensatz zu den meisten anderen erfolgreichen PC-Spielen vor allem Mädchen und junge Frauen an. Die Marketing-Abteilung von Electronic Arts schätzt den Frauenanteil unter den Spielern auf 55 bis 60 Prozent.

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