Olympus E-PL1: Kompaktkamera zum stolzen Preis
Kompakte Wechselobjektive
Ein wesentlicher Pluspunkt für die Kameras dieser Bauweise sind die wechselbaren kompakten Micro-Four-Thirds-Objektive. Hobby-Fotografen dürfte vor allem das M. Zuiko Digital ED 9-18 mm begeistern. Auf Kleinbild bezogen hat dieses Ultraweitwinkel-Optik eine Brennweite von 18 bis 36 Millimetern, die Linsengruppe eignet sich daher für Aufnahmen mit extremem bis gemäßigtem Weitwinkel. Die größte Lichtstärke beträgt allerdings nur 4,0, vermutlich ein Tribut an die äußerst kompakten Abmessungen. Mit einem Adapter lassen sich nicht nur die modernen Zuiko Digital-Objektive, sondern auch die klassischen analogen Olympus-Objektive aus der OM-Serie anschließen.
Olympus E-PL1: Den elektronischen Sucher zum Aufstecken gibt es als Zubehör. (Bild: Olympus)
Der Sensor liefert Bilder mit 12,3 Megapixeln Auflösung. In Zusammenarbeit mit dem "TruePic V Bildprozessor" soll beste Bildqualität auch bei ISO-Werten bis 3.200 möglich sein. Der Anwender kann auch die Bildseitenverhältnisse der Aufnahmen variieren. Dabei stehen die Einstellungen 16:9, 3:2, 4:3 und 6:6 zur Verfügung. Der eingebaute Bildstabilisator arbeitet mit einem Bewegungssensor direkt im Gehäuse und funktioniert deshalb mit allen Objektiven.
Wie in der gehobenen Digicam-Klasse inzwischen üblich, beherrscht die Olympus auch die Aufnahme von HD-Videos, angeblich kann der Anwender bis zu sieben Minuten am Stück filmen - und das mit 30 Bildern pro Sekunde in einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln, die im AVI-Format abgelegt werden. Die HD-Videos lassen sich anschließend über eine HDMI-Schnittstelle an ein TV-Gerät übertragen. Eine für fortgeschrittene Anwender sinnvolle Funktion stellt der "Accessory Port" zum Anschluss von Zusatzmodulen wie einem elektronischen Sucher oder einem Mikrofonadapter zum Aufnehmen von Videos mit Stereo-Sound dar.
Andy Warhol in der Digicam
Wie inzwischen zahlreiche andere Digitalkameras bietet auch die E-PL1 Bildbearbeitung in der Kamera an. Eine Besonderheit bei den eingebauten Bildbearbeitungsprogrammen sind die sechs Kunstfilter. Der Filter Pop Art beispielsweise verwandelt jedes Foto in ein Bild im Stil der berühmtem Andy-Warhol-Porträts, ein echtes Novum auf dem Digicam-Markt. Wobei zweifelhaft ist, was Andy Warhol selbst dazu gesagt hätte. Daneben verfügt die Olympus auch über die üblichen Automatikfunktionen und Motivprogramme. Das Datenblatt verzeichnet allein 25 Aufnahmemodi.
Olympus E-PL1: Kunst als digitales Gimmick: Mit sechs sogenannten Art-Filtern kann der Anwender bei der E-PL1 die Aufnahmen mit künstlerischen Effekten versehen, sogar ein Andy-Warhol-Filter ist dabei. (Bild: Olympus)
Unterwassergehäuse als Zubehör
Olympus gehört zu den traditionsreichen Herstellern, die sich ähnlich wie Canon, Pentax oder Nikon durch beharrliche Modellpflege und umfangreiches Zubehör auszeichnen. So gibt es für die E-PL1 nicht nur Wechselobjektive und den oben erwähnten elektronischen Sucher, sondern unter anderem auch ein Unterwassergehäuse, das Tauchgänge bis zu 40 Metern Tiefe erlauben soll.
Das umfangreiche Zubehör mag für ambitionierte Fotografen ein Grund mehr sein, die für die Kamera fälligen 600 Euro als sinnvolle Investition zu betrachten. Die E-PL1 ist ab März erhältlich. Dem Käufer stehen vier Farben zur Auswahl: Schwarz, Weiß, Champagner, Rot.
