DJ-Freeware im Test: UltraMixer Free
Probleme mit Java und Vollbild
Die Anwendung basiert auf Java und ist unter Java 1.6 oder höher lauffähig. Im Test zeigten sich trotz aktueller Version einige Darstellungsprobleme. So wechselte etwa der Mauszeiger nach dem Manipulieren einiger Bedienelemente nicht mehr zurück in die Standard-Form, anschließend ließ sich die gesamte Oberfläche des Programms nicht mehr bedienen. Abhilfe schaffte erst mehrfaches Verkleinern und Vergrößern des Fensters.
UltraMixer kann auch im Vollbild angezeigt werden. Bei großen Monitoren mit Breitbild-Auflösung führt das allerdings zu einem verzerrten Bild, da das Programm mit einer Bildschirmauflösung von 1.024 mal 768 Bildpunkten arbeitet. Soll der Bildschirm hingegen auch während der DJ-Party für andere Anwendungen bereitstehen, bietet sich das Umschalten in den MiniMode an. Dann zeigt UltraMixer Free eine stark reduzierte Oberfläche an.
Grundlegende DJ-Funktionen
Die DJ-Software spielt neben Audio-CDs auch zahlreiche Dateiformate wie MP3, WMA, AAC, OGG und WAV ab. Für sämtliche Formate unterstützt das Programm ID3-Tags, damit der Anwender die geladene Musik einfacher zuordnen kann. Die ID3-Tags kann der Nutzer für einzelne Titel nach seinen Wünschen anpassen.
Bei jeder der beiden Spuren kann der Anwender mit einem Equalizer den Klang des aktuellen Songs verändern. Mit einem Bandpass entfernt der DJ bei Bedarf Höhen, Mitten oder Tiefen aus dem Klangspektrum. Außerdem kann er die Lautstärke für Audio-Ausgang und Monitor getrennt regeln und das "Panorama" - also die räumliche Position der Klangquelle - einstellen.
Um einen Titel in einen anderen überzublenden, steht in der Mitte der grafischen Oberfläche von UltraMixer Free die Funktion "Fading" bereit. Neben dem normalen "Crossfade" kann der Nutzer auch eine etwas weichere Überblendung oder einen nahtlosen Übergang beider Titel ohne Laustärke-Anpassung auswählen. Die Dauer des Übergangs ist ebenfalls einstellbar.
Vorhören und Moderieren
Mit einer Mehrspur-Soundkarte kann der angehende DJ zusätzlich zum Ausgang einen Kopfhörer anschließen. So ist es möglich, den nächsten Song vorzuhören, während der andere Titel noch läuft. Auch ein Mikrofon kann der Nutzer anschließen, um Ansagen an das Publikum zu richten. Mit der Schaltfläche "Talk!" kann er im Programm dazu die Lautstärke der virtuellen CD-Player senken und gleichzeitig die Lautstärke des Mikrofons erhöhen.
Fazit: Nur leichte Schönheitsfehler
Für die private Party ist das kostenfreie DJ-Programm Ultramixer Free sehr zu empfehlen. Die Freeware-Version der DJ-Software bietet die wichtigsten Basisfunktionen einer professionellen DJ-Umgebung. Allerdings treten hin und wieder Probleme mit Java auf, zudem muss der Anwender störende Einblendungen im Zwei-Stunden-Takt in Kauf nehmen.
>>> UltraMixer Free kostenlos bei netzwelt herunterladen <<<
Wer professionell mit dem Programm arbeiten möchte, sollte nicht nur aus lizenzrechtlichen Gründen zur Pro-Version greifen. Neben weiteren Funktionen steuert das Programm über einen Adapter das Bühnenlicht. Außerdem kann die Vollversion über eine MIDI-Schnittstelle auch mit Hardware-Controllern bedient werden. Die Preise für die kostenpflichtigen Versionen UltraMixer Home und Basic für den privaten Gebrauch sowie UltraMixer Professional für den kommerziellen Einsatz liegen zwischen 29 und 179 Euro.
