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01.02.2010
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Kostenlose DJ-Software mit professionellen Ansprüchen

DJ-Freeware im Test: UltraMixer Free

Software

DJ-Freeware im Test: UltraMixer Free

Das Dresdener Unternehmen UltraMixer Digital Audio Solutions stellt mit dem Programm UltraMixer ein professionelles Audio-Werkzeug für private und gewerbliche DJs bereit. Die kostenlose Version UltraMixer Free bietet alle Grundfunktionen der "großen" Lösung - und ist für die Privatparty mehr als ausreichend.

Nach einer kurzen Registrierung unter Angabe von Namen und E-Mail Adresse steht die Anwendung dem Nutzer zeitlich unbegrenzt zur Verfügung. Dafür muss der Nutzer allerdings einen Hinweis auf die kostenpflichtige Version in Kauf nehmen, die die Anwendung zuerst beim Programmstart und danach all zwei Stunden einblendet.

Professionelle Oberfläche

Die Oberfläche des Programms orientiert sich am Standard-CD-Player für DJs. So zeigt die Software zwei Displays mit den wichtigsten Daten zum gerade laufenden Titel und dem nächsten Stück an. Darunter befinden sich Schaltflächen zur Wiedergabe der Titel. Auch die Tonhöhe und Geschwindigkeit der Songs kann der Nutzer verändern. Die Geschwindigkeit des aktuellen Titels erkennt UltraMixer automatisch und zeigt sie direkt im Display an.

UltraMixer Free

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UltraMixer Free fasst die grundlegenden Funktionen der kostenpflichtigen Pro-Version des DJ-Programms zusammen.
(Klick vergrößert)

Unter den beiden Steuerungskonsolen befindet sich je eine Wiedergabeliste mit den nächsten Titeln. Hier können einzelne Audio-Dateien oder ganze Verzeichnisse per Drag-and-Drop in den virtuellen CD-Player geladen werden. Auch das Importieren von CDs ist möglich. Die Titelnamen liest das Programm dazu bei bestehender Internetverbindung aus der Datenbank "CDDB" aus.

Die Bedienung gelingt in den meisten Fällen ohne Probleme, sofern der Anwender einige Grundbegriffe aus der DJ-Welt kennt. Auf eine genaue Beschreibung der einzelnen Bedienelemente verzichtet das Programm aber. Dafür kann der Nutzer jedes Element auch über die Tastatur steuern. In den Einstellungen kann er die Kurzbefehle dazu anpassen.

Probleme mit Java und Vollbild

Die Anwendung basiert auf Java und ist unter Java 1.6 oder höher lauffähig. Im Test zeigten sich trotz aktueller Version einige Darstellungsprobleme. So wechselte etwa der Mauszeiger nach dem Manipulieren einiger Bedienelemente nicht mehr zurück in die Standard-Form, anschließend ließ sich die gesamte Oberfläche des Programms nicht mehr bedienen. Abhilfe schaffte erst mehrfaches Verkleinern und Vergrößern des Fensters.

UltraMixer kann auch im Vollbild angezeigt werden. Bei großen Monitoren mit Breitbild-Auflösung führt das allerdings zu einem verzerrten Bild, da das Programm mit einer Bildschirmauflösung von 1.024 mal 768 Bildpunkten arbeitet. Soll der Bildschirm hingegen auch während der DJ-Party für andere Anwendungen bereitstehen, bietet sich das Umschalten in den MiniMode an. Dann zeigt UltraMixer Free eine stark reduzierte Oberfläche an.

Grundlegende DJ-Funktionen

Die DJ-Software spielt neben Audio-CDs auch zahlreiche Dateiformate wie MP3, WMA, AAC, OGG und WAV ab. Für sämtliche Formate unterstützt das Programm ID3-Tags, damit der Anwender die geladene Musik einfacher zuordnen kann. Die ID3-Tags kann der Nutzer für einzelne Titel nach seinen Wünschen anpassen.

Bei jeder der beiden Spuren kann der Anwender mit einem Equalizer den Klang des aktuellen Songs verändern. Mit einem Bandpass entfernt der DJ bei Bedarf Höhen, Mitten oder Tiefen aus dem Klangspektrum. Außerdem kann er die Lautstärke für Audio-Ausgang und Monitor getrennt regeln und das "Panorama" - also die räumliche Position der Klangquelle - einstellen.

Um einen Titel in einen anderen überzublenden, steht in der Mitte der grafischen Oberfläche von UltraMixer Free die Funktion "Fading" bereit. Neben dem normalen "Crossfade" kann der Nutzer auch eine etwas weichere Überblendung oder einen nahtlosen Übergang beider Titel ohne Laustärke-Anpassung auswählen. Die Dauer des Übergangs ist ebenfalls einstellbar.

Vorhören und Moderieren

Mit einer Mehrspur-Soundkarte kann der angehende DJ zusätzlich zum Ausgang einen Kopfhörer anschließen. So ist es möglich, den nächsten Song vorzuhören, während der andere Titel noch läuft. Auch ein Mikrofon kann der Nutzer anschließen, um Ansagen an das Publikum zu richten. Mit der Schaltfläche "Talk!" kann er im Programm dazu die Lautstärke der virtuellen CD-Player senken und gleichzeitig die Lautstärke des Mikrofons erhöhen.

Fazit: Nur leichte Schönheitsfehler

Für die private Party ist das kostenfreie DJ-Programm Ultramixer Free sehr zu empfehlen. Die Freeware-Version der DJ-Software bietet die wichtigsten Basisfunktionen einer professionellen DJ-Umgebung. Allerdings treten hin und wieder Probleme mit Java auf, zudem muss der Anwender störende Einblendungen im Zwei-Stunden-Takt in Kauf nehmen.

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Wer professionell mit dem Programm arbeiten möchte, sollte nicht nur aus lizenzrechtlichen Gründen zur Pro-Version greifen. Neben weiteren Funktionen steuert das Programm über einen Adapter das Bühnenlicht. Außerdem kann die Vollversion über eine MIDI-Schnittstelle auch mit Hardware-Controllern bedient werden. Die Preise für die kostenpflichtigen Versionen UltraMixer Home und Basic für den privaten Gebrauch sowie UltraMixer Professional für den kommerziellen Einsatz liegen zwischen 29 und 179 Euro.


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schnurri_
schnurri_
02.02.10 06:47

Für "Lau" ist das Ganze gar nicht mal so schlecht, allerdings basiert das ganze auf Java - und wer nicht unbedingt ein Freund davon ist, wird sich mit dem Programm daher nicht anfreuden.

Ausserdem hakelt die Bedienung und die Darstellung im Vollbild sieht auch komisch aus (Kanten versetzt auf 1920er Auflösung)

Ansonsten funktioniert der "Mischeffekt" problemlos und man kann damit zwar nicht professional Arbeiten, aber für die Party zu Hause langt es allemal :)


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