Konzernchef steht Mitarbeitern Rede und Antwort

Apple: Steve Jobs mit Kritik an Adobe Flash, Google und Blu-ray

Apple: Steve Jobs mit Kritik an Adobe Flash, Google und Blu-ray Ein Kritikpunkt an Apples neuem Tablet-Rechner war von der ersten Ankündigung an die Tatsache, dass der iPad - wie schon zuvor das iPhone - keine Flash-Inhalte auf Webseiten wiedergeben kann. Jetzt soll sich Apple-Chef Steve Jobs zur fehlenden Flash-Unterstützung der Geräte zu Wort gemeldet haben.

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HTML 5 als Flash-Ersatz

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Das amerikanische Online-Magazin Wired.com zitiert Steve Jobs mit den Worten "Flash ist zu fehlerhaft". Nach Informationen Online-Mediums stand der Apple-Chef wenige Tage nach der Ankündigung des iPad seinen Mitarbeitern Rede und Antwort. Auf Fragen bezüglich der fehlenden Flash-Unterstützung soll der Konzernchef geantwortet haben, dass Adobe zwar ein Unternehmen mit großem Potenzial sei. Andererseits reagiere die Software-Schmiede aber zu träge, wenn es um die Beseitigung von Instabilitäten in der Flash-Software gehe.

Flash sei nach internen Statistiken einer der Hauptgründe für Abstürze von Mac-Rechnern, zitiert Wired.com Jobs weiter. Außerdem sehe Jobs Flash nicht als zukunftssichere Lösung an, da der Webstandard HTML 5 bereits die Einbindung von Video-Streams ohne Plug-in erlauben würde. Demnach ist eine vollständige Flash-Unterstützung auf mobilen Geräten von Apple in nächster Zeit vermutlich nicht zu erwarten.

Dass der HTML 5-Standard immer mehr Beachtung findet, zeigen auch erste Tests von Video-Portalen: Youtube etwa bietet bereits eine Vorabversion eines eigenen Video-Players auf HTML 5-Basis an, der bereits in der Lage ist, das komplette Video-Angebot der Seite abzuspielen.

Kritik an Googles Smartphone-Vorstoß

Auf Mitarbeiter-Fragen hin, wie der Apple-Chef zu Googles Vorstößen in das Smartphone-Segment stehe, verurteilte Jobs angeblich das Verhalten des Internet-Konzerns. Obwohl Google in vielen Geschäftsbereichen mit Apple kooperiert, soll der Unternehmenslenker nach Wired.com-Angaben das Google-PR-Motto "Don’t be evil!" - frei übersetzt "Sei nicht böse" - trocken als "Bullshit" - also "Mist" - bezeichnet haben.

Jobs soll vor allem kritisiert haben, dass Google mit dem Nexus One in Konkurrenz zum iPhone tritt und das eigene Produkt auch unter diesem Motto aggressiv bewirbt. "Nicht wir sind ins Such-Geschäft eingestiegen, sondern sie ins Telefon-Geschäft. Sie wollen das iPhone zerstören, macht euch da keine Illusionen. Aber wir werden das nicht zulassen", zitiert Wired den Apple-Chef.

Nach Berichten des Blogs Macrumors.com soll sich Jobs auch negativ zum Blu-ray-Standard geäußert haben. Der Apple-Chef wolle das Medienformat nicht unterstützen, weil die "Software ein Chaos" sei. Blu-ray sei Jobs Meinung nach noch nicht für den Massenmarkt geeignet, berichtet Macrumors.com.

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