Schon im Laden auf Energieverbrauch achten und Kosten sparen
Grüner Rechner: Tipps für den PC-Kauf
Nicht nur die Industrie, auch jeder Verbraucher kann zu Green Computing beitragen: Schon beim Kauf der Rechengeräte können Anwender durch clevere Wahl der Komponenten den Stromverbrauch senken - und später bares Geld sparen. Besonders Prozessor und Grafikkarte spielen eine wesentliche Rolle beim Stromverbrauch eines Desktop-PC.
Inhaltsverzeichnis
- 1Mainboard, Grafikkarte und Festplatte
- 2Stromhungrige Prozessoren
- 3Mehr Leistung, mehr Aufnahme
Mainboard, Grafikkarte und Festplatte
Beim Kauf der Platine kann der Anwender kaum etwas falsch machen. Das Mainboard und der darauf verbaute Chipsatz können nur eingeschränkt getauscht werden, da sie immer zum Prozessor passen müssen und bei Notebooks hat man hier sowieso kaum eine Wahl. Im Zweifel sollten Interessenten im Fachgeschäft nachfragen, was die Komponente verbraucht es dürften aber nur wenige Watt sein.
Wichtiger für den Stromverbrauch als die Hauptplatine ist die Grafikkarte: Hier gibt es massive Unterschiede, die man nicht pauschal ordnen kann. Sowohl die Produkte von Nvidia als auch ATI können je nach Performance zwischen 50 und 300 Watt aufnehmen. Auf der sicheren Seite in Sachen Energie ist nur, wer zu einer Onboard-Grafiklösung greift: Die auf dem Mainboard verbauten Chips sind meist sehr sparsam, die Leistung genügt allerdings in der Regel nur für den Bürobetrieb.
Die Festplatte hingegen benötigt selten mehr als zehn Watt. Interessant ist hier aber, dass die neuen Solid-State-Drives gegenüber den "alten" Modellen nochmals Strom sparen: Da die Laufwerke komplett ohne mechanische Teile auskommen, sind SSDs nicht nur schneller, sondern verbrauchen in der Regel merklich weniger Strom als herkömmliche Festplatten. Besonders sparsame Geräte kommen mit einem Drittel weniger Energie als eine Festplatte aus.
Stromhungrige Prozessoren
Der zweite Hauptverbraucher im Rechner nach der Grafikkarte ist eindeutig der Prozessor hier gibt es auch die größten Unterschiede zwischen den Modellen der einzelnen Hersteller. Einerseits möchte man als Kunde möglichst wenig Strom damit verheizen, gleichzeitig aber auch nicht auf die ansprechende Leistung verzichten.
Wer lediglich einfache Aufgaben wie Textverarbeitung oder Internet-Surfen bewältigen muss, greift daher am besten zu einem preiswerten Modell: Viele der günstigsten Desktop-PCs arbeiten mit relativ langsame CPUs, die wenig Leistung aufnehmen.
Die Modelle der Athlon II X2- und Sempron-Serie von AMD etwa verbrauchen selbst unter Last nur rund 40 bis 60 Watt Strom. Auch der Verbrauch der aktuellen Low-Cost-Modelle von Intel liegen in diesem Bereich. Aber Vorsicht: In manchem Schnäppchen-PC steckt eine veraltete CPU-Generation wie etwa Prozessoren der Core 2 Duo-Reihe, die nur über sehr eingeschränktes Energie-Management verfügen.
Mehr Leistung, mehr Aufnahme
Braucht man einen schnelleren Prozessor, greift man am besten zum Intel-Produkt: Die aktuelle Core-Baureihe mit den Linien Core i3 und i5 nimmt im Leerlauf kaum soviel Strom auf wie eine Glühbirne. Die Produkte von AMD, insbesondere die aktuelle Phenom-Baureihe, verbrauchen derzeit etwa 40 Watt mehr Strom. Auch bei den etwas älteren CPU-Baureihen liegt Intel vorn: Die Core 2 Duo-Prozessoren verbrauchen merklich weniger Energie als vergleichbare AMD-Phenom-Modelle.
Die maximale Leitungsaufnahme bei voller Last ist dabei weniger wichtig, da die Maximalleistung nur selten erreicht wird. Kein Heimanwender kann die Leistung seines Prozessor wirklich dauerhaft ausreizen. Im täglichen Betrieb laufen CPUs durchschnittlich mit zwei bis 15 Prozent Last, sodass im Leerlauf die Prozessoren möglichst viel Strom sparen müssen und hier hat Intel mit der Core-Architektur ganze Arbeit geleistet.
Insgesamt hängt von Prozessor und Grafikkarte nicht nur der Stromverbrauch des PC maßgeblich ab, sondern auch dessen Lautstärke: Jedes Watt, das aufgenommen und verrechnet wird, wandelt sich in thermische Energie und muss wieder irgendwie aus dem Rechner heraus. Die großen Lüfter und leistungsfähigen Kühlungen mit warmen und kalten Gängen in Rechenzentren machen das besonders deutlich.

einmal ist AMD gut dann wieder Intel. Komischer Bericht.