Von Athlon II X2 bis Phenom II X4

Netzwelt-Wissen: Desktop-Prozessoren von AMD

Anfang 2009 führte AMD den AM3-Sockel ein, der im Laufe des letzten Jahres das Ende der beliebten Sockel AM2 und AM2+ einläutete. Zudem vollzog AMD den Wechsel von DDR2- auf DDR3-Arbeitsspeicher. Dabei wurde das Prozessor-Portfolio auf drei CPU-Typen gekürzt: Athlon II, Phenom II und Sempron. Der neueste Clou: Sechs-Kern-CPUs.

AMD Black Edition
AMD Phenom II X6 1090T Black Edition: Der schnellste AMD-Prozessor 

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Phenom II: Von zwei bis sechs Kernen
  2. 2Athlon II: Ohne L3-Cache
  3. 3Sempron: Der Einstiegsprozessor

Phenom II: Von zwei bis sechs Kernen

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Mit der Umstellung auf den AM3-Sockel geht ein sehr einprägsames Namensschema einher. Hinter die Bezeichnung Phenom II hängt der Hersteller eines der vier Kürzel, X2, X3, X4 oder X6 an - die Zahl steht für die Anzahl der Rechenkerne. Dahinter folgt eine dreistellige Nummer, die auch ohne Angabe der Taktfrequenz einen Ausblick auf die zu erwartende Geschwindigkeit gibt. Eine Ausnahme bilden die Sechs-Kern-CPUs mit einer vierstelligen Ziffer und einem Buchstaben. Die Nummern sind fortlaufend, je höher die Zahl, desto schneller der Prozessor.

Eine weitere Besonderheit der Phenom II X6-Prozessoren ist die Unterstützung des "Turbo-Modus". Dabei wird die CPU automatisch um bis zu 500 Megahertz übertaktet. Bei einigen Modellen befindet sich hinter der dreistelligen Zahl noch ein "e" - diese Modellreihe gibt es auch bei der Athlon II-Serie. Der Buchstabe steht für einen besonders niedrigen Stromverbrauch. Nachteil: Die Prozessoren kosten deutlich mehr als die normalen Modelle. Mit dem Zusatz "Black Edition" versieht AMD Prozessoren mit freiem Multiplikator. Diese Modelle richten sich vor allem an Übertakter.

Athlon II: Ohne L3-Cache

Die Ahtlon II-Serie verfügt über das gleiche Namensschema wie die Phenom II-Prozessoren. Hinter dem X steht eine Zahl von zwei bis vier für die Anzahl der Rechenkerne, gefolgt von einer dreistelligen Produktnummer.

Neben dem anderen Kern unterscheiden sich die Athlon II-Modelle von der Phenom II-Serie durch das Fehlen des Level-3-Caches (L3). Diese Beschränkung hemmt die Rechenleistung in den meisten Anwendungen nur geringfügig. In Spielen macht sich der fehlende L3-Cache jedoch deutlich bemerkbar. Die Athlon II-Serie ist im Schnitt niedriger getaktet als die Phenom II-Serie und deshalb auch durchweg günstiger.

Sempron: Der Einstiegsprozessor

Der Einstiegsprozessor bei AMD heißt seit Jahren Sempron, so auch beim neuen AM3-Sockel. Diese CPU ist im Funktionsumfang sehr eingeschränkt und arbeitet mit nur einem Rechenkern. Die dürftige Rechenleistung macht das sehr attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis zum Teil aber wieder wett. Derzeit gibt es nur ein Modell, den Sempron 140 mit einem Takt von 2,70 Gigahertz.

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