Handyhersteller verzeichnet Quartalsgewinn dank Smartphones

Motorola: 20 neue Android-Smartphones für 2010

Motorola: 20 neue Android-Smartphones für 2010 Der krisengeschüttelte US-Handyhersteller Motorola hat für das laufende Jahr angekündigt, mindestens 20 weitere Smartphone-Modelle mit Googles Betriebssystem Android auf den Markt zu bringen. Der Grund: Die Mobiltelefone mit Android verkaufen sich wie warme Semmeln.

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Erstmals wieder Gewinne bei Motorola

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Nach langer Durststrecke scheinen Smartphones mit Googles Betriebssystem Android nun Motorola zu einem ersten Durchbruch zu verhelfen. Von den Geräten setzte das Unternehmen nach eigenen Angaben in den letzten drei Monaten immerhin zwei Millionen Stück ab. Branchen-Insider hatten mit maximal 1,3 Millionen verkaufter Exemplare gerechnet.

Im Schlussquartal des Jahres 2009 verdiente Motorola dank harter Einsparungen immerhin 142 Millionen US-Dollar. Der Jahresumsatz sank 2009 dennoch - unter anderem aufgrund der schlechten Absatzlage durch die Wirtschaftskrise - um ein Fünftel auf 5,7 Milliarden Dollar. Bereits im Jahr 2008 hatte das Unternehmen Verluste von 3,7 Milliarden Dollar zu tragen.

"Unsere ersten Android-Smartphones sind sehr gut angekommen"

Die guten Quartalsergebnisse will die Konzernführung mit einem Frontalangriff auf Smartphones wie Apples iPhone fortschreiben. "Unsere ersten Android-Smartphones sind sehr gut angekommen", sagte Motorolas stellvertretender CEO Sanjay Jha am gestrigen Donnerstag in Schaumburg, Illinois. Er kündigte für das laufende Jahr an, noch mindestens 20 weitere Modelle der multifunktionalen Android-Handys veröffentlichen zu wollen.

Allerdings reißen die Probleme der Handy-Sparte noch längst nicht ab. Insgesamt lieferte Motorola im Jahr 2009 lediglich zwölf Millionen Mobiltelefone aus. Die Prognose von 14,8 Millionen verkauften Handys wurde damit klar verfehlt. Daraus resultiert auch die Ankündigung des Vorstandes, im ersten Quartal 2010 vermutlich keine Gewinne zu machen - was von Analysten und Anlegern allerdings bereits erwartet wurde.

Als Reaktion auf die Ankündigung gab die Motorola-Aktie vorbörslich an der New Yorker Börse nach. Nokia-Aktien hingegen stiegen um über elf Prozent. Der finnische Konzern hatte im vierten Quartal 2009 dank steigender Handy-Verkaufszahlen ebenfalls mehr Gewinn gemacht als erwartet.

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