Tablet-PC ab März - auch in Europa
Apple: Es ist ein iPad
Gleich zum Start seiner Präsentation im Yerba Buena Center in San Francisco zieht Apple-Chef Steve Jobs den von Kunden und Fachwelt sehnsüchtig erwarteten Tablet-PC aus dem Hut: den iPad. Irgendwo zwischen iPhone und MacBook hat Apple dieses superflache Gadget angesiedelt. Es soll die Lücke schließen, die das Netbook nicht schließen konnte - und eine neue Art mobiler Endgeräte verkörpern, verspricht Steve Jobs. Das Update vom 29. Januar: "T-Online gibt Preise für Deutschland bekannt" finden Sie am Ende des Beitrags
Dabei soll das iPad all die Funktionen bieten, die wir auch schon vom iPhone kennen: im Netz surfen, E-Mails abrufen, Musik hören, E-Books lesen, Bilder und Videos anschauen und Spiele spielen. Wie das erfolreiche iPhone soll auch das iPad Zugriff auf den Appstore erhalten. Bei Entwicklern und Apple dürfte das einen weiteren Goldrausch auslösen.
In dem neuen Gerät arbeitet ein apple-eigener Chipsatz, namens "A4" mit einem Takt von einem Gigahertz. Der Speicherplatz soll zwischen 16 und 64 Gigabyte betragen, die Daten legt das neue iPad auf Flash-Medien ab.
Apple iPad: Das superflache Tablet soll die Konkurrenz das Fürchten lehren. (Bild: Apple)
Die Leistung des iPad reicht für zahlreiche Multimedia-Anwendungen aus, Jobs führte auf der Veranstaltung sowohl das Aufrufen von Webseiten wie der New York Times und Google Street View als auch Filme vor. Auch erste Spiele zeigte der Apple-Chef.
Apple iPad: Die elegante Multitouch-Oberfläche bietet appletypisch einfache Bedienung. (Bild: Apple)
Die Anzeige für den elegant gestalteten Tablet-PCs übernimmt ein 9,7-Zoll-Flüssigkristall-Display mit einer Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten. Der berührungsempfindliche Bildschirm akzeptiert Multi-Touch-Gesten, für gutes Bild und niedrigen Stromverbrauch sollen ein IPS-Panel und LED-Hintergrundbeleuchtung sorgen. Entgegen erster Vermutung hat der neue iPad keine Kamera an Bord. Die drahtlose Übertragung erfolgt je nach Ausstattung per WLAN- oder UMTS-Modul, außerdem hat das iPad noch ein Bluetooth-Modul an Bord.
Apple iPad: Der neue Tablet-PC eignet sich als Gelegenheitsschreibgerät genauso wie als E-Book-Reader. (Bild: Apple)
Apple-Chef Jobs positioniert den iPad als Allrounder, der E-Book-Readern und tragbaren Rechnenr gleichermaßen Konkurrenz machen könnte. Dabei plant Apple nach eigenen Angaben, das passende digitale Buchangebot gleich mitzuliefern: Der Hersteller arbeitet mit fünf der weltweit größten Verlage zusammen, um deren Portfolio über einen neuen Online-Buch-Shop namens "iBook Store" zur Verfügung zu stellen.
Apple iPad: Das leistungsstarke Farbdisplay sticht die Anzeige aktueller E-Book-Reader mühelos aus. (Bild: Apple)
Dank Bildschirmtastatur und eigens angepasster Büro-Anwendungen eignet sich der handliche Rechner aber durchaus auch für Schreibarbeiten, für Multimedia-Unterhaltung sorgt Apples iTunes-Angebot. Insgesamt zehn Stunden lang soll der Akku des neuen Tablet durchhalten.
Apple iPad: Dank Ein-Gigahertz-Prozessor gibt der Tablet auch Multimedia-Inhalte wieder. (Bild: Apple)
Für ausreichend Software auch abseits der installierten Anwendungen wird ebenfalls gesorgt: Der iPad arbeitet nach Apple-Angaben bereits ab Werk mit 140.000 Anwendungen aus dem AppStore zusammen. Eine eigene iPad-Rubrik für den AppStore befindet sich ebenfalls in Planung, das SDK für Entwickler steht ebenfalls bereits zur Verfügung.
Steve Jobs präsentiert das neue Apple iPad (Quelle: Engadget)
Das iPad soll in den nächsten Monaten in den USA in den Handel kommen. Die Preise liegen zwischen 499 US-Dollar für die W-LAN-Ausgabe mit 16 Gigabyte Speicher, die im März erscheinen soll, und 829 Dollar für das 3G-Modell mit 64 Gigabyte Speicher, das Apple für April ankündigt.
Update vom 29. Januar: T-Online gibt Preise für Deutschland bekannt
Der Internet-Shop von T-Online hat für kurze Zeit die ersten iPad-Modelle beworben. Das Unternehmen kündigt auf seiner Webseite an, Geräte ohne UMTS-Modul mit 16, 32 und 64 Gigabyte Speicherplatz anbieten zu wollen. Die Preise liegen je nach Speichergröße bei 499, 599 und 699 Euro. In den USA kostet das iPad ohne UMTS mit 16 Gigabyte Speicher 499 Dollar, was ungefähr 356 Euro entspricht. Wann genau T-Online mit der Auslieferung der iPads beginnt, ist nicht bekannt.
Inzwischen hat das Unternehmen die Seiten mit der iPad-Ankündigung wieder vom Netz genommen. Dafür gibt Apple auf der deutschen Webseite die offiziellen Erscheinungstermine für den iPad bekannt. Die WLAN-Modelle des Tablet-Computers sollen Ende März 2010 in Deutschland erscheinen, die UMTS-fähigen 3G-Modelle kommen im April in den Handel. Zu den Preisen macht Apple noch keine Angaben.
Apple iPad Spezifikationen
- Multitouch-Display
- Kompass
- Mikrophone
- Lautsprecher
- 30-Pin-Anschluss
- 1 GHz Apple A4 Chip
- 16 bis 64 GByte Flash-Speicher
- Dünn (12,7 mm)
- Leicht (680 Gramm)
- 10 Stunden Akkulaufzeit im Betrieb
- Über 1 Monat Akkulaufzeit im Standby-Betrieb
- WLAN
- Bluetooth
- Unterstützung des Appstore
Die Diskussion ist eröffnet. Schreibt in den Kommentaren, ob das Apple iPad eure Erwartungen erfüllt hat. Wir werden schon nächste Woche unseren Test folgen lassen.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 20 Beiträge
Ich werde es mir kaufen. Warum? Weil ich einfach ein Gerät haben will, dass einfach und schnell zu bedienen ist, gut aussieht, per Touch gesteuert werden kann und schnellen Zugriff bietet. Habe auch ein Netbook das...
Das Ipad ist was für unterhaltung, jemand der damit angeben will. Für Arbeit ist es nciht wirklich sinnvoll, da würde ich mir liebe ein ipod touch kaufen. Diesmal hätte ich etwas besseres von apple...
Ich könnte Wetten das 80% von euch ausser im Mediamarkt oder im Apple Store noch nie mit Produkten von Apple etwas zu tun hatte.!!! Das Inovative ist nicht allein die Hartware es sind vor allem die Software...
Wer sich dieses Gerät kauft ist, meiner Meinung nach, blöd oder weiß nicht wohin mit seinem Geld. Das Gerät hat keinen USB-Anschluss oder Cardreader = keine einfache Möglichkeit Daten zu übertragen. Wenn...
Zitat: hat das "wunderteil" denn auch USB? Also, soweit ich weiß, hat das Teil weder USB-Schnittstelle noch Card-Slots. Ich nehme mal an, dass Apple einfach nicht will, dass...