41-Millimeter-Festbrennweite und ein großer Bildsensor

Sigma DP2 im Test: Kompaktkamera mit DSLR-Herz

Sigma DP2 im Test: Kompaktkamera mit DSLR-Herz Sigma baut in die DP2 den gleichen Bildsensor wie in seine Spiegelreflexkameras ein. Mit diesem liefert die Kompaktkamera vor allem bei Bildern im hauseigenen Rohdatenformat X3F hervorragende Bildqualität. Durch ihre Festbrennweite eignet sich die DP2 eher für anspruchsvolle Aufnahmen denn für Schnappschüsse.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Bildsensor wie eine Spiegelreflexkamera
  2. 2Klare Druckpunkte, aber unübersichtliche Menüstruktur
  3. 3Bildqualität: Gut, digital belichtet besser
  4. 4Kompaktkamera mit Zubehörschuh
  5. 5Fazit: Bilder für die digitale Entwicklung

Bildsensor wie eine Spiegelreflexkamera

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Sigma verwendet in seinen Digitalkameras CMOS-Sensoren, die sich von den Bildchips der anderen großen Hersteller durch ihr Drei-Schicht-System unterscheiden. Durch drei übereinander liegende Sensorelemente zeichnet jeder Pixel des Foveon-X3-Chip die drei Grundfarben auf. Bei anderen Bildsensoren verteilen sich hingegen die Bildpunkte für Grün, Rot und Blau ungleichmäßig.

Mit einer Fläche von 20,7 x 13,8 Millimetern fällt der Foveon X3 von Sigma nur geringfügig kleiner aus als die APS-C und DX-Sensoren in aktuellen Spiegelreflexkameras von Canon und Nikon. Die Sigma DP2 liefert Fotos mit einer realen Auflösung von etwa 4,6 Megapixeln. Für das Datenblatt der Kamera rechnet der Hersteller die Bildpunkte der drei Sensorschichten zu 14 Megapixeln zusammen.

Die Brennweite des Objektivs der DP2 liegt fest bei 24,2 Millimetern - umgerechnet ins Kleinbildformat sogar bei 41 Millimetern. Der Autofokus des Objektivs arbeitet zügig und präzise, allerdings auch deutlich lauter als der vieler anderen Kameras.

Die DP2 bietet ihrem Nutzer kaum Hilfsmittel an. Anders als die meisten aktuellen Kompaktkameras verfügt das Modell von Sigma weder über eine Gesichtserkennung, noch bringt die Kamera Lächelautomatik oder Bildstabilisator mit. Im Gegenzug erlaubt sie dem Anwender neben der teilweisen auch die komplette manuelle Einstellung von Fokus und Belichtungswerten.

Der auch als Sucher dienende 2,5 Zoll große Bildschirm der Sigma DP2 verfügt über angenehm große Betrachtungswinkel. Kontrast und Helligkeit reichen aus, um die Anzeige auch bei Sonnenlicht erkennen zu können.

Klare Druckpunkte, aber unübersichtliche Menüstruktur

Der Nutzer erreicht alle Bedienelemente der Sigma DP2 mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand. Einzige Ausnahme: Die Entriegelung für den internen Blitz. Die Tasten und der Auslöser zeichnen sich durch sehr knackige Druckpunkte aus. Mit der "Qs"-Taste ruft der Fotograf ein Schnellwahlmenü auf, in dem er wichtige Werte wie Lichtempfindlichkeit, Weißabgleich, Bildqualität oder Aufnahmeart verstellen kann.

Über die Menü-Taste erreicht der Anwender eine Auflistung mit Bildeinstellungen, die mit 21 Unterpunkten zu lang und unübersichtlich ausfällt. An die Grundeinstellungen wie Sprache, Tastentöne oder Datum und Uhrzeit gelangt der Fotograf nur, wenn er das Modus-Wahlrad auf "Setup" stellt. Nach einer kurzen Eingewöhnung geht die Bedienung der Sigma DP2 leicht von der Hand.

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