Sanyo Xacti HD2000 im Test: Handlicher Full-HD-Camcorder
Für Linkshänder geeignet
Gerade wegen seiner für einen Camcorder eher ungewöhnlichen Bauform lässt sich der HD2000 von Sanyo bequem und einfach mit nur einer Hand bedienen. Anders als bei vielen anderen Videokameras muss das nicht zwingend die rechte sein, da sich das Gerät von Sanyo auch mit der linken Hand halten und bedienen lässt. Alle Bedienelemente erreicht der Nutzer mit dem Daumen.
Während Schieberegler, Mini-Joystick und Menü- sowie "Photo View"-Taste über deutliche Druckpunkte verfügen, fallen die der zwei getrennten Aufnahmetasten für Fotos und Videos sehr schwammig aus. Der Nutzer kann die vier Bewegungsrichtungen des kleinen Joysticks mit Funktionen aus einer vorgegebenen Liste belegen. So kann er zum Beispiel schnell die Lichtempfindlichkeit, die Blitzeinstellungen, die Fokusart, den Belichtungsausgleich oder den Selbstauslöser verstellen.
Hohe Auflösung überfordert viele Rechner
Der Sanyo HD2000 zeichnet Full-HD-Videos mit maximal 1.920 x 1.080 Pixeln bei 60 Bildern in der Sekunde auf. Filme mit dieser Auflösung laufen aber selbst auf einem Rechner mit einem Vierkernprozessor der Core-2-Serie von Intel mit einer Taktfrequenz von 2,4 Gigahertz, drei Gigabyte Arbeitsspeicher und einer ATI-Radeon-Grafikkarte nur stockend. Angenehm flüssig erscheint die Darstellung auf dem Testrechner hingegen, wenn die Bildrate der Aufnahmen auf 30 Bilder pro Sekunde sinkt.
Sanyo Xacti HD2000 im Test
Die Docking Station verfügt über je eine HDMI-, Component/AV- und USB-Schnittstelle, um den Camcorder an Computer oder Fernseher anzuschließen.
Der automatische Weißabgleich des HD2000 weist deutliche Probleme bei künstlicher Beleuchtung in Innenräumen auf, was sich durch einen deutlichen Gelbstich der Aufnahmen bemerkbar macht. Unter freiem Himmel gelingt es ihm deutlich besser, sich an die Lichtverhältnisse anzupassen.
Mit korrektem Weißabgleich wirken die Farben der Filme natürlich und bieten genügend Kontrast, Schärfe und Details. Die Fotos erscheinen dagegen ungeachtet der Aufnahmesituation blass, dennoch bieten auch die Standbilder ebenfalls eine hohe Detailgenauigkeit und deutliche Kontraste.
Das leistungsstarke Stereo-Mikrofon zeichnet einen klaren und deutlichen Ton auf. Bewegungen des Objektivs sind auf den Filmaufnahmen nicht zu hören.
Schnittstellen in der Docking Station
Sanyo stattet den HD2000 nur mit Anschlüssen für Kopfhörer und Mikrofon sowie einer herstellereigenen Schnittstelle aus. Mit dieser kann der Nutzer den Camcorder allerdings in die mitgelieferte Docking Station stellen. Diese verfügt über je einen HDMI-, Mini-USB- und einen kombinierten Component- und AV-Anschluss. Passende USB-, AV- und Component-Kabel sowie eine USB-Verlängerung liegen dem HD2000 bei.
Mit seiner ungewöhnlichen Bauform liegt der Sanyo HD2000 sicher in der Hand. Das Kunststoffgehäuse wirkt nicht besonders hochwertig, ist aber sauber verarbeitet. Die Stromversorgung übernimmt ein Lithium-Ionen-Akku. Das Netzteil zum Aufladen kann der Nutzer sowohl direkt an die Kamera als auch an die Docking Station anschließen. Videos und Fotos speichert der HD2000 auf SD- und SDHC-Karten.
Fazit: Nicht perfekt, aber ungewöhnlich und fairer Preis
Aufgrund seiner Bauform könnten viele Verbraucher den Sanyo HD2000 bei ihrer Suche nach einem Camcorder außen vor lassen. Zu unrecht, denn das Gerät lässt sich trotz kleiner Mängel angenehm bedienen und eignet sich sogar für Linkshänder. Außerdem nimmt die Videokamera Full-HD-Filme in akzeptabler Bildqualität auf. Online bieten Händler den Sanyo HD2000 derzeit zum fairen Preis von rund 400 Euro an.
