Günstiges Navigationssystem für das iPhone
Handy-Navigation im Test: Skobbler
Das iPhone-Navigationssystem Skobbler zählt seit langem zu den beliebtesten Downloads in Apples App-Store. Die Anwendung bietet einfache Navigationsfunktionen zum Preis von rund acht Euro und greift auf Kartenmaterial von Navteq zurück, das auch in Navigon-Geräten zum Einsatz kommt. Die Anwendung läuft auf allen iPhone-Geräten mit internem GPS-Modul. Das Update "Skobbler mit neuem Kartenmaterial" vom 9. März 2010 finden Sie am Ende des Artikels.
Inhaltsverzeichnis
- 1Installation
- 2Bedienung
- 3Route planen
- 4Navigation und Sprachausgabe
- 5Zusatzfunktionen für die Navigation
- 6Kartenmaterial
- 7Neue Funktionen in Sicht
- 8Update vom 9. März 2010: Skobbler mit neuem Kartenmaterial
- 9Fazit
Installation
Skobbler arbeitet auf den iPhone-Modellen 3G und 3GS. Die erste Generation des iPhones und der iPod Touch sind nicht zu dem Navigationsprogramm kompatibel, da sie keinen GPS-Empfänger mitbringen. Nach dem nächsten Wechsel des Kartenmaterials im März 2010 wollen die Entwickler das Programm auch für Android-Telefone veröffentlichen. Die Weiterentwicklung von Skobbler für Mobiltelefone auf Basis von Java, Symbian oder Blackberry OS wurde allerdings vor kurzem eingestellt.
Das Programm muss der Anwender über Apples AppStore erwerben. Nach dem Kauf lädt sich die Anwendung auf das iPhone. Mit 1,8 Megabyte beansprucht die Software nur wenig Platz auf dem Smartphone. Allerdings werden beim ersten Start noch Daten für die Sprachansage heruntergeladen. Nach dem ersten Start fordert Skobbler den Anwender zum Login bei Skobbler.com auf. Der Anwender kann den Vorgang problemlos abbrechen, ohne Einschränkungen im Funktionsumfang der Anwendung befürchten zu müssen.
Bedienung
Die Eingabe der Zieladresse gestaltet sich angenehm einfach: Der Nutzer gibt Stadt oder Postleitzahl sowie Straße und Hausnummer ein. Auch zwischen den Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz oder Liechtenstein kann der Anwender wählen. Die Bildschirm-Tastatur des iPhones hilft bei der schnellen Eingabe der Daten. Nach einem Fingertipp auf "Suchen" berechnet Skobbler die Route und stellt sie auf einer Übersichtskarte dar.

Vom Programmstart bis zur fertigen Route benötigt die Navigationssoftware nur etwa 50 Sekunden, die Anwendung läuft sehr flüssig. Das kommt insbesondere Autofahrern zu Gute, die sich vor dem Losfahren nicht lange mit der Routenberechnung auseinander setzen möchten. Auf Wunsch erleichtern der Zugriff auf gespeicherte Favoriten-Adressen oder die Übernahme von Adressen aus dem Telefonbuch des iPhones die Navigation.
Route planen
Für die Routenplanung wählt das Programm immer die aktuelle Position als Startpunkt, eine Startadresse kann der Nutzer nicht eingeben. Im Einstellungsmenü kann der Anwender auswählen, ob die Anwendung die schnellste oder kürzeste Route berechnet. Über die "Umkreissuche" bietet Skobbler eine Art Branchenbuch, in dem der Anwender beispielsweise nach Krankenhäusern, Geschäften oder Behörden in der Nähe suchen kann. Die Ergebnisse enthalten neben Anschrift und Telefonnummer der Einrichtung auch Bewertungen anderer Nutzer.
Die Berechnung der Route erfolgte im Stadtgebiet Hamburg zuverlässig. Gelegentliche Ladepausen verhinderten allerdings die ruckfreie Darstellung. Verfährt sich der Nutzer, versucht Skobbler zuerst, den Fahrer zum Umkehren zu bewegen, bevor die Anwendung nach einigen Minuten eine alternative Route berechnet. Eine manuelle Änderung der Streckenführung bietet die Anwendung nicht an.
Navigation und Sprachausgabe
Die Routenführung erfolgt über eine einfache Kartenansicht. Das Programm stellt für die Schritt-für-Schritt-Navigation weder eine dreidimensionale Karte noch eine horizontale Ansicht zur Verfügung. Je nach Route vergrößert das Programm die Ansicht, um zum Beispiel dem Fahrer die Möglichkeit zu geben, kleinere Kreuzungen besser zu erkennen. Auch manuell kann der Nutzer das Kartenmaterial verschieben und in der Größe verändern. Über ein kleines Zusatzmenü kann die Karte wieder in den Ausgangszustand zurückgesetzt werden.
Auch eine Sprachausgabe enthält die Navigationslösung. Über den eingebauten Lautsprecher des iPhones klingt die Stimme allerdings relativ undeutlich, es sollte also unbedingt ein externer Lautsprecher genutzt werden. Straßennamen werden derzeit nicht angesagt.

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