Angeblich 50 Millionen Bestellungen jährlich gefährdet
Studie: Online-Händler vernachlässigen Web-Formulare
Online-Händler schreiben von Jahr zu Jahr neue Rekorde und wachsende Umsätze. Dennoch lässt sich die Branche angeblich Milliarden entgehen. Das hat das Beratungsunternehmen Goldmedia in einer Studie herausgefunden. Schuld sind nach Angaben der Untersuchung vor allem Web-Formulare.
Mangelhafte Web-Formulare stellen ein Risiko für Online-Händler dar - die Unternehmen riskieren der Studie zufolge Kunden und Verkäufe. Dabei zählen die Eingabefelder zu den wichtigsten Elementen kommerzieller Internetseiten. Allzu häufig seien die Formulare jedoch unklar oder zu komplex, was Verbraucher in die offenen Arme von Konkurrenten treibe. Web-Formulare, mit denen die Nutzer nicht zurecht kommen, sind Goldmedia zufolge oft die Ursache für den Abbruch von Bestell- und Anmeldevorgängen. Jeder siebte Bestellvorgang wird nach Aussagen der Untersuchung abgebrochen, dabei hat sogar jeder dritte Nutzer Schwierigkeiten beim Ausfüllen der Formulardaten. Neben der Abwanderung zur Internet-Konkurrenz drohe Online-Händlern dadurch auch Verlust von Kunden an traditionelle Vertriebswege.
50 Millionen Bestellungen gefährdet
Die im Vorjahr rund 22 Milliarden Euro schwere Branche setzt nach Aussagen von Goldmedia bei einem durchschnittlichen Internet-Warenkorbwert von 64 Euro Umsätze in Höhe von rund drei Milliarden Euro aufs Spiel. Ganze 50 Millionen Bestellvorgänge sollen wegen der dürftigen Formulare gefährdet sein. Gerade im Produktverkauf müssten die Internet-Bögen jedoch auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sein. Die Web-Formulare in Online-Shops zeigen häufig die gleichen Schwächen. Dabei gebe es für eine Optimierung verschiedene klare Regeln. Als Grundlage für die Hochrechnung dienen dem Unternehmen nach eigenen Angaben vor allem Einzelfallstudien aus der Beratungspraxis. Die angenommenen Branchen-Umsatzwerte stammen aus einer Infratest-Prognose im Auftrag des Bundesverbands des deutschen Versandhandels, die Einschätzung zum Warenkorbwert aus dem Pago-Retail-Report 2008 .
Web-Formulare vernachlässigt
Internet-Händler investieren nach Aussagen von Goldmedia verhältnismäßig wenig in die Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität ihrer Online-Shops. Im Gegensatz dazu werde etwa die Attraktivität von Produkten und Dienstleistungen kontinuierlich erhöht. In Werbung, soziale Medien und einen modernen Webauftritt würden die Händler vergleichsweise viel investieren. "Viel Aufwand wird seitens der Unternehmen betrieben, die Interessenten zum Web-Formular hinzuführen - zu wenig allerdings, um den Kaufprozess auch erfolgreich abzuschließen", sagt Goldmedia-Geschäftsführer Florian Kerkau.
Zu den zentralen Aspekte bei der Gestaltung der Shop-Formulare zählen nach Angaben des Unternehmens eine intuitive und unkomplizierte Anwendung sowie ein transparenter und glaubwürdiger Abfrageprozess. Vertrauensbildung durch Sachlichkeit und Hinweise auf die Beachtung von Datenschutzbestimmungen sollen sich ebenfalls positiv auf das Kaufverhalten von Nutzern auswirken. Außerdem rät Goldmedia dazu, optische Gestaltungselemente und Menüsteuerung unkompliziert zu halten - bei der Bearbeitung bereits eingegebener Daten anhand der Zurück-Funktion dürfe beispielsweise kein Datenverlust entstehen.

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Die Anwendung "Steuer App 2011" ermöglicht es dem Nutzer, seine Steuererklärung per iPhone oder iPad zu erstellen. Das Programm nutzt als Hilfe unter anderem die integrierte Digitalkamera der Geräte.





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insgesamt 1 BeitragEs gibt allerdings einige Webshops die mal ein wenig an der Benutzerfreundlichkeit arbeiten könnten. Viel wichtiger wäre allerdings, wenn einige mal an den Versandkosten ins europäische Ausland arbeiten würden....