Surfverhalten entscheidend für Wahl der Bandbreite
DSL-Ratgeber: Die passende Anschluss-Geschwindigkeit
Auf der Suche nach dem passenden Internet-Tarif stehen Verbraucher auch vor der Frage, welche Bandbreite die richtige ist. Vor Abschluss des Vertrags sollten Interessenten deshalb ihr Surfverhalten hinterfragen. Schließlich benötigt nicht jeder Internet-Nutzer einen Turbo-Anschluss in den eigenen vier Wänden.

Inhaltsverzeichnis
- 1DSL 1.000 in unterversorgten Regionen
- 2DSL 2.000 für Nutzer mit geringen Ansprüchen
- 3Versand von E-Mails mit größeren Anhängen dauert lange
- 4DSL 6.000 genügt höheren Ansprüchen
- 5IPTV ab DSL 16.000
- 6DSL 16.000 kaum teurer als DSL 6.000
- 7VDSL für HDTV-Nutzer
Wer vor der Entscheidung steht, einen Internet-Tarif zu bestellen, kann zwischen mehreren Geschwindigkeiten wählen. Zur Verfügung stehen meist DSL 6.000 und 16.000, während Internet-Leitungen mit DSL 1.000 oder 2.000 zum Auslaufmodell gehören.
Im Hochgeschwindigkeitsbereich locken die Provider sogar mit schnellen VDSL-Anschlüssen mit bis zu 25.000 oder 50.000 Kilobit pro Sekunde. Das können nur noch Kabel-Anbieter übertreffen, die sogar Leitungen mit DSL-Geschwindigkeiten bis zu 120.000 Kilobit pro Sekunde im Portfolio haben.
DSL 1.000 in unterversorgten Regionen
Für die Wahl eines Anschlusses sollten Interessenten zuerst die eigenen Surfgewohnheiten hinterfragen. Anschlüsse mit DSL 1.000 sind angesichts des steigenden Bandbreitenhungers von Webseiten und Multimedia-Anwendungen im Netz nicht mehr zu empfehlen.
Bei DSL 1.000 bauen sich viele Webseiten nur noch langsam auf, auch der Abruf von Videos oder Video-Konferenzen per Chat-Software verläuft zäh oder bricht einfach ab. In manchen Regionen können die Anbieter allerdings keine höhere Bandbreite liefern, so dass der Verbraucher keine andere Wahl hat.
DSL 2.000 für Nutzer mit geringen Ansprüchen
Immerhin E-Mails lassen sich mit DSL 1.000 flüssig empfangen, auch der Versand der elektronischen Post dürfte ohne Probleme gelingen. Beispielsweise wird für den Versand einer E-Mail mit einer Größe von rund 20 Kilobyte theoretisch gerade einmal eine Sekunde benötigt. Größere Anhänge bereiten allerdings Probleme, weil der Upload bei DSL 1.000 auf maximal 128 Kilobit pro Sekunde begrenzt ist.
Auch DSL 2.000 mit Geschwindigkeiten von bis zu 2.048 Kilobit pro Sekunde im Downstream und maximal 192 Kilobit pro Sekunde im Upload von Dateien ist im Internet-Zeitalter kaum mehr zeitgemäß. Wer am Bildschirm etwas längere Web-Videos schauen möchte, wird die Leistungsgrenzen der Bandbreite schnell bemerken. Allerdings ist diese Anschlussvariante schon für rund 20 Euro im Monat erhältlich und damit günstiger zu haben als DSL 1.000.
Versand von E-Mails mit größeren Anhängen dauert lange
Auch das Herunterladen größerer Software-Pakete nimmt bei DSL 2.000 viel Zeit in Anspruch, allerdings hängt die Download-Dauer auch von der Serverauslastung ab. Wer parallel zum Download etwa im Netz spielen will, sollte lieber gleich zu einer höheren Bandbreite greifen.
Für den E-Mail-Versand und -Abruf dürfte eine DSL 2.000-Leitung hingegen ausreichen. Auch hier gilt aber: Bei größeren Datenpaketen im Anhang kann der Versand viel Zeit in Anspruch nehmen. Will der Nutzer etwa eine drei Megabyte große E-Mail auf den Weg bringen, werden für den Versand im besten Fall zwei Minuten und acht Sekunden benötigt. Schließlich ist der Upload auf maximal 192 Kilobit pro Sekunde begrenzt.
