Statistisches Bundesamt veröffentlicht neue Zahlen
Internet, Telefon und Mobilfunk: Die Preise sinken
Viele Anwender zahlen immer noch mehr für Internet, Festnetz und Mobilfunk, als sie eigentlich müssten. Denn der Anbieter-Wettbewerb sorgte auch im Jahr 2009 wieder für sinkende Preise. Um in den Genuss preisgünstiger DSL-Flatrates und Handy-Gebühren zu kommen, gilt es zuerst die Tarife zu vergleichen.
Ehemalige Telekom-Kunden kennen das. Das Telefon läutet. Am anderen Ende meldet sich ein freundlicher Callcenter-Mitarbeiter der Telekom, der versucht, den Ex-Kunden von günstigen Angeboten wie "Call & Surf" zu überzeugen. Dass die Telekom abgewanderte Kundschaft mit attraktiven Tarifen zurückgewinnen will, ist auch ein Zeichen dafür, dass sich die Preise für Telefon und Internet seit Jahren im Sinkflug befinden. Denn anders als beim Bankkonto trauen sich Online-Kunden durchaus, kurzfristig den Anbieter zu wechseln.
Diese Entwicklung bestätigt auch das Statistische Bundesamt in seinem aktuellen "Verbraucherpreisindex für Telekommunikationsdienstleistungen". Gegenüber dem Jahr 2008 sind die Preise für Festnetz, Internet und Mobilfunk im Jahr 2009 um durchschnittlich 2,4 Prozent gesunken. Dabei lag der Preisindex für Telefondienstleistungen in Festnetz und Internet im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr nur um 2,3 Prozent niedriger. Die Analysten des Statistischen Bundesamts sehen vor allem den Wettbewerb bei Komplettangeboten, die Telefon- und DSL-Anschluss zu Flatrate-Preisen anbieten, als Ursache für die günstigeren Preise. Minimal stärker sind die Gebühren beim mobilen Telefonieren gesunken, nämlich um 2,5 Prozent.
Auch die mobilen Datendienste sind billiger geworden. Allerdings sanken 2008 die Preise noch stärker. Gegenüber dem Vorjahr 2007 verzeichnete der Preisindex bei TK-Dienstleistungen insgesamt einen Rückgang um 3,3 Prozent. Wer es ganz genau wissen will, kann sich auf der Webseite des Statistischen Bundesamts den monatlich erscheinenden Bericht "Preisindizes für Nachrichtenübermittlung - Fachserie 17 Reihe 9.1" als PDF-Dokument herunterladen. Die Aufstellung dokumentiert auch die Entwicklung der Preise von Monat zu Monat.
Wechseln lohnt sich
Um in den Genuss günstiger Tarife zu kommen, muss der Verbraucher allerdings erst einmal die unterschiedlichen Angebote vergleichen - und dabei vor allem das Kleingedruckte studieren. Dann kann sich der Wechsel sehr wohl lohnen. Nach Angaben einer Umfrage des Verbraucherportals Preisvergleich.de zahlen Wechsler im Durchschnitt 29,64 Euro monatlich. Wer hingegen seinem Anbieter die Treue hält, zahlt immerhin durchschnittlich 32,87 Euro im Monat. Für die Umfrage hatte das Verbraucherportal 562 DSL-Nutzer befragt.
In Sachen DSL sind die Deutschen durchaus anspruchsvoll geworden. Bei Neuanschlüssen wünschen sich mittlerweile 26 Prozent einen Breitbandanschluss mit 16 Megabit pro Sekunde. Das geht auch aus der Preisvergleich-Umfrage hervor. Bei der Umfrage ging die Vodafone-Tochter Arcor als Anbieter mit den besten Produkten hervor. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat derzeit Vodafone, der auch insgesamt der beliebteste TK-Anbieter bei den Anwendern ist. T-Home hingegen liefert laut Umfrage den besten Service. Ein Pluspunkt für die Telekom, wenn sie demnächst wieder mal anruft, um ehemalige Kunden für ihr Angebot zu begeistern.

Kann ich nur bestätigen. Kurz nach Neujahr habe ich ebenfalls einige Anbieter verglichen und zahle nun bei meinem neuen knapp 15 weniger im Monat. Zwar habe ich nun "nur" DSL 6.000 anstatt DSL 16.000 aber als...