Sie sind hier:
  • Notebook
  • Toshiba Portégé M750 im Test: Convertible-Tablet-PC
 

Toshiba Portégé M750 im Test: Convertible-Tablet-PC
Notebook mit mattem Touchscreen für den Büro-Einsatz

von Roland Haberer Uhr veröffentlicht

Diesen Artikel weiterempfehlen
SHARES

Der Toshiba Portégé M750 bietet einen drehbarem Touchscreen, damit verwandelt sich das Gerät nach wenigen Handgriffen vom Notebook in einen Tablet-PC. Die Bildschirm-Diagonale des Convertible Tablet-Rechners beträgt zwölf Zoll, der Preise stolze 1.800 Euro

Der Toshiba Portégé M750 bietet einen drehbarem Touchscreen, damit verwandelt sich das Gerät nach wenigen Handgriffen vom Notebook in einen Tablet-PC. Die Bildschirmdiagonale des Convertible Tablet-Rechners beträgt zwölf Zoll, der Preis von 1.800 Euro dürfte vor allem Firmen und Geschäftsleute ansprechen.

Leistung: Matter Touchscreen, schnelle CPU

Toshiba setzt auf ein 12,1 Zoll großes, mattes Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung und einer Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln. Die Bildschirmdiagonale entspricht umgerechnet gut 30 Zentimetern. Schon auf den ersten Blick fallen der mangelnde Kontrast und die schlechte Helligkeit des Bildschirms auf. Selbst auf der hellsten Stufe bleibt das Display vergleichsweise dunkel, die stärksten Mängel zeigt die Anzeige des Testgeräts in der linken unteren Bildschirmecke.

Unter dem Magnesiumgehäuse arbeitet ein Intel Core 2 Duo-Prozessor des Typs P8700 mit einem Takt von 2,53 Gigahertz. Die beiden RAM-Slots sind mit vier Gigabyte bestückt. Als Grafikchip kommt Intels Onboard-Lösung GMA X4500HD zum Einsatz. Die Kombination aus langsamer Grafikplatine, großem Arbeitsspeicher und schnellem Prozessor passt bestens zu einem Businessgerät. Etwas ausgebremst wird das System allerdings durch die nur mäßige Datenübertragungsgeschwindigkeit der 250-Gigabyte-Festplatte von Hitachi. Dafür bietet die Festplatte einen Fall-Sensor: Bei heftigen Bewegungen des Notebooks fährt der Lesekopf in die Ausgangsposition zurück, um so genannte "Headcrashes" zu vermeiden.

Toshiba Portégé M750
Cinebench R10 32bit (1 CPU)2730
Cinebench R10 32 bit (x CPU)5215
HDD Tune Minimum30,3 MB/sek.
HDD Tune Maximum64,1 MB/sek.
HDD Tune Durchschnitt49,7 MB/sek.
HDD Tune Zugriffszeit17,9 ms

Eine Besonderheit des Portégé M750 stellt das optische Laufwerk dar. Toshiba integriert einen DVD-Brenner, dadurch steigt das Gewicht des Convertible-Tablet-PCs auf 2.050 Gramm an. Immerhin 110 Gramm lassen sich durch den Verzicht auf das Laufwerk sparen - der Ausbau erfolgt innerhalb von Sekunden und geht schraubenlos von der Hand. Auch das Auswechseln der Festplatte und des Arbeitsspeicher ist möglich. Für den stationären Betrieb empfiehlt sich der Einsatz einer Dockingstation, entsprechende Schnittstellen bietet das Notebook von Werk an.

Als Betriebssystem kommt Windows Vista Business 32-Bit zum Einsatz, daneben legt der Hersteller dem Notebook ein Paket mit Hilfsprogrammen vom HDD-Schutz bis zum Verbindungsassistenten bei.

Akkuleistung und Lautstärke: Unbefriedigend

Nach der Entriegelung des Akkus lässt sich der Stromspeicher per Schieber einfach herausheben. Toshiba verbaut einen Sechs-Zellen-Akku mit 4.700 Milliampere. Die Akkulaufzeit im reinen Office-Betrieb fällt mit beinahe vier Stunden noch gut aus, liegt aber dennoch weit unter den Spitzenwerten in dieser Notebookklasse. Unter Last fällt der Wert auf zweieinhalb Stunden - das genügt gerade für einen Film mit Überlänge.

Akkulaufzeit
OfficeFilm
235 min.155 min.

Während die Akkulaufzeit nicht ganz überzeugen kann, bleibt das Notebook vor allem im Leerlauf angenehm leise. Der Lüfter säuselt leise und gleichmäßig vor sich hin. Wird der Prozessor stärker belastet, schlägt sich das entsprechend auch auf die Lautstärke nieder. Die Messwerte liegen dann bei bis zu 43,7 Dezibel, angesichts der leistungsfähigen Hardware ein guter Wert.

Lautstärke (30cm)
idleLast
34,3 db43,7 db

Bedienung: Stift, Tastatur oder Touchpad

Beim Layout für die Tastatur hält sich Toshiba an gängige Standards, was den Umstieg von einer herkömmlichen PC-Tastatur zum Notebook-Tastenfeld merklich erleichtert. Auch beim Touchpad verzichtet Toshiba auf Experimente. Zwei Tasten mit gutem Druckpunkt sorgen für entspannte Bedienung. Das Touchpad könnte jedoch etwas größer sein - genügend Platz bietet das Gehäuse in jedem Fall.

Nach dem Umklappen des Bildschirms bedeckt das Display die Tastatur komplett, der Portégé M750 arbeitet dann als Tablet-PC. Die Bedienung über den Bildschirm erfolgt wahlweise per Stift, Finger oder über einen Joystick an der Bildschirmseite. Alle drei Eingabevarianten funktionieren tadellos. Der Stift bietet an der Seite zusätzlich noch eine kleine Taste für den Rechtsklick. Auch schwer zu lesende Handschriften-Eingaben erkennt der Rechner tadellos. Clever: An der Geräte-Unterseite befindet sich für alle Fälle ein Ersatzstift.

Anschlüsse und Extras

Neben dem kleinen Joystick befinden sich noch sechs weitere Tasten auf der rechten Bildschirmseite, darunter der Einschaltknopf und eine Sperrtaste, um nicht unabsichtlich im Betrieb das Notebook abzuschalten. Des Weiteren lässt sich die Ausrichtung des Bildschirminhalts per Knopfdruck um 90 Grad drehen. Das "Umklappen" des Desktop kann in der Praxis jedoch nicht überzeugen: Liegt das Gerät waagrecht auf dem Tisch, richtet sich das Bild nicht neu aus. Die restlichen drei Tasten dienen zum Aufrufen des Toshiba-Assistenten und des Windows-Mobilitätscenters sowie zum Sperren des Geräts. Am Bildschirm befindet sich außerdem noch ein Fingerabdrucksensor.

Die Verarbeitung des Portégé M750 enttäuscht - insbesondere angesichts des Preises von immerhin 1.800 Euro, die das Gerät derzeit in Internetshops kostet. An der linken Seite des Bildschirms des Testgeräts klafft ein kleiner Spalt, und die Tastatur lässt sich mühelos auf der gesamt Fläche bedenklich weit nach unten drücken. An der Materialwahl liegt das jedenfalls nicht. Toshiba verbaut im Gehäuse großzügig Magnesium, und der Unterboden wird von dickem Kunststoff zusammengehalten und geschützt.

Dafür entpuppt sich das Portégé M750 als wahres Anschlusswunder. An allen vier Seiten befinden sich Schalter, Anschlüsse und Einschübe. An der Vorderseite regelt der Nutzer über ein Rad die Lautstärke und schaltet die WLAN-Verbindung per Schalter ein und aus. Zudem befinden sich dort noch Firewire-, Mikrofon- und Kopfhöreranschluss. An der rechten Seite findet sich einer der beiden Bedienstifte sowie der Kartenleser. Auf der gegenüberliegenden Seite bietet das Notebook zwei USB-Anschlüsse, einer davon in Kombination mit einer eSata-Schnittstelle, sowie einen ExpressCard-Slot 54. Rückwärtig liegen noch die Anschlüsse für Strom, Gigabit-LAN, VGA, sowie der dritte USB-Port.

Die wahren Stärken des Converitble-Tablet-PCs liegen aber in der Vielfalt der angebotenen drahtlosen Verbindungen. Unterhalb des Akkus kommt ein Sim-Karten-Slot zum Vorschein, das Notebook unterstützt HSDPA und HSUPA. Zum Datenaustausch mit Handys bietet das Portégé M750 neben der WLAN-Verbindung mit N-Standard auch ein Bluetooth-Modul.

Fazit: Schnell und schwer

Der Toshiba Portégé M750 kann beinahe alles - dennoch scheitert der Convertible-Tablet-PC gleich in mehreren grundlegenden Notebook-Disziplinen. Der Bildschirm bleibt selbst auf der höchsten Stufe relativ dunkel, und mit einem Gesamtgewicht von über zwei Kilogramm eignet sich das Notebook nur für trainierte Hände: Nach zehn Minuten mit dem Notebook auf dem Arm machen sich beim Tester schon erste Ermüdungserscheinungen breit.

Auch die Akkulaufzeiten können den Gesamteindruck nicht unbedingt zum guten wenden und fallen für ein Notebook dieser Größe allenfalls akzeptabel aus. Wer über diese Schwachstellen hinweg sehen kann, erhält ein schnelles Business-Notebook mit sehr guten Erweiterungsmöglichkeiten und vielen Schnittstellen. Das Gerät bietet ein durchdachtes Bedienkonzept und lässt sich mit wenigen Handgriffen in einen Tablet-PC verwandeln. Dafür muss sich der Käufer mit einem Preis von satten 1.800 Euro anfreunden.

Kommentare zu diesem Artikel

Der Toshiba Portégé M750 bietet einen drehbarem Touchscreen, damit verwandelt sich das Gerät nach wenigen Handgriffen vom Notebook in einen Tablet-PC. Die Bildschirm-Diagonale des Convertible Tablet-Rechners beträgt zwölf Zoll, der Preise stolze 1.800 Euro

Deine Meinung ist gefragt. Diskutiere im Forum zu diesem Artikel.

Jetzt diskutieren!

DSL- & LTE-Speedtest

Testen Sie mit unserem Speedtest Ihre tatsächliche DSL- oder LTE-Geschwindigkeit. Test auch mit Smartphone und Tablet möglich.

Jetzt Testen!

Der große Android-Update-Fahrplan

Welche Android-Version ist für mein Smartphone oder Tablet-Computer aktuell? Der große Android-Update-Fahrplan bringt Licht ins Dickicht der Versionen.

Jetzt ansehen!

article
24717
Toshiba Portégé M750 im Test: Convertible-Tablet-PC
Toshiba Portégé M750 im Test: Convertible-Tablet-PC
Der Toshiba Portégé M750 bietet einen drehbarem Touchscreen, damit verwandelt sich das Gerät nach wenigen Handgriffen vom Notebook in einen Tablet-PC. Die Bildschirm-Diagonale des Convertible Tablet-Rechners beträgt zwölf Zoll, der Preise stolze 1.800 Euro.
http://www.netzwelt.de/news/81556-toshiba-portg-m750-test-convertible-tablet-pc.html
2010-01-19 18:50:00
News
Toshiba Portégé M750 im Test: Convertible-Tablet-PC