Apple fordert Import-Verbot für Nokia-Handys
Apple vs. Nokia: Dritte Runde im Patentstreit
Am Freitag reichte Apple erneut Klage gegen Nokia bei der US-Außenhandelsbehörde ein. Der Handy- und Computerhersteller fordert ein Import-Stopp für Mobiltelefone der Marke Nokia. Der Streit zwischen den beiden IT-Firmen nahm seinen Anfang bereits im Oktober und geht damit in die nächste Runde.
Wie mehrere amerikanische Medien berichten, reichte der Computer- und Smartphone-Hersteller Apple am Freitag, den 15. Januar Klage bei der International Trade Commission (USITC) Klage ein. Apple fordert von der amerikanischen Außenhandelsbehörde ein generelles Importverbot für Nokia-Mobiltelefone für den amerikanischen Markt. Der Grund: Der finnische Hersteller verstoße angeblich gleich gegen mehrere Apple-Patente.
Apple iPhone als Auslöser
Auslöser des Patenstreites zwischen den beiden Firmen war das Apple iPhone. Vor einem US-Bundesgericht beschuldigte Nokia den iPhone-Hersteller Apple im vergangenen Oktober, mit dem iPhone 3G stolze zehn Nokia-Patente zu verletzen. Hauptsächlich ging es um Drahtlos-Technologien wie WLAN, UMTS und GSM.
Es dauerte nicht lange, bis Apple im Dezember 2009 mit einer Gegenklage auf die Vorwürfe seitens Nokia reagierte. Der finnische Handy-Bauer hätte seinerseits 13 Patenverletzungen gegenüber Apple begangen. Techniken zum Drehen von Bildschirm-Inhalten auf einem Touchscreen oder das Blättern in langen Listen mit dem Finger hätten die Nokia-Entwickler ohne entsprechende Abkommen genutzt.
Nokia wiederum setzte im Dezember mit einer Beschwerde bei der USITC noch eins drauf. Darin behauptete der Mobiltelefon-Marktführer, praktisch alle Apple-Geräte wie iPod, MacBook und iMac würden sieben Nokia-Patente verletzen. Die Forderung: ein Verkaufsstopp für Apple-Produkte.
Zu den aktuellen Beschwerden der Unternehmen gab die USITC noch keine Entscheidung bekannt. Auch steht noch nicht fest, ob die Behörde die Fälle überhaupt für eine weitere Untersuchung annimmt. Kommt es zu eine Untersuchung, ist mit einer endgültigen Entscheidung erst im nächsten Jahr zu rechnen.
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