Explorer-Sicherheitslücke: Google und NSA ermitteln (Update)
Sicherheit des PC-Systems erhöhen
Dazu bietet Microsoft ein kleines "Fix-It"-Programm an, das die Ausführung von Programmcode aus dem Internet einschränkt. Als Folge stellt der Internet Explorer allerdings viele Webseiten nur noch eingeschränkt dar. Alternativ empfiehlt sich der Einsatz eines anderen Browsers wie Mozilla Firefox, Google Chrome, Safari oder Opera.
Für zusätzliche Sicherheit sorgt aktuelle Anti-Viren-Software auf dem Rechner. Der Sicherheitssoftware-Hersteller McAfee kündigt beispielsweise in seinem Blog an, bereits im Laufe des Tages eine entsprechende Aktualisierung der Viren-Signaturen zu liefern. Nach dem Update sollen die Sicherheitsprogramme des Herstellers vor Malware warnen, die besonders häufig im Zusammenhang mit der Explorer-Sicherheitslücke auftritt.
Auch BSI warnt vor Sicherheitslücke
Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor der kritischen Sicherheitslücke im Internet Explorer. Das Ausführen des Browsers im "geschützten Modus" und das Abschalten der ActiveX-Umgebung solle zwar Angriffe erschweren, aber nicht vollständig verhindern.
Deshalbt empfiehlt der BSI, bis zur Fehlerbehebung seitens Microsoft auf einen alternativen Browser wie Mozilla Firefox, Google Chrome, Safari oder Opera umzusteigen. Das Bundesamt informiert über den weiteren Verlauf der Sicherheitslage auf seinen Warn- und Informationsdienst "Bürger-CERT". Den Link dazu finden Sie in den Links zum Artikel
Update vom 4. Februar 2010: Google kooperiert mit der NSA
Inzwischen hat Microsoft ein Update für den Internet Explorer veröffentlicht, das nach Unternehmensangaben zusammen mit anderen Sicherheitslücken auch den kritischen Zero-Day-Exploit schließt. Derweil intensiviert der Internet-Konzern Google seine Anstrengungen, die Angriffe auf die eigenen Server aufzuklären.
Wie die US-Tageszeitung "Washington Post" am gestrigen Mittwoch berichtet hat, sind Google und der US-Nachrichtendienst National Security Agency (NSA) dabei, gemeinsam die jüngsten Angriffe auf die Infrastruktur des Internet-Konzerns zu untersuchen.
Google und die NSA wollen dem Bericht zu Folge "kritische Informationen" untereinander austauschen - ohne dabei Datenschutzgesetze zu verletzen. Die NSA soll nach Angaben des Mediums im Laufe der Untersuchung weder Zugriff auf die Suchstatistiken noch die E-Mail-Accounts des Internet-Unternehmens erhalten.
