Rollei DF8 DVB-T im Test: Digitaler Bilderrahmen und Mini-Fernseher
Komfort dank Fernbedienung
Nach Angaben von Rollei spielt der DF-8 Videos in den Formaten MPEG-1, MPEG-2 und MPEG-4 ab. In der Praxis zeigt sich das Gerät allerdings sehr wählerisch. Der Bilderrahmen listet zwar alle unsere Testvideos mit verschiedenen Formaten, Auflösungen und Codecs auf, spielt aber keinen der Clips ab. Stattdessen erscheint jedesmal eine Fehlermeldung, dass das entsprechende AV-Format nicht unterstützt werde.
Zur Ausgabe des Fernseh- und Videotons sowie von Musik im MP3-Format verfügt der Rollei DF-8 DVB-T über zwei Lautsprecher auf seiner Rückseite. An die Klangqualität der kleinen Boxen darf der Nutzer keine hohe Erwartungen stellen. Zur Untermalung von Diashows oder für einen nebenher laufenden Fernseher reicht ihre Leistung bei weitem aus.
Die Bedienung des Rollei DF-8 DVB-T erfolgt über sieben Tasten auf der Geräte-Rückseite oder die mitgelieferte Fernbedienung. Trotz der unübersichtlichen Anordnung der Knöpfe erweist sich die Bedienung per Fernsteuerung als deutlich angenehmer.
Zum Ein- und Ausschalten muss sich der Nutzer aber noch zum Bilderrahmen begeben, denn der Rollei DF-8 verfügt über keinen Bereitschaftsmodus. Der Anwender kann das Gerät zwar per Schalter ein- und ausschalten, aber nicht mit der Fernbedienung aus dem Standby-Betrieb aktivieren.
Rollei DF-8 DVB-T im Test
Stromanschluss, Einschaltknopf, Kopfhöreranschluss, USB-Schnittstelle und AV-Ausgang.
Rückansicht, oben befinden sich sieben Tasten, um den Bilderrahmen auch ohne die Fernbedienung steuern zu können.
Die mitgelieferte Fernbedienung mit vielen Tasten, von denen sich die wichtigsten schnell einprägen.
Die verschiedene Menüs sind logisch und verständlich aufgebaut. Der Nutzer kann beim DF-8 DVB-T Helligkeit, Kontrast und Sättigung jeweils in mehreren groben Schritten verstellen. Bei der Bildwiedergabe wählt er die Anzeigeintervalle sowie die Übergänge aus.
Speicherkarten, Wandaufhängung und geringer Stromverbrauch
Fernbedienung und DVB-T-Antenne gehören zum Lieferumfang des Rollei DF-8 DVB-T. Neben einem Lesegerät für SD-, MMC- und MS-Speicherkarten verfügt der Bilderrahmen noch über einen USB-Anschluss sowie über einen AV- und einen Kopfhörerausgang. Der bewegliche Standfuß gestattet dem Nutzer die Anzeige auszurichten, allerdings muss der Anwender die Befestigung nach jeder Positionsänderung neu festziehen.
Der TV-Bilderrahmen zeigt auf Wunsch Datum und Uhrzeit an und arbeitet bei Bedarf auch als Wecker. An der Rückseite des Rahmens befinden sich Löcher, um ihn an der Wand aufzuhängen. Die im Test gemessene Stromaufnahme des DF-8 lag bei maximal neun Watt. Damit verbraucht der Bilderrahmen selbst im TV-Betrieb weniger Strom als Computermonitore mit LED-Hintergrundbeleuchtung.
Fazit: Praktischer kleiner Zweitfernseher
Für rund 100 Euro erhält der Anwender mit dem Rollei DF-8 DVB-T nicht nur einen digitalen Bilderrahmen mit guter Bildqualität, sondern auch einen kleinen Fernseher. Das Gerät eignet sich aufgrund der geringen Größe und der leistungsschwachen Lautsprecher nicht für Heimkino-Abende, stellt aber eine ideales Zweitgerät für Küche oder Schlafzimmer dar. Die Bedienung geht dank Fernbedienung angenehm von der Hand.
