Tipps für den Bildschirm-Kauf
Einkaufsratgeber: Den richtigen Monitor finden
Full-HD, 16:9, LED und Gray-to-Gray: Beim Kauf eines neuen Monitors für den Computer muss der Nutzer nicht nur auf die Bildschirmgröße achten. Interessenten stehen vor zahlreichen Entscheidungen bezüglich der gewünschten Ausstattung, darunter Bildqualität, Reaktionszeit, Stromverbrauch und Bedienung.
Inhaltsverzeichnis
- 1Größe, Format und Auflösung
- 2Panel-Technik und Hintergrundbeleuchtung
- 3Ergonomie und Bedienung
- 4Leistung: Reaktionszeit, Helligkeit und Kontrast
- 5Ausstattung: Anschlüsse und mehr
- 6Fazit: Der Einsatzzweck entscheidet
Die erste und wichtigste Regel lautet: Vor dem Kauf sollten Anwender in jedem Fall überlegen, wozu der Bildschirm hauptsächlich genutzt wird - zum privaten Surfen und Schreiben, zum Arbeiten oder zum Spielen. Sobald diese Frage beantwortet ist, fällt auch die Auswahl der wichtigen Ausstattungsmerkmale leichter und damit die Kaufentscheidung.
Größe, Format und Auflösung
Je größer der Abstand zwischen Betrachter und Monitor, desto größer darf das Gerät sein. Bildschirme mit Bilddiagonalen von 24 oder mehr Zoll sind zwar erschwinglich geworden, allerdings genügt für die private Nutzung bei einem Sitzabstand von einem Meter in der Regel ein 19-Zoll-Bildschirm. Zu große Monitore beanspruchen Augen und Nacken unter Umständen übermäßig. Zudem erkennt der Nutzer jeden Pixel, wenn er zu dicht am Bildschirm sitzt.
Die Breitbildformate 16:9 und 16:10 haben das früher übliche Seitenverhältnis von 4:3 weitgehend abgelöst. Alle Formate eignen sich zum Schreiben, Surfen und Chatten. Breitbild-Monitore hingegen bieten sich zum Ansehen von 16:9-Filme an und bieten genug Platz, um mehrere Programmfenster nebeneinander anzuzeigen. Bildschirme im 4:3-Format werden heute fast nur noch als Büroausstattung angeboten. Auf ihnen gehen Textdokumente und Internetseiten nicht so sehr in die Breite und lassen sich daher angenehmer lesen.
Acer S234HL: 24 Zoll Monitor im 16:9-Format mit 1.920 x 1.080 Pixeln und LED-Hintergrundbeleuchtung.
(Klick vergrößert.)
Größe und Seitenverhältnis bestimmen die Auflösung eines Bildschirms und lassen dem Anwender nur wenig Entscheidungsspielraum. So kann zum Beispiel nur ein 16:9-Breitbildmonitor eine Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln aufweisen. Geräte im 16:10-Format erreichen in der Regel nur 1.680 x 1.050 Bildpunkte und eignen sich dadurch weniger zum Betrachten von Filmen in Full-HD.
Panel-Technik und Hintergrundbeleuchtung
Leuchtdioden, egal ob als OLED oder AMOLED, hielten bisher noch nicht Einzug in die Monitor-Technik. Auf der CES 2010 stellte Samsung den ersten Prototypen eines Notebooks mit OLED-Anzeige aus. In Computerbildschirmen verbauen alle Hersteller bisher nur Flüssigkristallanzeigen (LCD), die auf einer von drei Panel-Techniken beruhen. Die größte Verbreitung besitzen die vergleichsweise günstigen TN-Panels, während die hochwertigeren Geräte mit VA- und IPS-Technik einen höheren Kontrast und eine geringere Blickwinkelabhängigkeit aufweisen.
Während die Fabrikanten jahrelang nur Leuchtstoffröhren als Lichtquellen in Bildschirmen verbauten, rüsten jetzt immer mehr Hersteller Monitore auch mit Leuchtdioden (LED) zur Hintergrundbeleuchtung aus. Die so ausgestatteten Geräte verbrauchen nicht nur deutlich weniger Strom, sondern verteilen das Licht gleichmäßiger über die gesamte Anzeige, wodurch die Farben kräftiger erscheinen.

