US-Geräte mit Festplatte und Netzwerkanschluss
Körperscanner: Datenweitergabe möglich
In den Vereinigten Staaten ist eine neue Diskussion über die Leistungsfähigkeit von Körperscannern ausgebrochen. Nach Informationen der amerikanischen Datenschutzorganisation EPIC können einige der Geräte ihre Aufnahmen speichern und auf andere Systeme übertragen. Die Apparate könnten auch in Europa zum Einsatz kommen. Die US-Flughafensicherheits-Behörde TSA hatte den Angaben vehement widersprochen.

Inhaltsverzeichnis
- 1Kritik an Falschinformation
- 2Immer mehr Zustimmung auch bei Deutschen
- 3Hintergrund: Vereitelter Anschlag von Detroit
Wie die Datenschutzorganisation Electronic Privacy Information Center (EPIC) unter Berufung auf TSA-Papiere berichtet, können einige der so genannten Nacktscanner auf amerikanischen Flughäfen ihre Aufnahmen archivieren und weiter verarbeiten. Allerdings sollen diese Funktionen nur in einem so genannten "Testmodus" der Geräte aktiviert sein. Unter den mittlerweile auf der EPIC-Homepage veröffentlichten Dokumenten befinden sich auch Bestellpapiere aus dem Jahr 2008. Aus diesen geht nach Angaben der EPIC hervor, dass beispielsweise der Scanner-Hersteller L3-Communications Verbindungsmöglichkeiten zu Festplatten und Netzwerk vorsieht und einige der Scanner auch über USB-Anschlüsse verfügen.
Kritik an Falschinformation
Die US-Datenschützer werfen der US-Flugsicherheits-Behörde vor allem gezielte Fehlinformation der Fluggäste vor. Nach Aussagen von EPIC hat die TSA der Öffentlichkeit bewusst verschwiegen, welche technischen Voraussetzung für Bildverarbeitung und -versand die Geräte mitbringen. Derzeit hält die Behörde auf ihrer Webseite die Aussage aufrecht, dass die Geräte über keinerlei Speichermöglichkeit verfügen würden.
Gegenüber dem Nachrichtensender CNN betonte ein TSA-Sprecher nun, dass diese Aussage auf den Regelbetrieb zutreffe und die Mitarbeiter vor Ort am Flughafen keine Möglichkeit hätten, einen Körpersscanner in den Testmodus zu versetzen. Dafür müsste das Gerät in ein TSA-Labor geschafft werden. Keine Angaben gibt es allerdings darüber, ob zusätzliche Hard- und Software oder lediglich technisches Know-how für den Wechsel der Betriebsart nötig ist. Die Tatsache, dass die Weiterverarbeitung der Bilder überhaupt möglich ist, reiche schon, um großen Spielraum für Missbrauch zu eröffnen, heißt es seitens der Datenschützer.
Immer mehr Zustimmung auch bei Deutschen
Deutsche Bürger hingegen sehen das Thema eher gelassen. Bei einer zu Jahresanfang veröffentlichten Forsa-Erhebung im Auftrag das Magazin "Stern" sprachen sich 63 Prozent der 1.006 Befragten dafür aus, Reisende vor Flügen mit den Scannern zu kontrollieren. Damit erhält die lange umstrittenen Einführung der Scanner in Deutschland mehr und mehr Zustimmung.
Hintergrund: Vereitelter Anschlag von Detroit
Das vereitelte Attentat von Detroit am ersten Weihnachtsfeiertag des letzten Jahres führte weltweit zur Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen. Dem Attentäter Umar Faruk Abdulmutallab war es gelungen, eine Brandbombe in seiner Unterhose auf das Flugzeug zu schmuggeln und zu zünden. Nur das beherzte Eingreifen von Passagiere verhinderte größeren Schaden, der Terrorist fügte sich und anderen Passagieren lediglich Verbrennungen zu. Als Folge diskutieren auch deutsche Politiker über den Einsatz von Scannern, die mit Hilfe von Mikrowellen oder Röntgenstrahlen den Fluggast bis unter die Haut "ausziehen".

Zitat: War doch von vorneherein klar daß sowas kommt. Merke: Daten die erhoben werden,werden auch genutzt.Egal wie und wofür. Meist werden sie missbraucht :dow:
Zitat: US-Geräte mit Festplatte und Netzwerkanschluss Heisse Sache, man muss sich nur vorstellen.Gescannt,gespeichert,nochmal...
Du hast Schulen, Kirchen und Sportstätten vergessen :dow:
Aufatmen in der Luft. Die zwei Stunden Flug sind wir bald sicher vor Idioten, die ihre Unterhose anzünden. Jetzt gilt es nur noch, schnellst möglich alle Hotels, Bars, Restaurants, Zelte, Häuser, Kinos, Theater,...