E-Sport-Profi Rouven Falkewitz im Interview

Spielen als Beruf: "Man muss jede Menge Erfahrung sammeln"

Spielen als Beruf: "Man muss jede Menge Erfahrung sammeln" In den letzten Jahren wird E-Sport in Deutschland zunehmend stärker wahrgenommen und honoriert. Hersteller aus der IT-Branche engagieren sich auch hierzulande im E-Sport, und viele Profi-Teams haben inzwischen einen Sponsor im Rücken. Profispieler kämpfen auf Turnieren in Renn-, Shooter- und Strategiespielen um tausende Euro Preisgeld. Einer der erfolgreichsten deutschen Unreal Tournament-Spieler, Rouven Falkewitz alias RazerS, stellte sich den Fragen von netzwelt rund um den E-Sport.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Wie kam es dazu, dass du Profispieler geworden bist?
  2. 2Hat man ohne Team noch eine Chance im professionellen E-Sport?
  3. 3Welche Rolle spielen Team und Sponsor?
  4. 4Wie sieht der Alltag eines Profispielers aus?
  5. 5Fällt es Dir schwer, Dich Tag für Tag für das Training zu motivieren?
  6. 6Wie viel verdient ein E-Sports-Spieler im Monat?
  7. 7Wie fällt der Verdienst im Vergleich zu anderen Sportarten aus?
  8. 8Was schätzt du am Profisport am meisten - und was magst du überhaupt nicht?
  9. 9Was würdest du einem angehenden Profi mit auf dem Weg geben?

Wie kam es dazu, dass du Profispieler geworden bist?

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Rouven Falkewitz: Computer-Spiele spiele ich schon, seit ich sehr jung bin. Meine Shooter-Karriere hab ich mit dem Release der Demo von Unreal Tournament 2004 begonnen. Mittlerweile spiele ich was den elektronischen Sport angeht so ziemlich alle "Fast Paced Shooter", dabei war Unreal Tournament zu jeder Zeit mit Abstand mein stärkstes Spiel. Wie bei jedem Profispieler hat das ganze natürlich auch für mich als Hobby begonnen. Man verbringt sehr viel Zeit mit dem Spiel, findet seine ersten kleineren Teams und investiert Zeit, weil es einfach Spaß macht.

Ich hatte das Glück recht früh mit Spielern in Kontakt zu kommen, die ähnlich ambitioniert waren wie ich. Das effiziente Training sorgte schnell für erste, große Fortschritte. Die wichtigen Erfahrungen kommen dann mit der Zeit. Und die ersten Sponsorenverträge halfen dabei, die Erfahrung auch offline sammeln zu können. Denn um ganz oben mitzuspielen, muss man sich erst auf den wichtigen LAN-Events etablieren. Dann kommen automatisch die Angebote der großen Sponsoren und Gaming-Organisationen.

Hat man ohne Team noch eine Chance im professionellen E-Sport?

Rouven Falkewitz: Ich denke nicht, dass man ohne die Unterstützung einer Gaming-Organisation und eines Sponsors wie Razer eine Chance hat, im E-Sport Fuß zu fassen. Der elektronische Sport findet offline auf LAN-Veranstaltungen statt, und die namhaften Turniere sind überall auf der Welt verteilt. Es gibt kaum einen Spieler, der auf seinem ersten Event direkt die ganze Weltelite schlägt. Man muss einfach jede Menge Erfahrung sammeln, um dort mithalten zu können. Niemand kann oder will sich diese Erfahrungen selbst finanzieren.

Auf der höchsten Ebene in jedem Spiel kommt es auch auf Kleinigkeiten an. Sponsoren wie Razer statten ihre Teams mit dem besten und aktuellsten Equipment aus, das sich der Spieler wünschen kann. Und ich denke, dass diese Faktoren einen Sponsor im e-Sport mittlerweile unverzichtbar machen. Das Schwierigste ist der Start, und erstmal wirklich einen Sponsor zu finden. Dann erst ist der Kopf richtig frei, um sich auf Events vorzubereiten und sich auf sein Spiel zu konzentrieren.

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