Im Vergleich: Chrome 4 gegen Firefox 3.6

Webstandards: Chrome liegt vorne

Damit Webseiten in jedem Browser gleich dargestellt werden können, müssen sich die Programm-Entwickler an viele Standards halten. Diese werden vom Worldwide Web Consortium (W3C) festgelegt und betrifft sowohl die Auszeichnungssprachen HTML und CSS als auch die Skriptsprache JavaScript.

Der bekannte Acid3-Test gibt Auskunft darüber, ob der Browser den Standards entspricht. Hier erreicht Chrome 4.0 Beta wie schon Safari und Opera die volle Punktzahl. Firefox 3.6 RC1 hingegen liegt nur knapp mit 94 von 100 Punkten dahinter. Zum Vergleich: Das Schlusslicht unter den aktuellen Browser bildet der Internet Explorer 8 mit gerade einmal 12 Punkten.

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Funktionsumfang

Wichtige Funktionen, wie etwa die Darstellung von mehreren Webseiten in einem Fenster durch Tabs, setzten sich bereits als Standard auf fast allen Browsern durch. Jeder Tab von Chrome öffnet allerdings seit der Version 3.0 einen eigenen Prozess, so dass bei eventuellen Fehlern nur der betreffende Tab geschlossen wird.

Nutzer können seit der Version Chrome 3.0 auch eigene Themen aus einer Themen-Galerie auswählen und so das Erscheinungsbild des Browsers anpassen. In Firefox wurde diese Funktion bereits wesentlich früher integriert. Mozilla wird das neue Themen-Add-On "Personas" fest in Firefox 3.6 einbinden - das gestattet dem Anwender, das Aussehen des Browsers mit einer Live-Vorschau und nur einem Mausklick zu verändern.

Während Firefox schon seit langer Zeit die Entwicklung eigener Erweiterungen zulässt, unterstützt Google diese Funktion erst mit Chrome 4.0 offiziell. Schon nach kurzer Zeit entstanden etwa 500 Erweiterungen von Drittanbietern für Chrome. Nutzer des Firefox-Browsers können bereits zwischen mehr als 5.000 kostenlosen Add-Ons wählen.

Chrome 4.0 bietet außerdem die Möglichkeit, ohne Zusatzprogramme die gespeicherten Lesezeichen zu synchronisieren - vorausgesetzt, der Anwender nennt ein Google-Konto sein eigen. Dann speichert Chrome die Daten auf dem zugehörigen Nutzer-Konto des Suchmaschinen-Anbieters. Wer er die Bookmarks auf einem anderen Rechner benötigt, kann die Lesezeichen so jederzeit aus dem Internet in Google Chrome importieren.

Mit einer vergleichbaren Funktion kann Mozilla nicht aufwarten. Hier müssen Nutzer auf eines der zahlreichen Add-Ons der Drittanbieter zurückgreifen. Am bekanntesten ist die Erweiterung "Xmarks", der neben den Lesezeichen auch gespeicherte Passwörter überträgt.

Fazit

In der Geschwindigkeit holt die kommende Firefox 3.6-Version gegenüber dem Vorgänger ein großes Stück auf, erreicht aber dennoch nicht die Performance von Chrome 4.0. Der Google-Browser rückt mit der Vorab-Version nun endlich im Funktionsumfang zum Firefox-Browser auf.

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Zum schnellen Surfen im Internet empfiehlt sich weiterhin der Chrome-Browser. Firefox verspricht dafür immer noch eine höhere Flexibilität bei der Konfigurierung. Die finale Version von Firefox 3.6 erscheint laut Mozilla voraussichtlich im Mai 2010. Ein Veröffentlichungsdatum von Chrome 4.0 final ist noch nicht bekannt.

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