Vorabversionen Chrome 4 beta und Firefox 3.6 RC1 im Kurztest
Im Vergleich: Chrome 4 gegen Firefox 3.6
In der letzten Woche veröffentlichte Mozilla den Release Candidate des beliebten Browsers Firefox 3.6, die Veröffentlichung der nächsten Version steht also bald an. Googles Browser Chrome 4.0 befindet sich bislang noch im Beta-Stadium. Netzwelt lässt die beiden nächsten Browser-Versionen gegeneinander antreten.
Inhaltsverzeichnis
- 1JavaScript-Geschwindigkeit
- 2Webstandards: Chrome liegt vorne
- 3Funktionsumfang
Chrome 3.0 überholte vor kurzem Safari 4 in Sachen Geschwindigkeit und hält sich derzeit auf Platz eins der Browser-Charts. Die nächste Hauptversion soll noch schneller werden. Das verspricht zumindest die komplett neu entwickelte JavaScript Engine des Browsers. Wie bei Safari übernimmt auch in Google Chrome die HTML-Rendering-Engine Webkit die Webseitendarstellung.
Firefox 3.5 hingegen belegt schon seit längerer Zeit mittlere Plätzen bei der Browser-Geschwindigkeit. Hinzu kommt ein relativ langsamer Start des Programms. Dafür glänzt Firefox bei der Erweiterbarkeit und Flexibilität. Firefox 3.6 soll nach Aussagen von Mozilla Verbesserungen beim Systemstart und der JavaScript-Geschwindigkeit zeigen. Im Test zeigen die beiden Vorab-Versionen ihre Stärken bei Geschwindigkeit und Funktionsumfang.
JavaScript-Geschwindigkeit
Im Vergleich zum Chrome 3.0 holt die aktuelle Beta-Version 4.0.249.64 nur geringfügig auf. Der SunSpider Benchmark-Test, der vorwiegend die JavaScript-Geschwindigkeit misst, erreichte die Vorgängerversion etwa 1972 Millisekunden. Die neue Vorab-Version hingegen kam auf 1964 Millisekunden.

Chrome bleibt mit der Version 4.0 beta weiter an der Spitze, Firefox 3.6 RC1 holt aber auf.
Der Release Candidate von Firefox 3.6 holte mit 3050 Millisekunden etwa eine Sekunde gegenüber der aktuellen finalen Version 3.5.7 auf. Diese erreichte rund 4050 Millisekunden. Trotzdem arbeitet Chrome immer noch um etwa 55 Prozent schneller als Firefox.
Der Startvorgang von Firefox erfolgt im Vergleich zur letzten Finalenversion jedoch wesentlich schneller. In etwa drei Sekunden startete Firefox 3.6 RC1 auf dem Testrechner. Dennoch hat Chrome 4.0 auch hier die Nase vorne: Nach weniger als einer Sekunde ist der Google-Browser betriebsbereit.
Webstandards: Chrome liegt vorne
Damit Webseiten in jedem Browser gleich dargestellt werden können, müssen sich die Programm-Entwickler an viele Standards halten. Diese werden vom Worldwide Web Consortium (W3C) festgelegt und betrifft sowohl die Auszeichnungssprachen HTML und CSS als auch die Skriptsprache JavaScript.
Der bekannte Acid3-Test gibt Auskunft darüber, ob der Browser den Standards entspricht. Hier erreicht Chrome 4.0 Beta wie schon Safari und Opera die volle Punktzahl. Firefox 3.6 RC1 hingegen liegt nur knapp mit 94 von 100 Punkten dahinter. Zum Vergleich: Das Schlusslicht unter den aktuellen Browser bildet der Internet Explorer 8 mit gerade einmal 12 Punkten.
Funktionsumfang
Wichtige Funktionen, wie etwa die Darstellung von mehreren Webseiten in einem Fenster durch Tabs, setzten sich bereits als Standard auf fast allen Browsern durch. Jeder Tab von Chrome öffnet allerdings seit der Version 3.0 einen eigenen Prozess, so dass bei eventuellen Fehlern nur der betreffende Tab geschlossen wird.
Nutzer können seit der Version Chrome 3.0 auch eigene Themen aus einer Themen-Galerie auswählen und so das Erscheinungsbild des Browsers anpassen. In Firefox wurde diese Funktion bereits wesentlich früher integriert. Mozilla wird das neue Themen-Add-On "Personas" fest in Firefox 3.6 einbinden - das gestattet dem Anwender, das Aussehen des Browsers mit einer Live-Vorschau und nur einem Mausklick zu verändern.
Während Firefox schon seit langer Zeit die Entwicklung eigener Erweiterungen zulässt, unterstützt Google diese Funktion erst mit Chrome 4.0 offiziell. Schon nach kurzer Zeit entstanden etwa 500 Erweiterungen von Drittanbietern für Chrome. Nutzer des Firefox-Browsers können bereits zwischen mehr als 5.000 kostenlosen Add-Ons wählen.
Chrome 4.0 bietet außerdem die Möglichkeit, ohne Zusatzprogramme die gespeicherten Lesezeichen zu synchronisieren - vorausgesetzt, der Anwender nennt ein Google-Konto sein eigen. Dann speichert Chrome die Daten auf dem zugehörigen Nutzer-Konto des Suchmaschinen-Anbieters. Wer er die Bookmarks auf einem anderen Rechner benötigt, kann die Lesezeichen so jederzeit aus dem Internet in Google Chrome importieren.
Mit einer vergleichbaren Funktion kann Mozilla nicht aufwarten. Hier müssen Nutzer auf eines der zahlreichen Add-Ons der Drittanbieter zurückgreifen. Am bekanntesten ist die Erweiterung "Xmarks", der neben den Lesezeichen auch gespeicherte Passwörter überträgt.
Fazit
In der Geschwindigkeit holt die kommende Firefox 3.6-Version gegenüber dem Vorgänger ein großes Stück auf, erreicht aber dennoch nicht die Performance von Chrome 4.0. Der Google-Browser rückt mit der Vorab-Version nun endlich im Funktionsumfang zum Firefox-Browser auf.
>>> Chrome 4.0 beta bei netzwelt herunterladen <<<
>>> Firefox 3.6 RC1 bei netzwelt herunterladen <<<
Zum schnellen Surfen im Internet empfiehlt sich weiterhin der Chrome-Browser. Firefox verspricht dafür immer noch eine höhere Flexibilität bei der Konfigurierung. Die finale Version von Firefox 3.6 erscheint laut Mozilla voraussichtlich im Mai 2010. Ein Veröffentlichungsdatum von Chrome 4.0 final ist noch nicht bekannt.
- Download: Chrome Package
- Download: Google Chrome
- Speed Metal: Google Chrome im Performance-Test
- Google Chrome: 40.000 neue Add-ons durch Greasemonkey
- Google Chrome: Version 3.0 erschienen (Update)
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Kommentare: Im Vergleich: Chrome 4 gegen Firefox 3.6 (9)
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Thema: News - Im Vergleich: Chrome 4 gegen Firefox 3.6
12.01.10 22:19
Firefox mit eine Synchronisierung der Bookmarks auf fremde Server an. Das Addon heißt Weave.
13.01.10 15:15
Mit euren Testergebnissen, oder Testsystemen scheint etwas nicht zu stimmen. Ich erreiche auf meinem Produktivsystem mit Firefox 3.6 RC1 ein totales Ergebnis von 954.6ms und mit Chrome 4.0.249.64(35722) stable ein totales Ergebnis von 513.6ms.
14.01.10 12:52
Also, ehrlich gesagt, kann ich diese ewigen Browser-Tests schon nicht mehr sehen. Vor allem, wenn es um solche Sachen wie die Geschwindigkeit geht. Nichts gegen euren Test, aber mir will sich nicht so recht der Sinn solcher Gegenüberstellungen erschließen. Seien wir ehrlich, im Prinzip ist ein Browser auch nur so schnell wie seine Internetverbindung. Ich habe auch schon einige Browser im täglichen Einsatz "getestet", konnte aber nie großartige Speed-Unterschiede ausmachen.
Mittlerweile bin ich (nach einem kurzen Ausflug zu Opera) wieder beim Firefox gelandet. Mir gefällt von grundauf einfach der modulare Aufbau und dass man den Browser so individuell anpassen kann. Und ich habe für noch keinen anderen Browser solch geniale und gut funktionierende Add-Ons wie "Tab Mix Plus" und "Adblock Plus" gefunden. Schon allein diese zwei Erweiterungen lassen mich dem FF treu bleiben.
21.01.10 02:34
Dann ist dir die Schnelligkeit einfach nicht so wichtig. Ist ja auch ok. Aber ich merke schon klare Unterschiede zwischen allen Browsern. Ich mag den Firefox, aber das Öffnen des Browser dauert mir definitiv zu lange - besonders wenn einige Tabs mitgeladen werden und ich bin nunmal ein Nutzer, der den Browser gern und oft auch mal wieder schließt und neu öffnet. Das geht beim Chrome Browser bedeutend schneller.
Auch beim Aufbau vieler Seiten liegt der Chrome weit vor der Konkurrenz. Das ist spürbar, wenn einem diese Kleinigkeiten wichtig sind und sie einem dadurch auffallen. Ich merke es, für mich ist es ein nettes Extra, denn ich bin gern schnell im Netz unterwegs. Das hat heutzutage auch eigentlich gar nichts mehr mit der Internetleitung zu tun. Nicht bei bloßen Websites. Beim surfen spielt es so gut wie gar keine Rolle ob man eine 1000er oder eine 160000 Leitung anliegen hat. Die Datenmengen sind zu gering, um da ins Gewicht zu fallen. Zumindest wenn wir von einem oder zwei Rechnern sprechen die gleichzeitig am Netz hängen.
Was die Addons anbelangt muss ich dir recht geben. Firefox weist derzeit die am besten funktionierenden und die größte Auswahl auf. Dennoch ist auch Chrome da am Ball und hat für seine 4er Version schon einige interessante Projekte parat liegen. Allerdings muss noch etwas Zeit vergehen, ehe Google die Schnittstelle verbessert und damit die Möglichkeiten genauso vielfältig bereitstellt wie ihre Kollegen vom Mozilla Projekt.
27.01.10 00:36
Ich brauch keine Addons. 50 % funktionieren eh nicht, die Dinger bremsen den Browser aus und die ständigen Updateaufforderungen gehen mir voll auf die Nerven. Und nun kommt Chrome auch mit 1800 Extensions. Einfach nur beknackt. Damit fing der Untergang des FF früher auch an. Ein Browser ist zum surfen da und nicht als Experimentierwiese irgendwelcher durchgeknallter Fraggles, die sinnlose Zusatzprogramme häkeln.
27.01.10 15:48
Zitat:
Ich brauch keine Addons. 50 % funktionieren eh nicht, die Dinger bremsen den Browser aus und die ständigen Updateaufforderungen gehen mir voll auf die Nerven. Und nun kommt Chrome auch mit 1800 Extensions. Einfach nur beknackt. Damit fing der Untergang des FF früher auch an. Ein Browser ist zum surfen da und nicht als Experimentierwiese irgendwelcher durchgeknallter Fraggles, die sinnlose Zusatzprogramme häkeln.
Dir ist aber schon klar, dass du diese Add-Ons nicht nutzen musst? Und genau dieser modulare Aufbau ist ja die Stärke des Firefox. Davon abgesehen, gibt es etliche Erweiterungen, die sehr sehr sinnvoll sind, und die einwandfrei funktionieren.
Jesus, über die geballte "Kompetenz", die manchmal hier unterwegs ist, kann man echt nur den Kopf schütteln... :rolleyes:
16.02.10 14:21
Ja, ist mir schon klar, aber wenn ich keine addons brauche, dann nehm ich doch gleich den besseren Browser. Chrome ist
1. schneller,
2. stabiler,
3. zeigt die Seiten "richtig" an
und ist 4. bedienungsfreundlicher.
Ich kenne nach wie vor noch kein Add-On, das ich als sinnvoll bezeichnen würde. Mir wäre es einfach lieber, wenn die "Manpower" in den Aufbau eines vernünftigen Browsers gesteckt wird und eben nicht in den Aufbau fragwürdiger Module.
22.04.10 11:05
Ein super sinnvolles plugin für den FF ist z.B. Secure Login. Funzt genau wie Operas Wand, gerade bei mehreren Accounts für eine Seite geradezu genial.
Und auch Tab Mix Plus ist einfach unglaublich komfortabel.
Ich persönlich benutze den Chrome auf meinem Lappi und FF auf meinem Heimrechner. Das hat auch seinen Sinn, gerade weil der Lappi sehr langsam ist und ein surfen auf Flashseiten mit dem FF zum Geduldsspiel wird. Der Chrome hat da deutlich die Nase vorn.
Das einzige, was ich an Chrome überhaupt nicht mag ist, dass man ncht so genau weiß, was der trotz kill-id noch so an privaten informationen preisgibt.
26.07.10 02:49
So ist es. Tab Mix Plus, AdBlocker und noch eines der AddOns zur erweiterten Gestenkonfiguration (Advanced Mouse Gestures oder FireGestures) sind mür mich unverzichtbare Teile eines Browsers geworden. Immer wenn ich vor einem "nackten" Fox oder vor einem anderen Browser sitze, fühle ich mich wirklich behindetr, und muss erst neu erlernen, wie man mit einem Browser umgeht, und bei Vorgängen, die ich für gewöhnlich in Sekundenbruchteilen erledige, ewig rumzuklicken.
Ich hoffe, dass die meisten dieser AddOns ihren festen Platz im Firefox finden, so dass man sich nicht mehr um das suchen nach einer kompatiblen Version kümmern muss, sobald der Firefox geupdated wurde.
Das ist natürlich etwas lästig. Aber es ist auch völliger Unsin, den Firefx dafür negativ zu beurteilen, im Vergleich zu einem Browser, der diese Möglichkeiten gar nicht bietet. NIchts gegen Opera, ich arbeite acuh an einigen Systemen, auf denen ich nur Opera installiert habe, aber das nur aus dem Grund, dass ich den Browser dort wesentlich seltener und kürzer benötige; um eben schnell mal das Update für eine Software zu ziehen, oder ähnlich. zum alltäglichen Arbeiten soricht auch nichts dagegen, den Browser einfach ständig geöffnet zu lassen, so entföllt die tatsächlich recht lange Wartespanne, wenn viele Tabs geöffnet sind.