Kaufberatung: Netbook oder Nettop?
Maus und Tastatur: Wenig Komfort
Dicht gedrängt muss neben einem Touchpad auch eine vollständige QWERTZ-Tastatur auf der kleinen Fläche eines Netbooks Platz finden, die Bedienung der kleinen Tastenfelder stellt ungeübte Nutzer oftmals vor Herausforderungen. Einige Nettops hingegen bringen ein kabelloses Maus- und Tastaturset mit, die Qualität der Sets schwankt jedoch stark und erreicht selten den Standard einer ordentlichen Maus- und Tastaturkombination. Beim stationärem Betrieb lohnt sich bei beiden Geräten die Investition in neue Hardware.
Betriebssystem: Windows 7 oder XP
Aufgrund der strikten Vorgaben von Microsoft verwenden die Netbookhersteller beinahe ausschließlich die stark eingeschränkte Windows 7 Starter Edition. Ältere oder besonders günstige Geräte arbeiten hingegen noch mit Windows XP an. Die letzte Nettop-Generation setzt ebenfalls auf Windows XP. Neuere Nettops wie die Asus Eee Box EB1501 haben bereits Windows 7 Home Premium installiert. Einige Nettops stehen auch ohne Betriebssystem zum Verkauf, Versionen mit Linux sind sowohl bei Nettops als auch Netbooks eher die Ausnahme.
Stromverbrauch: Grüne Rechner
Energieeffizient zeigen sich beide Geräteklasse, wobei die Vorteile leicht beim Netbook liegen. Die mobilen Geräte kommen so gut wie nie über einen Verbrauch von 25 Watt. Nettops verbrauchen aufgrund der etwas besseren Hardwareausstattung bis zu 40 Watt. Hinzu kommt noch der Bildschirm, der je nach Modell noch einmal bis zu 50 Watt aus der Steckdose zieht. Dennoch können beide Systeme als "grün" bezeichnet werden - und die Stromrechnung verursacht keine größeren Löcher in der Geldbörse.
Mobilität: Netbooks immer und überall
Bei der Mobilität liegen die Vorteile klar beim Netbook. Ob im Cafe oder auf einer Konferenz - das Netbook ist immer schnell zur Hand und einsatzbereit. Nettops sind in der Regel an einen Arbeitsplatz gebunden - nicht zuletzt aufgrund des fehlenden Akkus und der Verkabelung. Das Gewicht beider Geräteklasse liegt meist im Bereich zwischen einem und eineinhalb Kilogramm.

Preis: Günstig gegen günstiger
Während die Rechenleistung der Netbooks weiter steigt, hat sich der Preis der Mini-Laptops seit dem Verkaufsstart Anfang 2008 von einst 400 Euro auf mittlerweile 300 Euro gesenkt. Die neuen Intel-Pine-Trail-Prozessoren könnten den Netbooks allerdings zum nächsten Preisrutsch verhelfen. Ein Nettop kostet je nach Ausstattung sogar nur 200 Euro, allerdings muss der Käufer der Desktop-Minis dafür in einen zusätzlichen Bildschirm investieren.
Fazit: Vorteil je nach Einsatzzweck
Die Entscheidung für Netbook oder Nettop hängt starkt vom Einsatzzweck und -ort ab. Wer einen tragbaren Rechner für Uni, Balkon und Büro benötigt, kommt am Netbook nicht vorbei - muss dafür aber auf ein optisches Laufwerk und etwas Leistung verzichten. Für den stationären Einsatz im heimischen Büro hingegen lohnt sich der Griff zum Nettop, der in vielen Fällen unsichtbar in der VESA-Halterung hinter dem Bildschirm verschwindet. Viele der kleinen Geräte eignen sich auch als Home Theater PC zur Wiedergabe von DVDs und Internet-Filmen auf dem Wohnzimmer-Fernseher.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Netbook hier.
