Handy-Studie "Green Phone" - zu schön, um wahr zu sein

Gadget Globus: Handy mit Coca Cola-Antrieb

Coca Cola als Treibstoff für Handys - das klingt nach Zukunftsmusik, doch genau diese Technik stellt der chinesische Designer Daizi Zheng auf seiner Webseite als Konzeptstudie vor. Unter dem Stichwort "Green Phone" oder "grüne Handy" präsentiert Zheng erste Aufnahmen seines Entwurfs für ein umweltfreundliches Nokia-Handy.

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green phone-Studie: Das Zukunfts-Handy soll mit Limonade arbeiten. (Bild: Daizi Zheng)

Die Energieversorgung des entfernt an ein Reagenzglas erinnernden Mobiltelefons soll nach den auf Zhends Webseite geschilderten Ideen ein spezieller Bio-Akku übernehmen. Der bezieht seinen Strom nicht über ein Ladekabel, sondern bedient sich aus einer Plastikröhre, die die Rückseite des flachen Mobiltelefons umschließt. Deren Inhalt: Handelsübliche Coca-Cola-Limonade.

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Dazu filtert der Energiespeicher angeblich Kohlenhydrate aus der Limonade heraus und wandelt diese in Strom um. Als Katalysator sollen Enzyme zum Einsatz kommen. Nach dem Entladen des Akkus bleiben einzig Wasser und Sauerstoff als Produkte im Röhrchen zurück. Zheng schätzt, dass entsprechende Bio-Akkus sogar drei- bis viermal leistungsfähiger als ein herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus sein könnten.

"Treibstoff" für das Handy sollte immerhin vielerorts in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, ohne dass der Anwender auf Alternativen wie Kurbelantriebe zurückgreifen müsste. Auch andere zuckerhaltigen Limonaden könnten als Auflademittel funktionieren.

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green phone-Studie: Auch Coca Cola dient als potenzieller Treibstoff.

Bei der Recherche für sein Projekt fielen Zheng nach eigenen Angaben schnell die zahlreichen Probleme heutiger Handy-Akkus auf: Die Stromspeicher sind teuer, benötigen wertvolle Rohstoffe bei der Herstellung, werfen Probleme bei der Entsorgung auf und schaden so der Umwelt. Das inspirierte den Designer zu seiner gänzlich neuen Herangehensweise.

Ob ein solches grüne Handy allerdings jemals in Serie gehen wird, steht noch in den Sternen. Nokia zumindest distanziert sich von der schönen Idee: "Das erwähnte Konzept wurde nicht für oder in Zusammenarbeit mit Nokia erstellt. Auch wenn wir innovatives Design und kreative Ideen begrüßen, müssten diese Energiequellen wesentlich intensiver untersucht werden, bevor eine solche Lösung für Mobiltelefone verwendet werden könnte", sagt Kristina Bohlmann, Unternehmenssprecherin Nokia Deutschland.

Einsatzgebiete für einen solchen grünen Akku gäbe es dann sicherlich viele. Falls eine entsprechende Technik eines Tages ihren Weg auf den Markt findet, könnte auch die Automobilindustrie in Versuchung geraten, über ein "Cola-Konzept" nachzudenken.

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Beiträgeinsgesamt 2 Beiträge

Die Redoxreaktion wäre hier C6H12O6 +0.5O2 --> C6H12O7 d.h. man benötigt sauerstoff für die oxidation von Glucose, es entsteht das sog. Gluconolacton (E575) ;-)

Kohlenhydrate umsetzen und nur Wasser und Sauerstoff bleiben zurück? Wo bleibt bitte der Kohlenstoff? So gut sind sogar Enzyme nicht! :)

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